DIE PHYSIKER Scala Wien

April 19th, 2019

 

 

Christina Saginth, Hermann J. Kogler, Randolf Destaller, Bernie Feit

 

Karl Maria Kinsky, Christina Saginth,

 

 

 

Melanie Flicker, Randolf Destaller, Bernie Feit

 

Nach der Premiere erscheint hier von

infos-news.eu

die Rezension sowie weitere Bilder

 

Maskymilian Suwiczak, Eszter Hollósi, Christina Saginth

 

gespielt  vom 25.04.2019 – 18.05.2019 jeweils Di bis Sa

                    Beginn: 19,45 Uhr

MARIA STUART v. Friedrich Schiller SCALA Wien

März 18th, 2019

 

 

 

 

Alexandra-Maria Timmel, Jörg Stelling

 

MARIA STUART v. Friedrich Schiller

 

Fotos: Bettina Frenzel

Rezension von infos-news Alfred Klein

MARIA STUART von Friedrich Schiller Premiere

21.03.2019

 

Zum oft wiederholten Mal ist es Bruno Max mit seinem Scala-Ensemble gelungen ein Stück so gegenwartstauglich über Bühne Kostüme und  Maske zu einander passend darzustellen. Der Sprung aus dem 16. in  das 21. Jahrhundert mit all seinen jetzigen elektronischen  Kommunikationsarten und Kanälen vom Smartphon bis zu Bildschirmen,  ist glaubwürdig gelungen. Eine Hebebühne erlaubte den schnellen  Wechsel zwischen Elisabeths herrschender mondäner Ebene mit all den,  sie umschwirrenden willfährigen Personal, zu Maria Stuart in den kahlen Gefängniskeller.

Alexandra-Maria Timmengil, Johanna Rehm

 

 

Genau dieser blitzschnelle Wechsel bringt auch in heutigen Diktaturen  oder ähnlichen Staatsgebilden die Täuschungen aus der Führungsebene  sehr rasch auf die Ebene des Volkes. Prüfbeständige Parallelen welche  kaum besser darzustellen sind, zeigen die auch jetzt gültigen  Verhaltensweisen auf Führungsebenen, „was nicht hilft muß vernichtet  werden„. Frauen in der heutigen Männerwelt müssen schon sehr stark  agieren um zu wirken. Aber dann sind sie besonders gut.

Die Härte und Erbarmungslosigkeit mit welcher die Königin von England Elisabeth (Alexandra-Maria Timmel) glaubwürdig  mit ihrer Kontrahentin, Maria Stuart der  Königin von Schottland  (Johanna Rehm) umgeht,  war sicher im 16. Jahrhundert brutaler als dies in der jetzigen Zeit üblich wäre. Der angestrebte Erfolg aber ebenbürtig. Herrlich auf einander  abgestimmte Haltung Mimik und Stimme.

Durch die straffende Hand von Bruno Max wird das Stück angenehm  kurzweilig. Robert Dudley Graf von Leicester (Alexander Rossi),  Georg Talbot Graf von Shrewsbury (Jörg Stelling), William Cecil,  Baron von Burleigh (Christian Kainradl), Davison (Florian Lebek),   Amias Paulet besorgter Hüter der Maria (Christoph Prückner),  Mortimer sein jugendlicher ungestümer Neffe, Hanna Kennedy  als Marias Amme (Christine Renhardt) und Leopold Selinger  als französischer Gesandter Graf Aubespine sie wurden ihrer Rollen nicht nur gerecht sondern erfüllten sie mit glaubwürdiger Echtheit.  Das Publikum quittierte die gelungene Premiere zu recht mit starkem und anhaltendem Applaus.

 

AB JETZT! Scala Wien ab 16.02.2019

Februar 11th, 2019

 

 

 

 

 

Kartenreservierungen bitte nur über (01) 544 20 70

 

 

 

 

 

 

 

 

Christina Saginth,, Anselm Lipgens

Aussprüche zum Stück:

 

„Wie kann man für eine Maschine Partei ergreifen?

Problemlos!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christina Saginth, Wolfgang Lesky, Anselm Lipgens

 

Wenn Menschen sich ein bisschen weniger wie Menschen benehmen würden

 

Carina Thesak, Martina Dähne

Rezension : AB JETZT !

Mit Technik, Technik über alles lässt Alan Ayckbourn seine Figur Jerome (Anselm Lipgens) agieren. So sehr sich Jerome um technische Kompositionen bemüht, gelingt ihm mehr oder minder eine zutiefst fast rührende menschliche Zusammenführung. Ausgelöst durch den Besuchswunsch des Sozialbeamten Mervyn (Wolfgang Lesky) versucht Jerome die heile Welt in der Familie darzustellen. Längere Zeit nur im Kontakt mit der Maschinenfigur GOU 300 F, welche alle Arbeiten im Haus erledigt, herrlich von Christina Saginth gespielt, hat er  bei einer Begutachtung durch das Sozialamt die Möglichkeit seine, seit Jahren abwesende Tochter Geain, (Carina Thesak) zurück zu bekommen. Jerome bemüht sich sofort um bestes Familienleben mit verlobter Freundin. Hier mutiert  Christina Saginth besonders glaubwürdig von der Maschine GOU 300 F zur Ehefrau Jerome`s, Corinna und gleichzeitigen Mutter der gemeinsamen Tochter Geain. Zuerst leicht frustriert über die eigene Hilflosigkeit  gegenüber  ihrer Tochter, gewinnt Corinna im Zweikampf der Sympathien zwischen  Zou (Martina Dähne) und ihr. Geain gibt so glaubwürdige hervorragend wiederwillige, stoische, provokante und trotzige Haltung wieder, daß Körperhaltung und Mimik ineinanderfließen.

Videozuspielungen sehr passend zum Schmunzeln geeignet.

Bei übersichtlich wirkendem Bühnenbau, Kostümen mit Situationskomik ein Abend der guten und auch Zukunftsvisionen für Menschen und Maschinen.

Der Applaus des Premierenpublikums war ob der glänzenden Rollenwechsel demgemäß lang und stark.

infos-news  Alfred Klein

 

 


 

 

 

 

 

 

Anselm Lipgens, Martina Dähne,

und ein bisschen mehr wie Maschinen, ginge alles besser.“

 

SPIELZEIT: 16.02. – 09.03.2019 jeweils Di – Sa

BEGINN:  19,45 Uhr

 

 

 

 

 

Troilus und Cressida SCALA

Dezember 18th, 2018

 

ANKÜNDIGUNG

 

Scala 10.01.2019 Rez. TROILUS u CRESSIDA v SHAKESPEARE

Viel Kampf, Staub und Krach beherrschten das gesamte Stück welches in  Kostümen (Uniformen) der Jetztzeit und auf der sehr zweckmäßigen schrägen Drehbühne abspielte. Besonders dieses Drehelement trug zum raschen Szenenwechsel für die hohe Anzahl an Darstellern bei.(hervorragende Bühnengestaltung v. Marcus Ganser)) Liebe, Traurigkeit, Zorn, Haß und Tod übertrugen diese zutiefst menschlichen Eigenschaften auf das gesamte Stück im  Krieg.

 

V.l.n.r. Jürgen Hirsch, Max Kolodej, Samantha Steppan, Alexander Rossi, Max Spielmann, Christoph Prückner

 

V.l.n.r. Max Spielmann, Max Kolodej, Jürgen Hirsch, Lukas Sinabell, Leonhard Srajer

 

Bruno Max tat dem eher selten gespielten Shakespearestück sichtlich sehr gut. Das Publikumsinteresse stieg bis ins Stakkato  zwischen den Schauplätzen inner- und außenhalb der Mauern Trojas. auch Satire konnte sich im Lauf der Handlung immer wieder ausbreiten. Die unterwürfige, sich einschleimende Art des Pandarus (Hermann J. Kogler) konnte dieser Inszenierung sehr viel Glaubwürdigkeit einhauchen. Leonhard Srajer als Theresites im Rollstuhl konnte menschliche Eigenschaften wie Krieg und Geilheit als en vogue in der Handlung etablieren. Georg Kustrich als alter Mann Priamos König von Troja und als Agamemnon trampelte kräftig nach unten um Macht auszuüben. Als der alte Grieche Nestor und als Trojaner Atenor konnte sich Christoph Prückner bestens einbringen. Maximilian Spielmann zeigt als Ajax das Eitelkeit überspitzt auch lustig sein kann. Im besonders kriegerisch wirkenden trojanischen Krieger zeigt Spielmann lautstark einen besonders aufbrausenden Soldaten. Johanna Rehm als Helena reizt Paris als Beziehung (Leonhard Srajer). Andromache (Johanna Rehm) träumt vom dann eintreffenden Tod ihres Gatten Hector (Andràs Sosko).

 


Johanna Rehm, Hermann J. Kogler

Weiters spielen sehr überzeugend der clevere Ulysses steuert gekonnt  Achilles (Jürgen Hirklussch)  und Patroklus (Max Kolodey). Aeneas (Leopold Selinger), der betrogene Menelaos (Klaus Schwarz) welcher  auch auf der Gegenseite als Krieger kämpft und der Verlierer Troius (Thomas Machart) welcher sich um Cressida (Semanta Steppan) bemüht. Weiters haben alle Darsteller das Publikum  erfolgreich in ihren Bann gezogen. Dies äußerte sich besonders im reichlichen Schlußapplaus. Ein  Mix fast aller menschlicher Neigungen bis zur blutrünstigen Neige kommen voll zum Ausdruck.

infos-news  Alfred Klein

Grillparzer im Pornoladen Scala ab 11.12.2018

Dezember 10th, 2018

 

 


Bernie Feit

 

Scala  „Theater zum Fürchten“ Wiedner Hauptstraße 108, 1050 Wien

 


 

 

 

 

 

Eszter Hollósi

INHALTE:

Ein ältlicher, misogyner Verkäufer in einem euphemisch „Love Boutique“ genannten,schäbigen Pornoladen wird von einer offensichtlich unerfahrenen Kundin im sogenannten „besten Alter“ genervt.

Eszter Hollósi, Bernie Feit,

Aus einer gegenseitigen Abneigung entsteht eine Art Beziehung, sie ist weder frustrierte Hausfrau noch neugieriges Nobelvorstadtweib, er nicht nur ein Grantler und Frauenhasser, sondern auch einliterarisch gebildeter Kunstfreund. Zwischen Haufen von Pornos, Lederwäsche und Sexspielzeug entsteht für einen kurzen Moment eine diesen Eros-technischen Unort deutlich hinter sich lassende berührende Begegnung zweier einsamer Menschen.

 


 

Eszter Hollósi  und   Bernie Feit

Ab 14 Jahren


Es spielen:     Eszter Hollósi  und   Bernie Feit

Rezension:

GRILLPARZER IM PORNOLADEN Scala

 

Scheinbar harmlos und zart wird der Besucher auf die leise, bis zum Furioso anwachsende Handlung vorbereitet. Bernie Feit als „der Mann“ zeigt hier den letzten männlichen Souffleur des Burgtheaters welcher dort seinen Platz an eine Frau verlor und danach seinen Frust gegenüber Frauen in zwei Folgejobs dramatisch aufbaute. Sein Gedanke, wo ihn eine Frau kaum beruflich ersetzen könnte, fiel auf den Job des Sexartikelverkäufers im Pornoladen um sich anschließend dort in der kundenlosen Zeit durch Selbststudium auf den Beruf des Chiropraktikers vorzubereiten. Seine Gegenspielerin „die Frau“ sehr glaubwürdig dargestellt von Eszter Hollósi, zeigt anfänglich die „Unbeholfene“. Vom eigenen Mann frustriert und im Gespräch mit dem Verkäufer im Pornoladen, sich langsam steigernde Frau, lotet aus und wagt die gegenseitige Anwendung der Pornoartikel bei Mann und Frau. Gekonnt gezeigte Quelereien bis fast zur Selbstaufgabe konnte Josef Maria Krasanovsy überzeugend inszenieren. Grillparzers „Des Meeres und der Liebe Wellen“ zeigt auch hier im Hintergrund die Hoffnungslosigkeit eines Ausbruchversuches aus Einsam- oder Perspektivlosigkeit mit reinem Sex. Eine gute Stunde bester Unterhaltung für das Publikum bis zum großen Schlußapplaus. Ein sehenswertes, sehr unterhaltendes Stück. Die Handschrift von Marcus Ganser und Bruno Max sind das Stück hindurch andauernd präsent.

infos-news Alfred Klein

 

 

RHINOZ Scala 17.11.18

November 14th, 2018

 

 

 BITTE UNBEDINGT KARTEN RESERVIEREN

UNTER

(01) 544 20 70


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeynep Buyraç, Clemens Aap Lindenberg, Leonhard Srajer

INHALTE:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Randolf Destaller, Zeynep Buyraç

V.l.n.r. Zeynep Buyraç, Leonhard Srajer, Anna Sagaischek, Randolf Destaller, Clemens Aap Lindenberg, Max Hoffmann

Randolf Destaller, Zeynep Buyraç

infos-news  wünscht einen angenehmen Abend

TEA & SYMPATHY Scala 16.10.18

Oktober 3rd, 2018

 

Premiere 16.10.2018

 

Bruno Max

 

 

 

 

                                                                         Christina Saginth

 

 

 

 

 

                                                                        Florian Lebek, Johanna Rehm

 

Frizz Fischer

Rez.: Tea & Sympathy  /Scala 16.10.18

Unter : …very british… schon der Einlaß in der Scala brachte den Besuchern das Gefühl, sich in einem übergroßen Teezimmer zu befinden – Im Mittelpunkt des Raumes die Bühne, umgeben von liebevoll adaptierten Tischgruppen-. Die Besucher wurden von den Mitwirkenden zielsicher zu ihren Plätzen geleitet wo adrettes Tischgeschirr mit Sandwiches und Scones bereits warten und der Tee, je nach Wunsch, mit oder ohne Milch, sofort serviert wurde (very british).

Erleben eines imaginären typisch englischen Flairs mit Spleenigkeit Traditionsbewußtsein, Überheblichkeit den angenommenen besonderen –very british- gelagerten Eigenheiten mit all ihren Spezifikationen. Wobei hier besonders die Vielfalt aus den Kolonialgebieten bemüht werden. Wechselnde Digitalbilder zeigten während des Sketches  den (die) jeweiligen AutorIn. Die Belanglosigkeit des britischen Wetters und den verschiedenen Tassen Tee zu welchen man unheimlich viele Pausen im Alltag anschloß, konnten sehr gut glaubhaft herausgearbeitet werden.

 

 

 

                                                  Johanna Rehm, Jacqueline Rehak, Christina Saginth

 

 

 


Jörg Stelling

 

                       

 

 

 

 

 

 


Lotte Loebenstein,

 

Lotte Loebenstein als Queen Victoria oder Edith Sitwell konnte die feinen Duellklingen excellent  kreuzen. Christina Saginth und Florian Lebek  konnten in der  „dreckigen Gabel“ nicht nur britische sonder auch  westliche Verhaltensweisen excelent auf die Schaufel nehmen. Jackie Rehak Johanna Rehm, Christoph Prückner RRemi Brandner Matti Melchinger huschten von Rolle zu Rolle mit einer äußerst glaubwürdigen Darstellung. Auch Bruno Max konnte seine Seitenhiebe  auf die Gesellschaft realistisch ausleben. Da durfte auch der Brexit nicht fehlen. Die dynamische Produktion verlangte auch vom Publikum schnelle präzise Auffassungsgabe um die Mehrschneidigkeiten gebührend zu würdigen. Die Aufführung war wirklich –very british-. Mit dem Glas Sekt für jeden Besucher durfte völlig zu recht auf diese erfolgreiche Produktion „ANGESTOSSEN“ werden.

 

 

 

 

 

 

 

v.l.n.r. Christoph Prückner, Matti Melchinger, Jörg Stelling, Florian Lebek

v.l.n.r. Johanna Rehm, Jacqueline Rehak, Christina Saginth, Lotte Loebenstein

Diese Dinnerproduktion Herbst 2018 wird noch lange in den Köpfen der Besucher ihre Schmunzelkreise ziehen.

infos-news   Alfred Klein

 

Karl MayBe.- Mit Schmetterhand und Silberbüchse

Juli 11th, 2018

 

 

 

Karl MayBe.-

 

Mit Schmetterhand und Silberbüchse

Die erschwindelten Lebensreisen des

Zuchthäuslers Karl May.

extravagantes Stationen-Theater

im Bunker

2340 Mödling

Brühlerstraße 48

                                                         Luftschutzstollen

                                       www.theaterimbunker

Spieltage:                   So 12.08. Premiere 

 

Do, 16.08.    I    Do, 23.08.   I    Do, 30.08.

Fr,  17.08.    I     Fr, 24.08.   I     Fr,  31.08.

Sa,  18.08.    I     Sa,25.08.    I    Sa, 01.09.

So, 19.08.     I    So,26.08.     I   So, 02.09.

 

ab 18,30Uhr  bis  21,15Uhr. Einlaß alle 15 Minuten.

Reservieren Sie jetzt!

Auf Grund der wenigen Plätze ist telefonische Vorbestellung dringend erbeten.  Wegen der unterschiedlichen Startzeiten der einzelnen Besuchergruppen ist rechtzeitige Kartenabholung  an der Abendkasse (30Minuten vor Startzeit) unbedingt erforderlich.

Kartenpreise Vorverkauf €30,- / Abendkassa €35,- Kartenreservierungen erforderlich. Ermäßigung für Gruppen, Studierende und Club Ö1.  Keine Ermäßigungen an der Abendkassa.

Vorverkauf Kartenabholung der reservierten Karten:

Scala, 1050 Wien, Wiedner Hauptstr. 106-108 (Mo-Fr 09h-15h)

Stadttheater Mödling, Babenbergerg. 5 (17.07. bis 12.08.:Di 13h-18h,

Mi u. Fr 10h-15h,ab 14.08.: Di, 13h – 18h)

Kartenkontingent für alle Vorstellungen über ÖTicket (Tel: 01/96096)

Kartenreservierungen  01/ 544 20 70

 

Konzept, Buch und Inszenierung: Bruno Max

Raumgestaltung: Marcus Ganser

Kostüm: Alexandra Fitzinger

Musik: Fritz Rainer

Maske: Gerda Fischer, Zoe Marvie

Abendmaskenbetreuung: Pia Urbanek

Regieassistenz: Lukas Sinabell, Clemens Fröschl

Dramaturgiemitarbeit: Mario Schober

Licht: Gerald Deimbacher, Andreas Pamperl, Bernhard Ringhofer

Bühnenbau: André Indries, Adrian Burcea, Emanuel Burcea,

Jasmin Mulahasanovic, Gabriel Galea

Fotos: Bettina Frenzel

Graphik: Tom Lackner

Office: Caroline Obernigg, Birgit Rauer

Marketing PR: Birgit Rauer

Rezension:

Dem „Kleinen May“ (Emil Pristolic) darf seine stoische Rolle durchaus abgenommen werden. Der Junge May  (Thomas Machart) als unbeholfener Lehreranwärter aus einfachen Verhältnissen stammend, wird halb lustig halb tragisch sehr glaubhaft dargestellt und fliegt beim „Uhrenklau“ sofort auf. Wolfgang Lesky als „Old Shatterhand“ im Zweikampf mit „Großer Wolf“ (Max Spielmann) zeigen ein sehr gut eingespieltes, teils akrobatisches Team. Elke Hagen und Christina Saginth als Emma und Klara lassen durch ihre Anpassungsfähigkeit ihre Rollen Wirklichkeit werden. Bruno Max als älterer May bringt in seinen Rollen die Weisheit des Lebens äußerst  brillant zum Ausdruck und  hält Konzept, Buch und Inszenierung auf besonders hohem Niveau. Bernie Feit scheint seine Rolle als „Hadschi Halef Omar“ auf den Leib geschrieben zu sein. Mit Sprache, Maske und Kostüm paßt er durchaus eindrucksvoll in die von Karl May geschriebene Phantasiewelt der Leser und Zuseher. Insgesamt darf allen Mitwirkenden bestätigt werden, dem Publikum ein Stück mit sehr großer Glaubwürdigkeit aus der Talsohle des Lebens über den „Zum Guten“ tendierenden Karl May veranschaulicht zu haben. Der Applaus bestätigte den Erfolg.

Alfred Klein für infos-news

 

 

 

 

 

Der junge Lehreranwärter

Karl May im Lehrerseminar

beim Veruntreuen

einer Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V.l.n.r. Ralph Saml, Thomas Marchart,

Maksymilian Suwiczak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blutsbrüder „Old Shatterhand“

und Häuptling „Winnetou“

Max Spielmann, Wolfgang Lesky, als „Großer Wolf“

 

und „Old Shatterhand“

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernie Feit, Valentin Frantsits als

„Hadschi Halef Omar“ und „Kara Ben Nemsi“

 

 

 

Hadschi Halef Omar

 

 

 

 

Bernie Feit

 

 

RRemie Brandner und

Christine Lenhardt als

„Karl May“ mit

„Berta v. Suttner“

 

 

DER PREISPOKAL Scala Wien

Juni 9th, 2018

DER PREISPOKAL

EINE TRAGIKOMÖDIE VON SEÁN O`CASEY

DEUTSCH  VON TANKRED DORST

Alle Fotos von Bettina Frenzel

Rezension von   infos-news.eu    Alfred Klein

 

 

 

02. bis 23. 06. 2018 jeweils Di bis Sa

Beginn: 19:45 Uhr

Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

 

V.l.n.r. Bernie Feit, Angelika Auer, Hermann J. Kogler, Carina Thesak

Im beginnenden 1.  Weltkrieg  war Großbritannien im Krieg und damit auch Irlands Männer Soldatennachschub. Nicht einfache Zeiten für eine große Anzahl von Menschen  in Irland Anfang des  20. Jahrhunderts. Die Not an allen Ecken und Enden bewirkte daß die Menschen nach einem Ventil  suchten. Ein Ausgleich welchen uns Seán O`Casey in einem fast zur Religion hochstilisierten Fußballspiel präsentiert. Familien- Freundes- oder Wohngruppen unterstützen enthusiastisch die eigenen Spieler welche gerade von der Front in Frankreich zurück auf Heimaturlaub weilen.

 

 

V.l.n.r. Carina Thesak, Philipp Schmidsberger, Bernie Feit, Jasmin Reif, Ivana Stojkovic, Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits

 

Zu Beginn konnte sich Suzie Monahan (Carina Thesak) als die einzige Person welche in ihrer Rolle Wahrheit und Religion „gepachtet“ zu haben schien, in szenesetzen. Mit  ihrer Stimme und dem festen Auftritt konnte Carina Thesak alle Ereignisse erklären und in den Tagesablauf mehr oder weniger glaubwürdig einordnen. Aber ab dem Pokalgewinn  durch das Meisterschaftstor  Harry Heegans  (Jakob Oberschlick), für „Avondale United“ richtete sich der Fokus hin zum scheinbar unbegrenzten Feiern. Mit dem Pokal vor Freude am Tisch tanzend strahlte und trank Harry mit Freundin Jessie Taite (Jasmin  Reif) im Kreise der Familie und Freunden.  Es sind beisammen Vater Sylvester Heegan (Rüdiger Hentzschel) seine Frau (Angelika Auer)und Freunde wie Simon Norton (Bernie Feit) sowie die Nachbarn der  Heegan, Teddy Foran  (Régis Mainka) und seiner Frau (Angelika Auer).  Unstimmigkeit zwischen den Foran kommt auf und  Geschirr bricht.  Teddy Foran führt mit seiner Frau einen so handfesten, glaubwürdigen Streit an dem sich auch Simon Norton  durch Schlichtungsversuche beteiligt. Deutlich resignierend fliegt Simon bei den Foran raus. Bernie Feit mimt  dabei exzellent einen so unendlich hilflosen  Menschen, dessen Felle des Lebens weggeschwommen sind.

 

 

Jakob Oberschlick, Angelika Auer

 

 

 

 

Der Krieg zieht mit einfachen Mitteln jedoch äußerst effizient über die Bühne. Auf den Vorhang projiziertes Kriegsgeschehen gepaart mit Kampf- und Trommellärm liefert effektvoll die fürchterliche Auseinandersetzung an der französischen Front. Hier nehmen die wirksame Inszenierung und Einrichtung von Bruno Max sowie Raum und Video von Sam Madwar einen besonders wichtigen Gestaltungsauftrag  brillant wahr. Die Kriegsszenerie.

 

 

                                                                              Jakob Oberschlick, Carina Thesak

 

 

Die anschließende Heimkehrerszene im Lazarett, zeigt die Auswirkungen der Kriegsereignisse auf die Soldaten. Blind, verkrüppelt , verrückt oder  tot. Die anfänglich alles in gerader einfacher Linie verstehende Suzie Monahan (Carina Thesak) wechselt nun zur ebenfalls einfach gestrickten Krankenschwesternrolle welche alle Ereignisse und Entscheidungen über den Begriff totale Ordnung und Disziplin versteht. Harry  der lokal berühmte Meisterschaftstorschütze (Jakob Oberschlick) ist verletzt und verzweifelt an den Rollstuhl gefesselt. Er spielt den Verletzten und total frustrierten so echt, daß sich sogar in seiner Körperhaltung der Zorn auf die Unverletzten in seiner Umgebung wiederspiegelt.  Der Lazarettarzt Dr. Maxwell Forby (Leopold Selinger) hat neben seiner Vorliebe für Frauen, kaum medizinische Ambitionen aufzuweisen. Mit Schwester Oberin (Ivanka Stojkovic) ist er  sehr glaubwürdig in der Etappe etabliert.

 

Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits, Ivana Stojkovic

 

Zu Hause, wieder im Arbeiterviertel eingelangt verstärkt sich der psychische Druck auf Harry Heegan aus einer Umgebung. Oberschlick als Harry legt dabei noch einen Gang zu in der Auseinandersetzung gegenüber der Gesellschaft. Als er sieht wie das Leben weitergeht, auch ohne ihn, zuckt er förmlich total aus. Trotzdem muß Harry am Boden zerstört, den Dingen ihren Lauf lassen. Die Vergleichbarkeit des Inhaltes in seinen menschlichen Höhen und Tiefen ist auch in der heutigen Zeit erlaubt. Langer kräftiger Applaus konnte das sehr engagierte Ensemble bestens belohnen.

FIGARO LÄSZT SICH SCHEIDEN – Schloß Sitzenberg

Juni 6th, 2018

Rezension von Alfred Klein  Infos-News:

Figaro läßt sich scheiden

Komödie von Öden von Horváth

Kartenvorverkauf:  www.sommerspiele-sitzenberg.at       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielzeit : 1.-24. JUNI 2018

 Tickethotline:    0664 94 90 803

Als Unerwünschter Künstler flüchtete v. Horváth aus Österreich vor den Nationalsozialisten. Dieses einschneidende Erlebnis konnte für sein Stück „Figaro läßt sich scheiden“ damals wie heute wertvolle Informationen bieten. Die Revolution im Rücken konnte der schon etwas ältere Graf  Almaviva  (Johannes Terne) mit Frau und Dienerpaar, die rettende Grenze zum Ausland erreichen.

  Die leichte Abgehoben- und Verwirrtheit des Grafen gegenüber Bediensteter oder einfacher Bürger, konnte auch im Moment der Not durch Johannes Terne ausdrucksvoll in Mimik  und Gestik umgesetzt, bestens dargestellt werden. 

Seine Frau die Gräfin (Anke Zisak) brachte in ihrer etwas kindlich angelegten Rolle, ihr Unverständnis zur fatalen Auswirkung der Flucht auf ihr weiteres Leben, dem Publikum glaubwürdig nahe. Beide verarmen aus Realitätsverweigerung im Verlauf des Stückes.

 

 

 

 

 

                Adriana Zartl Stefan Rager

 

Als Hebamme sowie als Fanchette -Tochter des Schloßgärtners – zeigte  Anke Zisak einfühlend hochwertige ausdrucksvolle Verwandlungstechnik. Während der Revolutionswirren ist das Dienerehepaar, der Kammerdiener des Grafen, Figaro (Stefan Rager) und seine Frau, die Zofe der Gräfin, Susanne (Adriana Zartl) zu ihrer Herrschaft vollkommen loyal und hilfsbereit bei der Flucht.

                                       

 Erst als der Druck der Revolution durch schwächer werdende direkte Gewalt abnimmt, beginnen Figaro und seine Frau Susanne ihre neue Existenz, ein Friseurgeschäft, aufzubauen. Bald stellen sie fest, daß ihnen jeweils ein anderes Leben vorschwebt, andererseits die Vorstellung des Begriffs Heimat erheblich Gemeinsamkeiten vermissen läßt.  

 

 

       Stefan Rager,

Anke Zisak, Adriana Zartl

 

 

 

Die Darstellung der unüberwindlichen Streitpunkte in der Ehe Figaros ist so glänzend gelungen, daß

an der Echtheit des Streites im Publikum kaum gezweifelt werden konnte.

 

                              

 

 

 

                         Adriana Zartl, Toni Öllerer

                                            Ob Michael Duregger, Felix Kurmayer oder Toni Öllerer als Grenzbeamte, Michael Schefts als Offizier oder Antonio der Schloßgärtner und Michael Duregger als

Arzt oder Forstadjunkt und viele mehr, sie konnten alle glänzend überzeugen.

 

 

 

 

Felix Kurmayer, Toni Öllerer, Johannes Terne, Adriana Zartl

 

Dem gesammten Ensemble und dem Team allen voran Regisseur Martin Gesslbauer  darf zur  exzellenten Aufführung gratuliert werden.

 

 

 

Am 1. Juni 2018, dem 80. Todestag Ödön von Horváths konnten seine Gedanken über menschliche Eigenschaften, Einzelschicksale, Freundlichkeit, Liebe, Fremdenfeindlichkeit, Existenzängste, Heimat und Flucht  in der Premiere auf Schloß Sitzenberg den würdigen Rahmen zu „Figaro läßt sich scheiden“ bilden.

 

 

Fotos: Karoline Mitterling

                                                                                                                           

 

 Ensemble u. Team 2018