CASANOVA KOCHT Scala SEPTEMBER 2020

März 7th, 2020

 

Bernie Feit, Christina Saginth

Casanova kocht

ein aphrodisisches Dinner mit galanten Leckerbissen

von Bruno Max

Christina Saginth, Hermann J. Kogler

Jede Frau ist für gutes Essen anfällig“ schreibt Giacomo Casanova in seinen berüchtigten Memoiren. Aufgrund der großen Nachfrage erfinden wir in dieser Saison extra wieder eines unserer beliebten Dinner-Stücke, diesmal an kulinarischer wie erotischer Front ganz vorne: der selbsternannte „größte Liebhaber seines Jahrhunderts“, der Abenteurer, Ausbrecherkönig, Scharlatan, Frauenversteher und Gourmet Casanova.

Mark Mayr, Christina Saginth,

Alles beginnt während der Französischen Revolution in einem schäbigen Landgasthof, wo einander zwei alte Herren treffen: Der Kleriker, Philosoph und Pornograph Restif de la Bretonne und ein arg zerzauster, aber auf Umgangsformen bedachter, greiser Kavalier: der Chevalier de Seingalt, besser bekannt als Giacomo Casanova. Am Ende seiner Tage und auf der Flucht aus seinem Altersheim auf Schloss Dux in Böhmen taucht er tief in die Erinnerung an die zwei wichtigsten Dinge seines Lebens ein: Schöne Frauen und gutes Essen.

Eric Lingens, Teresa Renner

Und so begegnen wir Huren und Herzoginnen, Spaghetti und Austern, Nonnen und Zwillingsschwestern, Trüffeln und Venuskonfekt und das p.t. Publikum darf die barocken Köstlichkeiten ausprobieren – ausschließlich die Kulinarischen, versteht sich, nach Originalrezepten aus Casanovas Schriften und Kochbüchern seiner Epoche! Denn, wie schon die schöne Schauspielerin Penelope Cruz einmal sagte: „Wenn ein Mann für dich kocht und er mehr als drei Dinge in einen Salat tut, dann meint er es wirklich ernst!“

 

Bühne: Marcus Ganser
Kostüm: Sigrid Dreger
Maske: Gerda Fischer
Musikalische Leitung: Frizz Fischer
Choreografie: Ivana Stojkovic

Fotos: Bettina Frenzel

 

Es spielen:
Angela Ahlheim, Teresa Renner, Fiona Ristl, Ivana Stojkovic, Christina Saginth, RRemi Brandner, Bernie Feit, Hermann J. Kogler, Eric Lingens, Mark Mayr

ein aphrodisisches Dinner mit galanten Leckerbissen

Buch und Inszenierung: Bruno Max

Uraufführung

Premiere: 

17. SEPTEMBER 2020

 

Kartenreservierungen:

(01) 544 20 70 nur telefonisch möglich!

V.l.n.r. Angela Ahlheim, Ivana Stojkovic, Christina Saginth, Teresa Renner, Fiona Ristl

V.l.n.r. Christina Saginth, Angela Ahlheim, Teresa Renner, Ivana Stojkovic, Fiona Ristl

DAS VERSPRECHEN Scala Wien 13.-29.02.2020

Februar 5th, 2020

 

 

 

 

Fotos Bettina Frenzel


 


Jörg Stelling, Klaus Rohrmoser

Nina Gabriel_Mia Wendt, Monica Pallua


Florian Lebek, Bettina Soriat

Rezension von infos-News  Alfred Klein

DAS VERSPRECHEN VON FRIEDRICH DÜRRENMATT SCALA WIEN

Schon der dritte Mädchenmord in Serie. Der leitende Kommissar Mathäi (Klaus Rohrmoser) gibt den Fall jedoch nach einem Tag an seinen Nachfolger Henzi (Christian Kainradl) ab um anschließend eine eigene neue Karriere zu starten. Bei Verständigung der Eltern erlebt Kommissar Matthäi den unbändigen Schmerz der Beiden (Jörg Stelling Monica Pallua) und gibt das Versprechen einer Aufklärung des Falles an sie ab. Sein Nachfolger  Henzi (Christian Kainradl) stürzt sich auf den vorbestraften Auffinder der Kindesleiche, Von Gunten (Florian Lebek) und treibt diesen mit außerordentlich heftigen Verhörmethoden in den Selbstmord. Kommissar Matthäi wird jedoch für die Polizei bereits zur Privatperson und daher vom Fall  abgezogen. Sein Versprechen, den Mord aufzuklären läßt ihm jedoch nicht ruhen bis er mit einem Trick den tatsächlichen Mörder, Albert (Florian Lebek), erahnt. Jörg Stelling spielt auch den, sich gut einfügenden Kommandanten der Dienststelle. Christoph Prückner als Lehrer,Fischer, Pfarrer und Pfleger verschmilzt förmlich mit seinen Rollen. Florian Lebek schmiegt sich  äußerst ausdrucksvoll an seine beiden Täter/Opferrollen. Friedrich Dürrenmatt und für die Bühne Claus Tröger schufen hier auch den Verfall eines Menschen während seiner Tätigkeit obwohl dessen  Gedankengang in der Sache richtig war. Die schon zu Beginn dunkle Bühne barg jeweils die nächsten spielenden Darsteller und ließ dabei den Betrachter voraus beobachten oder raten. Nina Greicha und Mia Wendt als Annemarie und Lilly konnten ihre Rollen sehr gut und altersgerecht darstellen. Bettina Soriat als Frau, „Mutti“ von Albert und als Dr. Locher die „Ahnungslose“ und „Wissende“ konnte das Publikum glaubwürdig überzeugen und Rachegefühle aufbauen. Mehrere Vorhänge, flotter Ablauf ohne Pause mit einem etwas offenem Ende. Die menschlichen Stärken und Schwächen kamen ausreichend zum Zug, Matthäi ist ein menschliche Wrack geworden.

 

 

 

 

Höllenangst Scala Premiere 10.01.2020

Dezember 27th, 2019

Premiere: Freitag, 10.01.2020 um 19.45 Uhr
weitere Termine:
11.01. – 01.02. jeweils Di – Sa um 19.45 Uhr

Reservierung und Info: 01/544 20 70
Homepage: www.theaterscala.at

Ingeborg Schwab, Phillip Stix, Bernie Feit

Zum Inhalt:

Die Welt ist schlecht! Das Leben ist aussichtslos! Und wenn?s jemandem einmal gut geht, muss der Teufel seine Hand im Spiel haben. Davon ist der arme Prolet Wendelin überzeugt. Und als ihm eine komplizierte, politische Intrige unter den Mächtigen überraschend Geld ins Haus bringt, ist sich Wendelin sicher: Jetzt ist er der Hölle verfallen! Mit dieser traurigen Gewissheit stürzt er sich mitsamt seinem
Vater, dem versoffenen Schuster Pfrim, in immer turbulentere Geschichten, überzeugt, dass ihm nur mit satanischer Hilfe plötzlich alles gelingt.

Magdalena Hammer, Matthias Tuzar

Im Jahr nach der misslungenen Revolution von 1848 schrieb Nestroy dieses
Meisterwerk über eine resignierte Gesellschaft, die nicht mehr glaubt, ihre Verhältnisse aus eigener Kraft ohne teuflische Intervention verbessern zu können. Sozialkritik und Komödie, Farce und politische Satire vermischen sich zu einem gerade heute aktuellen Spektakel der Extraklasse.

Philipp Schmidsberger, Leopold Selinger, Michael Werner

Inszenierung und Raum: Bruno Max
Kostüm: Anna Pollack
Musik: Frizz Fischer
Maske: Gerda Fischer

Fotos: Bettina Frenzel

Es spielen:
Magdalena Hammer, Sibylle Kos, Johanna Rehm, Bernie Feit, Peter Fuchs, Georg Kusztrich, Philipp Schmidsberger, Leopold Selinger, Leonhard Srajer, Philipp Stix, Matthias Tuzar und Michael Werner

Philipp Stix, Ingeborg Schwab

Rezension

SCALA „HÖLLENANGST“ v. Johann Nestroy

Was Bruno Max und Marcus Ganser da auf die Bühne stellten darf als echter zeitgenössischer Nestroy gelten. Der Oberrichter (Matthias Tuzar) vermeintlicher Teufel  hat Wendelin (Philipp Stix sehr vielseitig!) dem Sohn des Schusters Golddukaten zur freien Verfügung hinterlassen um ihn, so glaubt Wendelin, nach zehn Jahren samt seiner Seele zu holen. Wendelin hat „Höllenangst“ vor der Einlösung. Wendelins Vater, Schuster  Pfrim (Bernie Feit- als immer wiederkehrende lustige Gestalt-) sieht im Suff kurzfristig Geld im Haus um seinen Lastern zu frönen und tat das dann auch ausgiebig. So schwimmen beide im Geld bis ins zehnte Jahr wo bei einer guten Tat Wendelins verkaufte Seele hoffentlich gerettet wird. Nach der Revolution im Jahre 1848 schreibt Nestroy 1849 dieses Stück um die damalige Situation in Politik und Gesellschaft zu skizzieren. Für Gesellschaft und Politik ist damals das Stück unerhört und fällt durch. Auf heute übersetzt finden sich viele Parallelen zu den auftauchenden politischen und gesellschaftlichen Ereignissen. Texte werden unverschlüsselt  phantasieschonend dem Publikum serviert. Leopold Selinger als Freiherr von Stromberg und  Staatssekretär von Arnstedt  (Peter Fuchs als sehr ähnliches Bild eines einstigen Innenministers) zeigten damals wie heute eindeutig die teilweise Verwahrlosung  der politischen Akteure. Für den Freiherrn von Reichenthal (Georg Kusztrich) sind v. Stromberg und v. Arnstedt welche ihn jagen, eine echte Bedrohung. Hausdurchsuchung steht im Raum! Magdalena Hammer  als Mündel des    Freiherrn v. Stromberg kann in der Scala mit viel Sympathie und Können für eine mögliche Zukunft überzeugen. Sehr glaubwürdige Schläge und Küsse in bunter Mischung teilt Johanna Rehm als Kammerzofe der Adele von Stromberg  aus. Eva (Sibylle Kos), als Frau des Schusters mit Bernie Feit als  Paar mit viel Einfühlungsvermögen. Als bullige Gendarmen wirken Michael Werner, Leonhard Sraja, Philipp Schmidsberger und Valentin Ivanov als verkörperte Obrigkeit und runden das Spiel. Man darf von einem äußerst gelungenem  25-Jr. „Jubiläumsstück“  mit vielen eingebauten herzlichen Lachern ausgehen.

Alfred Klein f.  infos-news.eu

 

25 jähriges Jubiläum im Theater Scala am 10.Jänner 2020

Dezember 27th, 2019

ANKÜNDIGUNG:

             Das Theater SCALA 

              feiert am 10.Jänner

          sein 25 jähriges Jubiläum!

       infos-news

ELEKTRA Scala 03.- 21.12.2019

November 25th, 2019

Kim Bormann,

 

 

Fotos: Bettina Frenzel

V.l.n.r. Maja Sikanic, Angela Ahlheim,  Kim Bormann,                                                                        Regina Schebrak, Ivana Stojkovich

V.l.n.r. Ivana Stojkovich, Maja Sikanic,   Bettina Soriat,

Leonhard Srajer

 

Angela Ahlheim, Kim Bormann,

 

Kim Bormann, Bettina Soriat, Leonhard Srajer,

 

Rezension von   infos-news  (Alfred Klein)

ELEKTRA:

Hugo v. Hoffmannsthals Handschrift ist in der Inszenierung von Matti Melichinger unübersehbar. Elektra (Kim Bormann) debütiert in der Scala und beginnt eher verhalten ihre Schwester Chrysothemis (Angela Alheim) zur Rache an den Mördern ihres Vaters, ihre Mutter Klytämnestra (Bettina Soriat) und Liebhaber Aegisth (Leonhard Srajer) zu motivieren. Bis zum Höhepunkt im Dialog zwischen Elektra und Klytämnestra steigert sich das Geschehen auch in Lautstärke und Handgreiflichkeit. „Aug` um Aug` Zahn u.. …“ wird von Elektra forciert und zur Maxime erhoben bis der heimgekehrte  Orest die angestrebte Rache vollzieht. Auf Bühne und Kleidung breitet sich das Blut der angeblichen Gerechtigkeit immer mehr aus.  Eine emotional hochmotivierte Elektra durch das gesamte Stück läßt den Abend zum Erlebnis werden. Matti Melchingers blutige Inszenierung, Sam Madwars düstere Bühne, Katharina Kapperts Kostüme sowie Gerda Fischers teilweise blutige Maske rundeten die eindrucksvolle Darstellung eines Mordes um angeblich weitere Kriege Agamemnons zu vermeiden. Eine Denkweise welche in heutiger Zeit, obwohl vorhanden, eher abgelehnt wird. Ein gelungenes Debüt als Elektra wird Kim Bormann in unseren Gedanken verbleiben lassen.

Teilweiser Zwischen- sowie der anhaltende Endapplaus zeigten die Zustimmung des Publikums.

 

 

Reservieren Sie rechtzeitig unter der

Tel.Nr.: (01) 544 20 70

 

EQUUS Scala Wien 30.10.-22.11.2019

Oktober 26th, 2019

 

Birgit Wolf, Anselm Lipgens

Kinderpsychiater erhält schrecklichen Fall zugewiesen.  . . . .

Anselm Lipgens, Christina Saginth

Einigen Pferden werden die Augen ausgestochen! !  . . . .

 

Angelo Konzett

 

. . . .  Krankheit oder aufgezwungene gesellschaftskonforme Normalität ?? ….

V.l.n.r. Angelo Konzett, Robert Stuc, Angela Ahlheim, Eduard Martens

 

Christoph Prückner, Tom Wagenhammer, Angela Ahlheim

Tom Wagenhammer, Angelo Konzett

 


V.l.n.r. Tom Wagenhammer, Eduard Martens, Angelo Konzett, Bernardo Ribeiro

Ereignis oder Skandal  ??  packendes Thema !! . . . .

Rezension  von

infos-news.eu

Alfred Klein

Die Rolle des Dr. Martin Dysart (v. Anselm Lipgens gespielt) zeigte, je tiefer in die Psychologie eingedrungen wurde, die überdurchschnittliche Zwiespältigkeit des Arztes gegenüber seinem Patienten Alan Strang (Angelo Konzett). Beeinflußt von der, diesen Fall verhandelnden Staatsanwältin Heather Salomon (Christina Saginth) versucht Dr. Dysart die Aggresivität der strafbaren Handlung des Patienten zu analysieren und daraus einen heilenden Ausweg zu finden. Die familiäre Umgebung, die Mutter Dora Strang (Birgitt Wolf) eine bigotte Person, die alle Handlungen des Sohnes zu entschuldigen versucht und der Vater Frank Strang (Christoph Prückner) als konservativer Mann der „Alten Schule“, welchen auch Handlungen setzt welche seine aufrechte angepaßte Meinung zur Gesellschaft wankend werden lassen. Bis der Patient ein Pferd als sein Vorbild anerkennt. Genau dieser Umstand läßt in Alan Strang seine Hilflosigkeit unermeßlich steigen und bei seinem „ göttlichen“ Pferd steigende Ablehnung entdecken, was seine angedeutete Beziehung zu Jill Mason (Angela Ahlheim) betrifft. Die menschliche Darstellung von Pferden konnte durch den Kunstkniff mit Jerôme Knols Pferdechoreographie eindrucksvoll gelöst werden. Angela Ahlheim als Debütantin und Angelo Konzett haben sich mit ihren sehr ethisch gehaltenen und gespielten Rollen auch für eine interessante Theaterzukunft qualifiziert.

Lang anhaltender Applaus belohnte alle Darsteller für ihre großen Leistungen sehr ausgiebig.

Was ist jetzt NORMAL stellte sich Psychiater Dr. Dysart die Frage!

Inszenierung und Raum: Sam Madwar

Musik: Fritz Rainer

Maske: Gerda Fischer

Maskenbau: TinaSkrabal

Licht und Ton: Andreas Pamperl, Andrea Wezdenka

Regieassistenz: Lukas Sinabell

Öffentlichkeitsarbeit: Birgitt Rauer-Seifert

Fotos Bettina Frenzel

 

 

 

LOVEPLAY Scala 28.09.2019

August 24th, 2019

 

 

 

V.l.n.r. Johanna Rehm, Philipp Stix, Eszter Hollósi,

Samantha Steppan, Leopold Selinger

 

Loveplay

von Moira Buffini

Premiere: 28. September 2019
Weitere Termine: 01.10. – 19.10. 2019 jeweils Di-Sa um 19:45 Uhr

 

Eszter Hollósi, Philipp Stix

 

Diese moderne, feministische und ironische Variante des Reigen zeigt uns sechs Darsteller und Darstellerinnen in mehr als 30 Rollen, die in zehn Akten, die durch zweitausend Jahre am gleichen Ort stattfinden, ein riesiges, mal amüsantes, mal berührendes, mal gewalttätiges Panorama über Liebe und Sex in den unterschiedlichsten Ausprägungen präsentieren. Poetisch und brutal, satirisch und mitfühlend überraschen die verschiedensten Geschichten.

Inszenierung und Raum: Bruno Max
Kostüm: Alexandra Fitzinger
Musik: Fritz Rainer
Maske: Gerda Fischer

Fotos Bettina Frenzel

Es spielen:
Eszter Hollósi, Johanna Rehm, Samantha Steppan, Leopold Selinger, Pilipp Stix, Matthias Tuzar

 

Leopold Selinger, Philipp Stix.

 

Vom römischen Legionär, der vor dem Lagertor eine keltische Prostituierte davon überzeugen will, dass eine Münze als Zahlung für ihre Dienste genauso gut ist wie das sonst übliche Huhn, über verliebte Nonnen im Mittelalter, schüchterne Swingerpärchen in den wilden sechziger Jahren bis zur lesbischen Besitzerin einer heutigen Dating-Agentur, die durch ihre Freundin ins Chaos mit ihren liebesbedürftigen Onlinekunden gestürzt wird. Schüchterlinge und Vergewaltiger, Verwirrte und Entschlossene wechseln einander durch zehn Zeitalter ab – Liebe, Lust und Leidenschaft bleiben aber auch nach zwei Jahrtausenden ein Mysterium.

 

Rezension

SCALA Theater zum Fürchten

Loveplay

Schauplatz: London vor 2000 Jahren bis in die jetzige  Zeit! Schon im Titel kommt das Spiel über die Liebe an die heutige Bedeutung von Sexspiel heran. Moira Buffini konnte in ihrem Stück die Gepflogenheiten bei Liebeswerbungen innerhalb von 79 n.Chr. bis 20xx in 31 Rollen eindrucksvoll aufzeigen. Eine Mammutleistung für Bruno Max welcher das Stück hervorragend inszenierte und die sechs Schauspieler sowie die Maske und Kostüme welche mit ihren andauernden Rollenwechsel hinter der Bühne besonders engagiert waren. Satire und Ironie verfeinern unterschwellig die komplizierten menschlichen Eigenschaften bei zwischenmenschlichen Beziehungen, lassen dabei Amüsement aufkommen. Als guter Publikumsleitfaden entpuppen sich dabei die ober der Bühne gezeigten Videobilder über den jeweiligen Handlungszeitraum in London.

Leopold Selinger konnte in all seinen fünf Rollen hochwertig und nachhaltig überzeugen. Als Geistlicher „Buttermere“ lief er zu seiner Höchstform auf. Johanna Rehm konnte ihre Rollenspannweite vom ersten Bild (Geschäftsfrau Dorcas zur Römerzeit) bis zum zehnten Bild (Gegenwart, „Brigitte eine Alleinstehende“) ganz toll ausdrücken. Philip Stix bestach mit seiner einerseits ungestümen Rolle als „Römer“ und der genau umrissenen Figur des „Handwerkers“. Eszter Hollósi glänzte besonders in den Rollen als die „Klosterfrau Matilda“ und als „Wissenschaftlerin Roxanne“. Matthias Tuzar vom düsteren „Sachsen Erik“ bis zum „Revolutionär Quinn“ konnte alle von ihm gespielten Figuren dem Publikum bestens näherbringen. Samantha Steppan, spielte von der aufmümpfigen „Rebellin Hilda“ bis zur teils unschlüssigen „Bürokraft Rita“ gefühlt sehr nuanciert. Eine gelungene abwechslungsreiche Darstellung der „Liebe“ in 2 Jahrtausenden. Langer Applaus belohnte alle Mitwirkenden für ihren umfassenden und gefühlvollen Einsatz von welchem sich sicher viele Zuseher ein Stück Gedankengut mitnehmen können.

infos-news  Alfred Klein

 

Karl MayBe Scala 11.08.2019-01.09.2019 im Bunker Mödling26. Juli 2019

Juli 26th, 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT

Mai 19th, 2019

Glenna Weber

 

Glenna Weber, Thomas Kamper

 

 

Inhalte:

Fotos: Bettina Frenzel

Régis Mainka

 

Glenna Weber, Thomas Kamper

Textauszug:

 

 

Glenna Weber, Thomas Kamper, Dirk Warme

 

Premiere:  30.05.2019

Spieltage:  04.06. – 22.06.2019 jeweils Di-Sa Beginn: 19,45Uhr

 

Thomas Kamper, Glenna Weber

 

Bitte um rechtzeitige Reservierung unter Tel.: (01) 5442070

 

 

Thomas Kamper, Régis Mainka

Rez.: Die Macht der Gewohnheit  

            von Thomas Bernhard Scala Wien

Vorweg muß erwähnt sein: Alle Darsteller gaben ihr Bestes! Thomas Bernhard setzte im Stück hohes Wissen über Psychologie beim Publikum voraus. Die Hauptrolle: Zirkusdirektor Caribaldi (Thomas Kamper) hielt lautstarke Monologe über seine Hilflosigkeit beim Einstudieren des „Forellenquintetts“. Das, im Stück exzellente Scheitern von Caribaldi zusammen mit der vollendeten Darstellung seiner Schauspielerkollegen mit all ihren Widerständen ihm gegenüber, der braven Enkelin (Glenna Weber), dem aufbegehrenden Jongleur (Dirk Warme) dem dauerbetrunkenen Dompteur (Regis Mainka) und dem traurigen Spaßmacher (Florian Lebek), läßt das Publikum die Trostlosigkeit der Situation fast greifen. Überspitzte Texte von Thomas Bernhard lassen zwar manchmal die Gemüter aufhorchen, glätten diese jedoch bald darauf zum Einerlei im Spiegel der Gesellschaft. Eine gelungene Inszenierung und einfacher Raum (Rüdiger Hentzschel) hinter der Zirkusbühne zusammen mit Kostümen (Alexandra Fitzinger) und Maske (Gerda Fischer) runden das tiefgründige Spiel. Etwas Länge im Stück ist in unserer schnellebigen Zeit zu verspüren.

Der anschließende Applaus belohnte alle Mitwirkenden.

Rezension: infos-news.eu   A. Klein

 

DIE PHYSIKER Scala Wien

April 19th, 2019

 

 

Christina Saginth, Hermann J. Kogler, Randolf Destaller, Bernie Feit

 

Karl Maria Kinsky, Christina Saginth,

 

 

 

Melanie Flicker, Randolf Destaller, Bernie Feit

                  infos-news.eu 

                               die Rezension sowie weitere Bilder

Rez.: DIE PHYSIKER   Scala  infos-news   Alfred Klein

Wenn das Publikum völlig unvorbereitet über den Inhalt, die Vorstellung besucht, könnte es meinen eine Komödie mit einigen Pointen mit ein paar verwirrten Menschen in der Handlung zu sehen. Dem wird von Friedrich Dürrenmatt nicht entsprochen. Im Irrenhaus von Fräulein Dr. v. Zahnd (Christina Saginth) sind unter anderen drei Menschen einquartiert welche sich für bekannte Physiker halten und oberflächlich so agieren. Cristina Saginth konnte die Behinderung des Frl. v. Zahnd im Rollstuhl sowie mit den Gehstöcken bestens darstellen.  Einer, Herbert Georg Beutler gibt sich als „Newton“ (Hermann J. Kogler) aus, ein weiterer Geisteskranker, Ernst Heinrich Ernesti  gibt sich als „Einstein“ (Bernie Feith) aus. Dem dritten Patienten, Johann Wilhelm Möbius (Randolf Destaller) erscheint die Gestalt des König Salomon.

 

 

Maskymilian Suwiczak, Eszter Hollósi, Christina Saginth

 

Das Szenario wechselt bereits kurz bei Beginn von einfältigen alten Wissenschaftlern zum ersten Mord an einer Krankenschwester. Für das Publikum wechselt die Einschätzung des Stückes nun von einfacher oberflächlicher Belustigung zum Krimi mit dem untersuchenden Kriminalinspektor Richard Voß (Karl Maria Kinsky). Voß darf den Täter jedoch nicht verhaften weil dieser durch med. Gutachten geschützt ist, regt aber den Austausch der Krankenschwestern auf Krankenpfleger (Maksymilian Suwiczak, Felix Steunzer u. Ivan Robin Milos) an. Die Kraftpakete! Immer noch nicht wichtig genommen, bringt Dürrenmatt noch weitere Morde an Krankenschwestern ins Spiel. Jetzt meint der Zuseher „also eine Krimigeschichte verabreicht bekommen zu haben“. Wieder gefehlt. Die Handlung wechselt plötzlich sehr glaubwürdig in das Agentenmilieu wo die handelnden Personen sehr wohl wissen was sie tun. Tun es aber trotzdem. Interessante Kostümdetails! Die Kleidung der drei Physiker kann auch auf verschiedene Länder- oder Interessensgruppen hinweisen, welche im Ablauf der Ereignisse der Wissensbeschaffung integriert sind.  Interessant wie Schwester Monika Stettler (Melanie Flicker) mehr oder weniger „geräuschlos“ stirbt. Man könnte meinen in einem Film der70-er Jahre zu sein). Irgendwo konnte das Stück andeuten „Das Gute hat gesiegt“ .Das Regiment der Oberschwester Martha Boll (Susann B. Winter) konnte sehr treffend dargestellt werden. Zwischen all dieser Ereignisse noch die Ablenkung bringende Frau Missionar Lina Rose (Eszter Hollósi)  sowie Missionar  Rose (Maksymilian Suwiczak) mit den drei Buben (Emil Prostolora Pristolic und Nuno Fritz).Peter M.Preissler zeigte sehr geschickt welches Szenario uns nach dem Kalten Krieg des 20. Jahrhundert durch die enormen Fliehkräfte der überbordenden Digitalisierung im 21. Jahrhundert ereilen werden.

Martin Gesslbauer konnte besonders durch seine übersichtliche Bühne  zum besseren Verständnis beitragen. Nach langem Applaus wurde das Publikum mit all diesen Gedanken in die Zukunft entlassen.

 

 

 

gespielt  vom 25.04.2019 – 18.05.2019 jeweils Di bis Sa

                    Beginn: 19,45 Uhr