TEA & SYMPATHY Scala 16.10.18

Oktober 3rd, 2018

 

Premiere 16.10.2018

 

Bruno Max

 

 

 

 

                                                                         Christina Saginth

 

 

 

 

 

                                                                        Florian Lebek, Johanna Rehm

 

Frizz Fischer

 

 

                                                  Johanna Rehm, Jacqueline Rehak, Christina Saginth

 

 

 


Jörg Stelling

 

                       

 

 

 

 

 

 


Lotte Loebenstein,

 

 

 

 

 

 

 

 

v.l.n.r. Christoph Prückner, Matti Melchinger, Jörg Stelling, Florian Lebek

v.l.n.r. Johanna Rehm, Jacqueline Rehak, Christina Saginth, Lotte Loebenstein

 

Hier wird nach der Premiere die Rezension von infos-news eingefügt

Karl MayBe.- Mit Schmetterhand und Silberbüchse

Juli 11th, 2018

 

 

 

Karl MayBe.-

 

Mit Schmetterhand und Silberbüchse

Die erschwindelten Lebensreisen des

Zuchthäuslers Karl May.

extravagantes Stationen-Theater

im Bunker

2340 Mödling

Brühlerstraße 48

                                                         Luftschutzstollen

                                       www.theaterimbunker

Spieltage:                   So 12.08. Premiere 

 

Do, 16.08.    I    Do, 23.08.   I    Do, 30.08.

Fr,  17.08.    I     Fr, 24.08.   I     Fr,  31.08.

Sa,  18.08.    I     Sa,25.08.    I    Sa, 01.09.

So, 19.08.     I    So,26.08.     I   So, 02.09.

 

ab 18,30Uhr  bis  21,15Uhr. Einlaß alle 15 Minuten.

Reservieren Sie jetzt!

Auf Grund der wenigen Plätze ist telefonische Vorbestellung dringend erbeten.  Wegen der unterschiedlichen Startzeiten der einzelnen Besuchergruppen ist rechtzeitige Kartenabholung  an der Abendkasse (30Minuten vor Startzeit) unbedingt erforderlich.

Kartenpreise Vorverkauf €30,- / Abendkassa €35,- Kartenreservierungen erforderlich. Ermäßigung für Gruppen, Studierende und Club Ö1.  Keine Ermäßigungen an der Abendkassa.

Vorverkauf Kartenabholung der reservierten Karten:

Scala, 1050 Wien, Wiedner Hauptstr. 106-108 (Mo-Fr 09h-15h)

Stadttheater Mödling, Babenbergerg. 5 (17.07. bis 12.08.:Di 13h-18h,

Mi u. Fr 10h-15h,ab 14.08.: Di, 13h – 18h)

Kartenkontingent für alle Vorstellungen über ÖTicket (Tel: 01/96096)

Kartenreservierungen  01/ 544 20 70

 

Konzept, Buch und Inszenierung: Bruno Max

Raumgestaltung: Marcus Ganser

Kostüm: Alexandra Fitzinger

Musik: Fritz Rainer

Maske: Gerda Fischer, Zoe Marvie

Abendmaskenbetreuung: Pia Urbanek

Regieassistenz: Lukas Sinabell, Clemens Fröschl

Dramaturgiemitarbeit: Mario Schober

Licht: Gerald Deimbacher, Andreas Pamperl, Bernhard Ringhofer

Bühnenbau: André Indries, Adrian Burcea, Emanuel Burcea,

Jasmin Mulahasanovic, Gabriel Galea

Fotos: Bettina Frenzel

Graphik: Tom Lackner

Office: Caroline Obernigg, Birgit Rauer

Marketing PR: Birgit Rauer

Rezension:

Dem „Kleinen May“ (Emil Pristolic) darf seine stoische Rolle durchaus abgenommen werden. Der Junge May  (Thomas Machart) als unbeholfener Lehreranwärter aus einfachen Verhältnissen stammend, wird halb lustig halb tragisch sehr glaubhaft dargestellt und fliegt beim „Uhrenklau“ sofort auf. Wolfgang Lesky als „Old Shatterhand“ im Zweikampf mit „Großer Wolf“ (Max Spielmann) zeigen ein sehr gut eingespieltes, teils akrobatisches Team. Elke Hagen und Christina Saginth als Emma und Klara lassen durch ihre Anpassungsfähigkeit ihre Rollen Wirklichkeit werden. Bruno Max als älterer May bringt in seinen Rollen die Weisheit des Lebens äußerst  brillant zum Ausdruck und  hält Konzept, Buch und Inszenierung auf besonders hohem Niveau. Bernie Feit scheint seine Rolle als „Hadschi Halef Omar“ auf den Leib geschrieben zu sein. Mit Sprache, Maske und Kostüm paßt er durchaus eindrucksvoll in die von Karl May geschriebene Phantasiewelt der Leser und Zuseher. Insgesamt darf allen Mitwirkenden bestätigt werden, dem Publikum ein Stück mit sehr großer Glaubwürdigkeit aus der Talsohle des Lebens über den „Zum Guten“ tendierenden Karl May veranschaulicht zu haben. Der Applaus bestätigte den Erfolg.

Alfred Klein für infos-news

 

 

 

 

 

Der junge Lehreranwärter

Karl May im Lehrerseminar

beim Veruntreuen

einer Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V.l.n.r. Ralph Saml, Thomas Marchart,

Maksymilian Suwiczak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blutsbrüder „Old Shatterhand“

und Häuptling „Winnetou“

Max Spielmann, Wolfgang Lesky, als „Großer Wolf“

 

und „Old Shatterhand“

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernie Feit, Valentin Frantsits als

„Hadschi Halef Omar“ und „Kara Ben Nemsi“

 

 

 

Hadschi Halef Omar

 

 

 

 

Bernie Feit

 

 

RRemie Brandner und

Christine Lenhardt als

„Karl May“ mit

„Berta v. Suttner“

 

 

DER PREISPOKAL Scala Wien

Juni 9th, 2018

DER PREISPOKAL

EINE TRAGIKOMÖDIE VON SEÁN O`CASEY

DEUTSCH  VON TANKRED DORST

Alle Fotos von Bettina Frenzel

Rezension von   infos-news.eu    Alfred Klein

 

 

 

02. bis 23. 06. 2018 jeweils Di bis Sa

Beginn: 19:45 Uhr

Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

 

V.l.n.r. Bernie Feit, Angelika Auer, Hermann J. Kogler, Carina Thesak

Im beginnenden 1.  Weltkrieg  war Großbritannien im Krieg und damit auch Irlands Männer Soldatennachschub. Nicht einfache Zeiten für eine große Anzahl von Menschen  in Irland Anfang des  20. Jahrhunderts. Die Not an allen Ecken und Enden bewirkte daß die Menschen nach einem Ventil  suchten. Ein Ausgleich welchen uns Seán O`Casey in einem fast zur Religion hochstilisierten Fußballspiel präsentiert. Familien- Freundes- oder Wohngruppen unterstützen enthusiastisch die eigenen Spieler welche gerade von der Front in Frankreich zurück auf Heimaturlaub weilen.

 

 

V.l.n.r. Carina Thesak, Philipp Schmidsberger, Bernie Feit, Jasmin Reif, Ivana Stojkovic, Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits

 

Zu Beginn konnte sich Suzie Monahan (Carina Thesak) als die einzige Person welche in ihrer Rolle Wahrheit und Religion „gepachtet“ zu haben schien, in szenesetzen. Mit  ihrer Stimme und dem festen Auftritt konnte Carina Thesak alle Ereignisse erklären und in den Tagesablauf mehr oder weniger glaubwürdig einordnen. Aber ab dem Pokalgewinn  durch das Meisterschaftstor  Harry Heegans  (Jakob Oberschlick), für „Avondale United“ richtete sich der Fokus hin zum scheinbar unbegrenzten Feiern. Mit dem Pokal vor Freude am Tisch tanzend strahlte und trank Harry mit Freundin Jessie Taite (Jasmin  Reif) im Kreise der Familie und Freunden.  Es sind beisammen Vater Sylvester Heegan (Rüdiger Hentzschel) seine Frau (Angelika Auer)und Freunde wie Simon Norton (Bernie Feit) sowie die Nachbarn der  Heegan, Teddy Foran  (Régis Mainka) und seiner Frau (Angelika Auer).  Unstimmigkeit zwischen den Foran kommt auf und  Geschirr bricht.  Teddy Foran führt mit seiner Frau einen so handfesten, glaubwürdigen Streit an dem sich auch Simon Norton  durch Schlichtungsversuche beteiligt. Deutlich resignierend fliegt Simon bei den Foran raus. Bernie Feit mimt  dabei exzellent einen so unendlich hilflosen  Menschen, dessen Felle des Lebens weggeschwommen sind.

 

 

Jakob Oberschlick, Angelika Auer

 

 

 

 

Der Krieg zieht mit einfachen Mitteln jedoch äußerst effizient über die Bühne. Auf den Vorhang projiziertes Kriegsgeschehen gepaart mit Kampf- und Trommellärm liefert effektvoll die fürchterliche Auseinandersetzung an der französischen Front. Hier nehmen die wirksame Inszenierung und Einrichtung von Bruno Max sowie Raum und Video von Sam Madwar einen besonders wichtigen Gestaltungsauftrag  brillant wahr. Die Kriegsszenerie.

 

 

                                                                              Jakob Oberschlick, Carina Thesak

 

 

Die anschließende Heimkehrerszene im Lazarett, zeigt die Auswirkungen der Kriegsereignisse auf die Soldaten. Blind, verkrüppelt , verrückt oder  tot. Die anfänglich alles in gerader einfacher Linie verstehende Suzie Monahan (Carina Thesak) wechselt nun zur ebenfalls einfach gestrickten Krankenschwesternrolle welche alle Ereignisse und Entscheidungen über den Begriff totale Ordnung und Disziplin versteht. Harry  der lokal berühmte Meisterschaftstorschütze (Jakob Oberschlick) ist verletzt und verzweifelt an den Rollstuhl gefesselt. Er spielt den Verletzten und total frustrierten so echt, daß sich sogar in seiner Körperhaltung der Zorn auf die Unverletzten in seiner Umgebung wiederspiegelt.  Der Lazarettarzt Dr. Maxwell Forby (Leopold Selinger) hat neben seiner Vorliebe für Frauen, kaum medizinische Ambitionen aufzuweisen. Mit Schwester Oberin (Ivanka Stojkovic) ist er  sehr glaubwürdig in der Etappe etabliert.

 

Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits, Ivana Stojkovic

 

Zu Hause, wieder im Arbeiterviertel eingelangt verstärkt sich der psychische Druck auf Harry Heegan aus einer Umgebung. Oberschlick als Harry legt dabei noch einen Gang zu in der Auseinandersetzung gegenüber der Gesellschaft. Als er sieht wie das Leben weitergeht, auch ohne ihn, zuckt er förmlich total aus. Trotzdem muß Harry am Boden zerstört, den Dingen ihren Lauf lassen. Die Vergleichbarkeit des Inhaltes in seinen menschlichen Höhen und Tiefen ist auch in der heutigen Zeit erlaubt. Langer kräftiger Applaus konnte das sehr engagierte Ensemble bestens belohnen.

FIGARO LÄSZT SICH SCHEIDEN – Schloß Sitzenberg

Juni 6th, 2018

Rezension von Alfred Klein  Infos-News:

Figaro läßt sich scheiden

Komödie von Öden von Horváth

Kartenvorverkauf:  www.sommerspiele-sitzenberg.at       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielzeit : 1.-24. JUNI 2018

 Tickethotline:    0664 94 90 803

Als Unerwünschter Künstler flüchtete v. Horváth aus Österreich vor den Nationalsozialisten. Dieses einschneidende Erlebnis konnte für sein Stück „Figaro läßt sich scheiden“ damals wie heute wertvolle Informationen bieten. Die Revolution im Rücken konnte der schon etwas ältere Graf  Almaviva  (Johannes Terne) mit Frau und Dienerpaar, die rettende Grenze zum Ausland erreichen.

  Die leichte Abgehoben- und Verwirrtheit des Grafen gegenüber Bediensteter oder einfacher Bürger, konnte auch im Moment der Not durch Johannes Terne ausdrucksvoll in Mimik  und Gestik umgesetzt, bestens dargestellt werden. 

Seine Frau die Gräfin (Anke Zisak) brachte in ihrer etwas kindlich angelegten Rolle, ihr Unverständnis zur fatalen Auswirkung der Flucht auf ihr weiteres Leben, dem Publikum glaubwürdig nahe. Beide verarmen aus Realitätsverweigerung im Verlauf des Stückes.

 

 

 

 

 

                Adriana Zartl Stefan Rager

 

Als Hebamme sowie als Fanchette -Tochter des Schloßgärtners – zeigte  Anke Zisak einfühlend hochwertige ausdrucksvolle Verwandlungstechnik. Während der Revolutionswirren ist das Dienerehepaar, der Kammerdiener des Grafen, Figaro (Stefan Rager) und seine Frau, die Zofe der Gräfin, Susanne (Adriana Zartl) zu ihrer Herrschaft vollkommen loyal und hilfsbereit bei der Flucht.

                                       

 Erst als der Druck der Revolution durch schwächer werdende direkte Gewalt abnimmt, beginnen Figaro und seine Frau Susanne ihre neue Existenz, ein Friseurgeschäft, aufzubauen. Bald stellen sie fest, daß ihnen jeweils ein anderes Leben vorschwebt, andererseits die Vorstellung des Begriffs Heimat erheblich Gemeinsamkeiten vermissen läßt.  

 

 

       Stefan Rager,

Anke Zisak, Adriana Zartl

 

 

 

Die Darstellung der unüberwindlichen Streitpunkte in der Ehe Figaros ist so glänzend gelungen, daß

an der Echtheit des Streites im Publikum kaum gezweifelt werden konnte.

 

                              

 

 

 

                         Adriana Zartl, Toni Öllerer

                                            Ob Michael Duregger, Felix Kurmayer oder Toni Öllerer als Grenzbeamte, Michael Schefts als Offizier oder Antonio der Schloßgärtner und Michael Duregger als

Arzt oder Forstadjunkt und viele mehr, sie konnten alle glänzend überzeugen.

 

 

 

 

Felix Kurmayer, Toni Öllerer, Johannes Terne, Adriana Zartl

 

Dem gesammten Ensemble und dem Team allen voran Regisseur Martin Gesslbauer  darf zur  exzellenten Aufführung gratuliert werden.

 

 

 

Am 1. Juni 2018, dem 80. Todestag Ödön von Horváths konnten seine Gedanken über menschliche Eigenschaften, Einzelschicksale, Freundlichkeit, Liebe, Fremdenfeindlichkeit, Existenzängste, Heimat und Flucht  in der Premiere auf Schloß Sitzenberg den würdigen Rahmen zu „Figaro läßt sich scheiden“ bilden.

 

 

Fotos: Karoline Mitterling

                                                                                                                           

 

 Ensemble u. Team 2018

 

DER PREISPOKAL

Mai 29th, 2018

 

 

 

 

 

 

          

 

ANKÜNDIGUNG:

DER PREISPOKAL

TRAGIKOMÖDIE VON SEAN O´CASEY

gespielt jeweils Di. bis Sa. Beginn 19,45 Uhr

02. bis 23.06. 2018

Kartenreservierungen: 

(01) 544 20 70

Inszenierung: Bruno Max

Bühne: Sam Madwar

Kostüm: Alexandra Fitzinger

Musik: Fritz Rainer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irland im ersten Weltkrieg: Fronturlauber Harry Heegan

schießt das Meisterschaftstor für seinen Fußballclub und

wird dementsprechend von seinen Kumpeln, Familie,

Nachbarn und natürlich seiner  Freundin Jessie gefeiert.

Es wird gesungen, gesoffen und schwadroniert, das ganze

Arbeiterviertel steht Kopf – bis Harry mit seinen Jungs

wieder  fröhlich zurück in die Schützengräben nach

Frankreich zieht. Ein paar  Monate später sind sie wieder

zurück- aber alles ist anders. Keiner von ihnen ist heil

geblieben – körperlich oder  seelisch. Aber das Leben

geht für die Daheimgebliebenen weiter – es gibt neue

Helden, neue Lieben, neue Aufgaben. Gibt es noch

einen Platz für die Wiedergekehrten?

 

 

V.l.n.r. Carina Thesak,

Philipp Schmidsberger,

Bernie Feit, Jasmin Reif,

Ivana Stojkovic,

Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits

O´Caseys pazifistisches Stück löste in den 20er und

30er Jahren Kontroversen aus – die klassischen Elemente

des Volksstücks vermischte er mit expressionistischen

Stilmitteln zu einem teils humorvollen, teils verstörenden,

immer zutiefst menschlichen  Drama.

 

Teresa Renner, Bernie Feit

 

Bernie Feit, Carina Thesak, Hermann J. Kogle

 

 

 

 

 

Jakob Oberschlick, Régis Mainka

 

 

 

                                       Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits, Ivana Stojkovic

 

 

Es spielen: Angelika Auer, Jasmin Reif, Teresa Renner,  Ivana Stojkovic,

Carina Thesak, Bernie Feit, Valentin  Frantsits, Rüdiger Hentzschel,

Regis Mainka, Jakob Oberschlick, Leopold Selinger

 

 

 

V.l.n.r. Hermann J. Kogler, Régis Mainka, Bernie Feit,  Teresa Renner, Emre Dogan,

Ivana Stojkovic, Jasmin Reif, Angelika Auer, Jakob Oberschlick,

Carina Thesak, Leopold Selinger

 

 

ALLE FOTOS BETTINA FRENZEL

Hier erscheint nach der Premiere die Rezension von

infos-news.eu

 

 

DONADIEU Scala

Mai 3rd, 2018

 

Kari-Rakkola-Bernie-Feit

INHALT:

Ende des französischen Bürgerkrieges -Katholiken gegen Hugenotten- Waffenstillstand. Terror und Elend haben beide Seiten müde gemacht. Donadieu, ein hugenottischer Adeliger hat sich resignierend mit Tochter und Glaubensbrüdern auf sein befestigtes Schloß zurückgezogen. Der Mörder seiner Frau kommt zufällig unter seinen Machtbereich und er muß sich nun für Gerechtigkeit oder Frieden entscheiden.

Eine fast ausweglose Situation!

 

Dirk Warme, Wolfgang Lesky

SPIELZEITEN:

05. bis 26.05 2018 jeweils Di bis Sa in der Scala Wien.

Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

Alle Fotos von Bettina Frenzel

 

DONADIEU

Schauspiel von Fritz Hochwälder

Scala Mai 2018

REZENSION:

 

                         Clemens Aap Lindenberg, Wolfgang Lesky

Donadieu (Clemens Aap Lindenberg), beginnt mit einer sehr ruhiggehaltenen Rolle des vom Bürgerkrieg müde gewordenen Hugenotten-Landedelmannes welcher seine Untertanen durch eine wehrhafte Burg beschützt. Er versucht durch Disziplin den Alltag zu prägen. Glaubhaft entnimmt man seinem Gesichtsausdruck daß die Nachricht vom Ende des Glaubenskrieges ihn aus seiner Lethargie reißt, als Du Bosc (Dirk Warme) ein verletzter Bote des Königs mit seinem Begleiter Lavalette (Wolfgang Lesky) Einlaß und Unterkunft begehren. Essen und Unterkunft werden organisiert.

 

 

V.l.n.r. Roger Murbach, Alina Bachmayr-Heyda, WolfgangLesky,  Clemens Aap Lindenberg

Während dieser Tätigkeiten erkennen Judith (Alina-Bachmeyr-Heyda) die Tochter von Donadieu und Barbe (Margot Ganser-Skofic) im verletzten Du Bosc den Mörder von Donadieu´s Frau und Mutter von Judith. Zitternd und bleich mit schreckverzerrtem Gesicht setzen beide Donadieu darüber in Kenntnis. Donadieu schwankt zwischen Gerechtigkeit und Frieden nach so lang vorangegangenen Kämpfen. Clemens Aap Lindenberg wächst aus seiner anfänglichen „Verwaltungsrolle“ der Burg und seiner Bewohner glaubhaft in die Richterfigur welche zwischen der Ahndung des schrecklichen Verbrechens an seiner Frau und andererseits dem Frieden für seine Untertanen  und dem König  wählen muß. Ein fast unmögliches Unterfangen.

 

Roger Murbach, Clemens Aap Lindenberg

Mit schmerzverzerrtem Antlitz zeigt sich Donadieu (Lindenberg), schon für die Rache entschieden, zugunsten des Friedens mit dem König und auf Gnade hoffend zurück. Lindenberg spielt die auf Gnade hoffende Hugenottengemeinde so echt, daß ein Beobachter glauben könnte, der Stiefel des königlichen Heeres stünde Donadieu (Lindenberg) bereits im Nacken. Dirk Warme als königlicher Bote  Du Bosc  spielt vorerst seine Untaten herunter und versucht Donadieu zur emotionalen Gegenwehr zu verleiten. Die menschliche Falschheit steht dabei Du Bosc ins Gesicht geschrieben. Lavalette sieht sich die herausfordernden Handlungen seines Gefährten lange an bis in ihm die Gerechtigkeit siegt und er Du Bosc in Ermangelung anderer Möglichkeiten ausschaltete. Wolfgang Lesky  kann dabei als Lavalette den langsam steigenden Zorn über die Ungerechtigkeit  des Teufels Du Bosc , Dirk Warme, erstklassig hochspielen. Warme stand  dabei Lesky  im ausdrucksvollen Spiel in keiner Weise nach. Auf Seite von Donadieu bewegt sich auch der Hauptmann (Kari Rakkola), welcher um die Sicherheit der Burg besorgt ist. Rakkola spielt dabei nach Landknechtsart die vordergründige Sicherheit heraus ohne die Auswirkungen in der Zukunft zu berücksichtigen. Seine lauten stoßartigen Worte können  dabei eine starke Soldatennähe in allen Lebenslagen nicht verbergen. Bernie Feit als Escambarlat -Dichter der Zeit- versucht auf der Hugenottenburg seine geistigen Ergüsse bei allen möglichen und unmöglichen Anlässen zum Besten zu geben. Etwas lebensfremd an alles Gute glaubend, steigert  sich Feit von der Rolle des harmlosen Mitläufers, über den erpreßbaren Schwächling bis zum zornigen, seine Sicherheit außer achtlassenden, Gegner von Ungerechtigkeit und Niedertracht. Ein wahres Stakkato der Gefühle. Roger Murbach als Pfarrer Berthelien kann dem Publikum die vordergründige Ruhe und Stabilität der Religion auf der Burg näherbringen. Robert Elsinger als Nicolas  verkörpert  die, in der Gesellschaft immer vorhandenen, unterwürfigen oder stummen Diener. Es gelingt Elsinger diese Menschen  eindrucksvoll darzustellen.

„Donadieu“ zeigt uns wie schon oft auch andere Bühnenstücke, wie stark durchaus menschliche Eigenschaften oder Reaktionen raum- und zeitübergreifend Wiederholungscharakter haben können.

Die Inszenierung von Bruno Max hält das Stück bei stetiger Steigerung mit brillantem Ablauf. Beim Bühnenraum, Marcus Ganser und Bruno Max, mit seinen zwei Blickwinkeln sind auch ehrgeizige Diskusionen über die verschiedenen Ansichten möglich.

Anhaltender Applaus mit drei Vorhängen belohnten das äußerst engagierte Ensemble.

Rezension: infos-news Alfred Klein

 

Johann von Theo Lingen Stadttheater Grein

April 26th, 2018

 

Kontakt:

Sommerspiele Grein
Stadtplatz 7
4360 Grein/Donau

» KARTEN

» ANREISE

Nützliche Links:

» Stadttheater Grein

» Stadtgemeinde Grein

» Grein – Tourismusinfo

» Donauradweg

55. Saison der Sommerspiele Grein 2018

Intendanz Michael Gert

Besuchen Sie den Geheimtipp aller Theaterliebhaber – das älteste bürgerliche Theater Österreichs! 

 

Im Sommer 2018 sehen Sie:

 

JOHANN von Theo Lingen

Premiere: Samstag 07.07.2018 – 19:00

gespielt wird von 08.07.2017 – 02.09.2018

Freitag und Samstag 19:00 Uhr/ Sonntag 17:00 Uhr

 

JOHANN

 

Lustspiel in 3 Akten von Theo Lingen

 

Wie verhält sich der perfekte Kammerdiener (Johann), wenn sein betagter, im Minnedienst ergrauter Graf eine wesentlich jüngere, verwitwete Baronin ehelicht, die sich nicht nur als ehemaliges Stubenmädchen, sondern auch als Johanns Verflossene entpuppt?

Aristokratisch nobel!

25 Jahre später wird sein ihm wie aus dem Gesicht geschnittener Sohn auf das Anwesen Schloss Zierndorf eingeladen, um dem jungen Grafen aus finanziellen Nöten zu helfen und setzt die Tradition fort. Dass er dabei auf seine leibliche Mutter trifft, ahnt Sohn Michael allerdings noch nicht.

Zum Autor

Theo Lingen, mit bürgerlichem Namen Theo Schmitz, 1903 als Anwaltssohn in Hannover geboren, gestorben 1978, begann seine Schauspielerlaufbahn während der Inflation nach dem 1. Weltkrieg. Nach Provinzengagements kam er nach Frankfurt, das als Sprungbrett für Berlin galt, und ging anschließend tatsächlich in die Hauptstadt, wo er mit den prominentesten Theaterleuten arbeiten konnte. Mit Beginn des Tonfilms um 1930 arbeitete er mehr und mehr beim Film, was ihm seine ungeheure Popularität einbrachte. Typisiert, wie das beim Film üblich war (wie auch bei Hans Moser, Grethe Weiser uva.) war er ein ganz hervorragender Charakterspieler am Theater, wie z.B. als Oberlehrer Krull in Sternheims „Kassette“ oder Albert Einstein an Dürrenmatts „Physiker“. Ab 1933 gab es in der NS-Zeit Schwierigkeiten, geeignete Komödien zu finden, da ein Großteil entweder unerwünscht oder vom Regime verboten waren. Damals versuchte er sich als Bühnenautor mit großem Erfolg. Seine Komödie „JOHANN“ bearbeitete er mit seinem engen Mitarbeiter Franz Gribitz zu einem Drehbuch. Allerdings wurde der Film von der NS-Zensur um wesentliche Teile gekürzt und beschnitten, was den Erfolg erheblich schmälerte.

Die Sommerspiele Grein zeigten bereits 1995 mit großem Erfolg Theo Lingens Komödie „Theophanes“, die er ebenfalls mit Franz Gribitz schrieb.

In der diesjährigen Saison freut es uns daher besonders, dass wir Ihnen zu unserem 55. Jubiläum wieder einen kaum bekannten Komödien-Schatz von Theo Lingen zeigen dürfen.

 

Die Sommerspiele Grein, unter der Leitung von Michael Gert, bespielen seit 1964 jährlich, im Juli und August, das historische Stadttheater in Grein.

Alles begann am 13. Jänner 1964, als Hilde Günther und Michael Gert zum ersten Mal das historische Stadttheater in Grein besuchten. Schnell war klar, dass dieses Theater aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und bespielt werden muss. Die Geburtsstunde der Sommerspiele Grein.

Nach mühsamer Finanzierungsarbeit feierten die Sommerspiele Grein im Sommer 1964 ihr Debüt mit der Käutner-Fassung von „Das Glas Wasser“ von Eugène Scribe.

Seither erfreuen sich die Sommerspiele Grein großer Beliebtheit und bezaubern ihre Gäste aus dem In- und Ausland mit einer abwechslungsreichen Stückauswahl nationaler und internationaler Komödien.

Prinzipal Michael Gert wurde 2013, anlässlich der 50. Saison der Sommerspiele Grein, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen.

Das historische Stadttheater in Grein 

steht mit Recht unter Denkmalschutz. Es ist das älteste, in seinem Originalzustand weitestgehend erhaltene bürgerliche Theater unseres Landes, wahrscheinlich des gesamten deutschen Sprachraumes. Die Innenausstattung mit ihren Holzdekorationen ist keinem Stil exakt zuzuordnen, sie enthält vielerlei Elemente, die sich zu einem harmonischen Ganzen fügen und die einzigartige bezaubernde Atmosphäre des Theaters schaffen. Grein nimmt für sich in Anspruch, den Begriff „Sperrsitz“ geprägt zu haben. Es gibt heute noch drei Reihen Sperrsitze, die einzeln mit Schlüsselchen abzusperren sind. Die Besucher konnten damals einen Sitz mieten und diesen versperren, also eine Frühform des heutigen Theaterabonnements. Als weiteres Kuriosum gilt der an den Zuschauerraum angrenzende Gemeindekotter, der seinerzeit ein Fensterchen in den Zuschauerraum hatte, sodass die Häftlinge der Vorstellung beiwohnen konnten. Das Theater wird heutzutage als Museum geführt, wird aber dann und wann und besonders in der Zeit von Juli bis August wieder bespielt.

 

 

Figaro läßt sich scheiden Schloß Sitzenberg

April 24th, 2018

 

 

 

Ankündigung:

SOMMERSPIELE 2018

AUF SCHLOSS SITZENBERG

Figaro läßt sich scheiden

1. Juni 2018 Premiere

Am 1. Juni 2018, dem 80. Todestag von Ödön von Horváth hat die Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ Premiere. 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg stehen Flucht, das damit verbundene Schicksal des Einzelmenschen und seine Anpassung an die Gesellschaft und das Aufgeben menschlicher Werte im Mittelpunkt. Horvath ist es gelungen alle diese Themen in eine geistreiche Komödie zu verpacken.

Durch die Revolution ihrer Heimat beraubt, fliehen Graf und Gräfin Almaviva ins Exil. Ihre Bediensteten, das Ehepaar Figaro und Susanne, gehen aus Loyalität mit ihnen.

Sie werden zu Emigranten wie Horváth selbst, der 1938 von Österreich nach Frankreich emigrierte. Während Figaro sich mit der neuen Situation arrangiert, zu Susannes Kummer aber zum Spießer wird, verschließen Graf und Gräfin sich der Realität des Exils und verarmen.

Die vier unterschiedlichen Figuren sehen sich mit Existenzängsten, Fremdenfeindlichkeit, aber auch Liebe und Freundlichkeit konfrontiert. Ihr Weg führt in unterschiedliche Richtungen, hat aber dasselbe Ziel, das zumindest in Horváths Komödie erreicht wird: die Heimat. Dabei wird deutlich, daß Heimat nicht immer ein Ort sein muß.

 

 

Liebe, Eifersucht & ein Seitensprung

Eine zynische Komödie!

1. – 24. Juni 2018

 

Regie: Martin Gesslbauer

Ensemble:

Adriana Zartl, Anke Zisak, Michael Duregger, Felix Kurmayer, Stefan Rager, Michael Schefts, Johannes Terne, Toni Öllerer

Premiere:    Fr. 1.6.2018  19:00 Uhr

Spieltermine:

Sa. 2.6.18 | So. 3.6.18
Fr. 8.6.18 | Sa. 9.6.18 | So. 10.6.18
Fr. 15.6.18 | Sa. 16.6.18 | So. 17.6.18
Fr. 22.6.18 | Sa. 23.6.18 | So. 24.6.18

Beginnzeiten: Fr. – Sa. 19:30 Uhr, So 17:30 Uhr

Schlechtwetter: Bei Schlechtwetter finden die Vorstellungen im Pfarrstadel statt!

Intendanz: Martin Gesslbauer

 

An dieser Stelle erscheint nach der Premiere die Rezension von infos-news.at

 

 

TARTUFFE Komödie von Moliere Scala

April 9th, 2018

                                     Glenna Weber, Georg Kusztrich

 

TARTUFFE

KOMÖDIE VON MOLIÉRE

 

ALLE FOTOS VON BETTINA FRENZEL

 

 

 

Georg Kusztrich, Alexander Rossi

 

Christina Saginth, Georg Kusztrich

 

 

Inhalt:

Was ist er den jetzt, dieser Tartuffe? Ein frommer, charismatischer Führer oder bloß ein schamloser, scheinheiliger Heuchler? Die Meinungen in der reichen Familie Orgon, bei der er Aufnahme gefunden hat, gehen da ziemlich auseinander: Monsieur Orgon und seine Mutter verfallen Tartuffes Charme und seiner spirituellen Anleitung, der Rest der selbst nicht gerade uneigennützigen Familie kämpft vergeblich dagegen an, daß der Eindringling langsam all das bekommt, was er begehrt: Geld und Haus, Tochter und Ehefrau des Gastgebers.

Monsieur Molière zeigt das Böse aber nicht in perfekter Tarnung, sein Tartuffe bezieht seine Macht aus der unverschämten Offensichtlichkeit seiner miesen Absichten. Und was passiert, wenn jeder einfach das zur Wahrheit erklärt, was er hören will? Molière schrieb sein Stück 1664 als offenen Angriff auf den heuchlerischen Klerus. Heute liest sich Tartuffe wie ein moderner Kommentar auf die Richtungslosigkeit und Überforderung des modernen Menschen und seine Bereitschaft, vermeintliche Leerstellen mit dem Glauben an einfache Wahrheiten und neue Autoritäten zu füllen.

 

Glenna Weber, Georg Kusztrich

 

Rezension: infos-news  Alfred Klein

Geschickt stellt sich Tartuffe (Alexander Rossi) der Familie Orgon als frommer charismatischer Führer, welcher er jedoch nicht war, dar. Rossi zeigte vollendet einem Teil der Familie – dem Familienoberhaupt Orgon (glaubwürdig gespielt von Georg Kusztrich) und dessen Mutter (Margot Ganser-Skofic) – seine Kompetenz als beratender Helfer der Familie.

Die Hausangestellte Dorine (Christina Saginth) und Orgons Frau Elmire (Ester Hollosi) sowie Orgons Tochter Marianne (Glenna Weber) bilden die Speerspitze der Gegner von Tartuffe. Sie wollen Tartuffe in seiner Hinterhältigkeit auffliegen lassen. Im Schlepptau der drei befinden sich Elmires Bruder (Anselm Lipgens), Orgons Sohn Damis (Sebastian von Malfer),  Mariannes Verlobter Valere (Thomas Marchart) welche gemeinsam gegen Tartuffe aus teilweisem Eigennutz auftreten. Tartuffe wird als hinterhältiger Eindringling enttarnt und versucht sich durch Erpressung Orgons doch noch dessen Hab und Gut sowie Frau und Tochter anzueignen bzw. gefügig zu machen. Moliére gelingt schon 1664 ein Angriff auf die damals wie heute heuchlerische religiöse Gesellschaft. Gegenwärtig aber auch auf die Politik. Die ausgefeilte Darstellung durch Georg Kusztrich, Christina Saginth,  Margot Ganser-Skofic und Glenna Weber läßt den Zuseher das Spannungsfeld des Geschehens gepaart mit dem übersichtlichen Bühnenbild und der Regie von Marcus Ganser  eindrucksvoll fühlen. Der Applaus des Publikums welcher einiges über drei Vorhänge hinausging  konnte der Aufführung völlig gerecht werden. Ein äußerst gelungener Abend.

 

 

V.l.n.r. Eszter Hollósi, Margot Ganser-Skofic, Christina Saginth, Glenna Weber

 

 

 

 

DIE REICHSBÜRGER ODER DAS SCHMÜRZ

März 15th, 2018

SCALA Theater zum Fürchten Ankündigung:

 

 

 

 

SPIELZEIT: 15.-29.03.2018 jeweils Di.-Sa.

Beginn: 19,30Uhr                   Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

 

 

 

Florian Lebek, Lisa Wentz, Monica A. Cammerlander, Rüdiger Hentzschel

 

 

 

V.l.n.r. Lisa Wentz, Kari Rakkola, Monica A. Cammerlander, Rüdiger Hentzschel

 

 

HIER WIRD NACH DER PRÄMIERE EINE REZENSION von  infos-news v. Alfred Klein eingefügt

 

 

Florian Lebek, Rüdiger Hentzschel

 

Rüdiger Hentzschel, Kari Rakkola

 

 

 

DIE REZENSION VON infos-news Alfred Klein

Ein Gesellschaftsbild nicht nur aber doch auch der heutigen Zeit des Verschweigen, Vergessen sowie des Wegsehen, zieht sich besonders deutlich durch die Handlung „AUF DER FLUCHT“. Ein Gesellschaftsspiel welches mit seiner Handlung und seinen Regeln allzuoft die Wirklichkeit wiederspiegelt. Ausdrucksvolle schnell wechselnde Bühnenbilder, von Martin Gesslbauer und Marcus Ganser, lassen dem Publikum den langsamen Zerfall einer Familie gut nachvollziehbar miterleben. Die im Text gemachten analytischen, sehr treffenden Aussagen, kommen etwas schnell über die Lippen der Darsteller sodaß der tiefere und wichtige Inhalt nicht immer leicht zu erfassen ist. Das Schmürz  (Kari Rakkola) konnte eindrucksvoll seine untertänige Haltung zur Schau stellen. Auch der Nachbar (Florian Lebek) schloß sich im Stück der respektlosen Haltung der Familie nahtlos an. Rüdiger  Hentzschel und Monica Anna Cammerlander als  „der Vater Leon Dupont“ und „die Mutter Anna Dupont“ zeigten sehr gut die auffallende Oberflächlichkeit ihrer Rollen. Zenobie Dupont (Lisa Wentz) deren Tochter konnte mit einigen kritischen Fragen zur rechten Zeit den aufzeigenden Charakter des Stückes brillant in Erinnerung rufen. Lana Fracis als „Cruche das Dienstmädchen“ zeigte äußerst deutlich, wie sich eine Person unterhalb des Ranges der Familienmitglieder in stressigen Situationen dem respektlosen Verhalten ihrer Dienstgeber anschloß. Als am Ende nur der Vater und das Schmürz in der Dachwohnung übrigbleiben, steht fest:

Das Schmürz und der Vater bleiben in ihren Handlungen immer vereint.

Ein Stück excellent aus dem Leben gegriffen!