DER JÜNGSTE TAG Scala

Februar 5th, 2018

 

Susanne Preissl, Christian Kainradl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fahrdienstleiter Hudetz führt seit
vielen Jahren in einem kleinen Ort ein genau geregeltes,
bürgerliches Leben. Pflichtbewußt. Dienst nach Vorschrift. Abfertigen. Signalstellen. Naja, die Ehe mit seiner älteren Frau läuft mäßig. Dennoch: Alles hat irgendwie seine Ordnung. Aber eines Tages küßt ihn im Dienst die Wirtstochter Anna – und er übersieht ein Signal, es kommt zu einem Zugunglück mit 18 Toten.

Leopold Selinger,           Christian Kainradl  als Fahrdienstleiter

 

Vor Gericht beteuert Anna Hudetzs Unschuld und leistet sogar einen Meineid. Und obwohl es seine Frau, die den Kuß und seine Folgen beobachtet hat, besser weiß, kommt es zum Freispruch. Aber keiner der Beteiligten kann mit der ungesühnten Schuld so einfach zum Alltag zurückkehren, die Katastrophe zieht immer weitere Kreise, und sogar die ‚Toten melden sich zu Wort…“

Jörg Stelling,                   Christina Saginth als Fr.Hudetz

 

 PRÄMIERE: 10.02.2018

Beginn: 19,30h

Kartenreservierung Tel.: 01 544 20 70

Alle Fotos: Bettina Frenzel

Rezension: DER JÜNGSTE TAG
Ödön von Horvath
Wieder hat v. Horvath es geschafft dem Publikum seinen scharfen, klaren und jederzeit geltenden Spiegel menschlicher Verhaltensweisen vorzuhalten. Schon Mitte der Dreißiger-Jahre des 20. Jahrhunderts brachten ihn die Arbeiten zum Stück DER JÜNSTE TAG in den Focus der Nationalsozialisten. Zuerst für kurze Zeit als unpolitischer Geduldeter. Anschließend jedoch erkannte man damals seinen Hang für gesellschaftspolitische Themen und v. Horvath fiel in Ungnade. Nicht zuletzt konnte das damalige Regime es nicht verkraften, den honorigen Fahrdienstleiter Hudetz (Christian Kainradl), also einen damaligen Staatsbeamten, mit Fehlern präsentiert zu bekommen. Nach dem Motto: Staatsbeamte machen keine Fehler! Staatsbeamte schwören keinen Meineid und lassen sich auch im Dienst nicht ablenken. Noch dazu von einer, dem gemeinen Volk angehörenden Wirtstochter Anna (Susanne Preissl). Die anfänglich in jugendlicher Unsicherheit ihrer Gefühle agierende Anna hat Hudetz Unsicherheit durch das eintönige Familienleben mit seiner Frau (Christina Saginth) erkannt und für einen schnellen Kuß am Bahnsteig ausgenützt. Eine notwendige Signalstellung erfolgte zuspät und es kam zur Kollision zweier Züge mit 18 Toten. Da Anna sich bei Hudetz trotz ihres eigenen Verlobten (Valentin Frantsitz) in des Fahrdienstleiters Ehe drängen wollte, schwor sie einen Meineid um dem Fahrdienstleiter bei Gericht aus der Schuldfrage herauszuhelfen. Jetzt war Hudetz von dieser entlastenden Aussage abhängig. Die Aussagen des überlebenden Heizers Kohut (Tom Jost) und des tödlich verunglückten Lokführers Pokorny (RRemi Brandner) aus den Jenseits, brachten jedoch das Gewissen von Anna und Hudetz so stark in Bedrängnis, daß Anna meinte doch noch die Wahrheit sagen zu müssen und Hodetz zum Anschlußverbrechen, Anna durch Tötung an einer Aussagenänderung zu hindern. Hodetz wird gefaßt und nimmt sich jedoch das Leben indem er sich vor den einfahrenden Zug wirft. Christian Kainradl, Christina Saginth sowie Susanne Preissl lieferten dabei die tragenden Rollen in ausgefeilter Glaubwürdigkeit einer auch heute noch existenten Gesellschaft. Jörg Stelling als Bruder von Frau Hudetz, hing sein Fähnchen nach dem Wind. Georg Kustrich als Wirt zum „Wilden Mann“, beschützte seine Tochter Anna, egal wie. Angelika Auer als Frau Leimgruber konnte sehr treffend die Meinung des gemeinen Volkes wiedergeben. Leopold Selinger als Gendarm brachte eine gewisse Beamtenmentalität zum Ausdruck. Matthias Messner als Waldarbeiter, untersuchender Kommissar und Streckengeher konnte in allen drei Rollen überzeugen. Wer das heutige ländliche Leben kennt weiß auch die wirklichkeitsnahe Blaskapelle der Feuerwehr zu schätzen. Eine sehr gelungene Repristination der damaligen Gesellschaft im heutigen Leben mit viel Engagement. Dem Regisseur Peter M. Preissler, für die Bühne Julia Krawczynski, für Kostüm Alexandra Fitzinger, für die Maske Gerda Fischer sowie das Licht von Andreas Pamperl und Clemens Haas und die musikalische Einrichtung von Fritz Rainer darf zur Leitung beziehungsweise der Durchführung dieser Aufführung gratuliert werden.
Rez. von infos-news Alfred Klein

 

 

 

 

 

DER GUTE MENSCH VON SEZUAN Scala Theater zum Fürchten

Dezember 19th, 2017

ANKÜNDIGUNG :

       DER GUTE

        MENSCH         

           VON

         SEZUAN

  Ein Stück von Bertold Brecht

AB 16.12.2017 (PRÄMIERE) – 22.12.2017

sowie

09.-27.01.2018

      SCALA Theater zumFürchten:

                           1050 Wien Wiedner Hpt.Straße 108

      Beginn: 19,45 Uhr

       Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

V.l.n.r. Hermann J. Kogler, Johanna Rehm, Tobias Eiselt, Marion Rottenhofer, Hans Steunzer, Christoph Prückner

                   INHALTE:

Shen Te ist zwar nur eine arme Prostituierte,   hat aber ein großes Herz für ihre Mitmenschen. Und weil sie so ein guter Mensch ist, belohnen sie die Götter mit Geld und einem kleinen Tabakladen. Mit diesen neuen Mitteln  versucht sie nun, allen in Not zu Hilfe zu kommen, doch sind es einfach so viele, die Unterstützung benötigen und von manchen wird sie auch schamlos ausgenutzt. Was  tun, damit das volle Boot nicht untergeht?
In ihrer Verzweiflung erfindet sie einen bösen Vetter Shui Ta, der prompt auch  leibhaftig vorbeikommt  und rücksichtslos ihre persönlichen Interessen verteidigt. Doch diese Gratwanderung zwischen  Gutmenschsein und Realpolitik führt  Shen Te in eine große Krise.

V.l.n.r. Christoph Prückner, Robert Stuc,                                         Johanna Rehm

In Zeiten zwischen Willkommenskultur und Abschottung, zwischen Hilfsbereitschaft uns Fremdenhysterie  ist dieses klassische Stück, wohl eines der besten und bekanntesten von Brecht, brandaktuell wie nie.

Bernie Feit

Es spielen: CLAUDIA MAROLD, JOHANNA REHM, MARION ROTTENHOFER, SONJA SUTOR, TOBIAS EISELT, BERNIE FEIT, HERMANN J. KOGLER, REGIS MAINKA, CHRISTOPH PRÜCKNER, HANS STEUNZER, ROBERT STUCK.

 Bühne: Bruno Max,  Marcus Ganser; Kostüm:Alexandra Fitzinger; Musikalische Leitung: Andreas Brencic, Fritz Rainer;

 

 

 

Johanna Rehm, Regis Mainka

 

 

Rezension von infos-news Alfred Klein
Shen Te, wirklichkeitsnah gespielt von Johanna Elisabeth Rehm, spielt eine Prostituierte welche den Spagat zwischen der „Gesellschaft“ und den Bedürftigen stemmen möchte. Ihr gutes Herz ist jedoch nicht in der Lage, die wirklich Armen und die vorgetäuschte Not zu unterscheiden. So schlittert Shen Te mit ihrem Hilfsmittel, einer Trafik, in eine ausweglose Pleite. Selbst in Not geraten erfindet sie einen Cousin (ebenso glänzend von Johanna Elisabeth Rehm gespielt) welcher ihre Interessen rigoros durchsetzt. Dabei fliegen die falschen Hilfsbedürftigen auf. Emotionen für einen jungen Mann welcher Flieger in Peking werden möchte (Sun), sehr gut gespielt von Regis Mainka, Sun wird bei Shen Te hervorragend gefördert von seiner Mutter Frau Wang (glaubwürdige Sobja Sutor auch als `Gott´ und `die Nichte´ zu sehen) und spielt einen Liebhaber welcher aber seine Zuneigung nur wegen des zu erwartenden Geldes zeigt. Große Entäuschung folgt. Bernie Feit als `Wang der Wasserverkäufer´ und `der Junge´ konnte in den beiden Rollen nicht nur überzeugen sondern den Armen par excellence abgeben. Hermann Kogler spielte seine Rollen, `2.Gott´, `Shu Fu´der Babier und `die Frau´ so wirklichkeitsnah, daß man Ihm alle drei Figuren gerne abnahm. `Der Mann´ von Christoph Prückner als ärmlich, hilflos dargestellt, zeigte sehr hohe Ausdruckskraft. Die Shin (Claudia Marhold), der Neffe / Der Polizist/ Vorarbeiter (Tobias Eiselt), `1.Gott´/`Frau Mi Tsü´ die Vermieterin/ sowie `Der Bonze´ konnte durch Hans Steunzer besonders überzeugen. `Der Großvater´/ `Der Tischler` war mit Robert Stuc sehr gut besetzt.
Die geistige Vorgabe von Brecht .„Eigenheiten und Abläufe in der Gesellschaft“ wurde von allen Mitwirkenden hervorragend erfüllt.
Die Maske (Gerda Fischer) dabei aus den Darstellern wirkliche verschiedene Figuren geschaffen.
Bruno Max ist wieder einmal eine perfekte Umsetzung gelungen.
Marcus Ganser stellte mit der Bühne neue Entwicklungen in den Raum.

DIE FLEISCHBANK Scala

Oktober 2nd, 2017

AB 30.09.2017

DIE FLEISCHBANK

Man schwebt in die spätere Nachkriegszeit zurück. Ein kleines Fleischhauergeschäft am Stadtrand betrieben vom „freundlichen“ Meister Arnulf (Georg Kusztrich) welcher in seiner einfachen Denkweise versucht nirgens anzuecken. Dies kostet im Verlauf der Zeit seine Nerven und erzeugt Frust. Umringt von verschiedenen Figuren wie der süßelnden Kundin, Frau Dalma (Birgit Wolf) welche immer jammert was sie für ihren Mann den einkaufen solle und in Wirklichkeit nur das Gespräch und die Machtausübung als Kundin – ihre Einkäufe auf Schulden – gegenüber Arnulf sucht. Der Spezi Heinz (Leopold Selinger) welcher sich im Geschäft genüßlich, schleimig und berechnend vom Meister aushalten läßt. Schon tritt Harry Banderit (Bernie Feit) als eine Art Wirtschaftskammerfunktionär auf und reizt seine nebulose Kammerkontrolltätigkeit zur Erpressungsmöglichkeit für Kleingewerbebetriebe. Weiterer Frust für Arnulf. Sehr gekonnt erwähnt Harry seine Naturalienwünsche im Gegenzug des Übersehens von kleineren Unzulänglichkeiten. Berni Feit in seiner tollen Wandlungsfähigkeit, spielt zusätzlich einen Behinderten. In beiden Rollen äußerst glaubwürdig. Großen Auftritt hat auch Christina Saginth als Hedwig (der Freundin von Arnulf). Arnulf der einfach gestrickte Fleischhauer freut sich auf die für ihn abfallenden Krümchen aus dem Umfeld Hedwigs und sammelt dabei einen Frust nach dem andern in seiner Zuneigung zu ihr. Die hübsche Freundin zieht soviel Vorteile als möglich aus dieser Pseudoliaison um sich ein leichtes Leben zu ermöglichen. Nach jedem Frusterlebnis tritt das Schweinchen als Erscheinung (Lara Buchsteiner) auf mit sogenannten Lebensweisheiten wie:

„A jeder Mensch, der lebt sein Leb`n der eine packt´s der andre net . . . „ oder „Ana hat imma das Bummerl ana muass immer verlier`n . . . . .“

Auszug von Horst Chmela

Langsam wird die Welt des Fleischhauers für ihn unüberschaubar und wirklichkeitsfremd. Es bahnt sich eine geistige Kurzschlußhandlung an. Gerade als der alte Geldbriefträger Pletterscheck (Michael Reiter), welcher auch jeden Tag vorbei kommt, im Lokal ist und Arnulf eine technische Hilfe benötigt, ergibt sich, das Arnulf die Nerven verliert und den Postler umbringt. Die darauffolgende Totalentkleidung hat weniger zum Verständnis der Handlung beigetragen. Das Publikum hätte sicher auch so verstanden daß der Beamte bei der Kurzschlußhandlung im Kühlhaus landete. Arnulf nimmt das Geld und kauft sich Dinge, auch für Hedwig, welche sonst für ihn kaum erreichbar wären. Da der Briefträger nicht mehr auftauchte wurde ein Verbrechen angenommen und die Polizei eingeschaltet. Kriminalkommissar (Karl Maria Kinsky) spielt sehr überzeugend den harmlosen Bullen. Arnulf meint schon die Täuschung sei gelungen und er beging, weil`s so lustig und leicht war, seinen zweiten Briefträgermord (junger Briefträger: Florian-Raphael Schwarz). Wieder endet die Spur des Beamten bei Arnulfs Geschäft. Jetzt faßt in der Kommissar. Das Stück spielt in einer Zeit nach dem 2. Weltkrieg, wo die meisten Schauspieler noch nicht lebten. Sie fingen jedoch mit großer Sicherheit die Handlungsweise der damaligen Gesellschaft exzellent ein. Der von allen geknechteten Arnulf in langsam steigendem Frust mit Kunden „Freundin“ und „Freunden“ sowie Umfeld dieser Zeit, konnte von Georg Kustrich so dargestellt werden, daß die darauffolgende Explosion (Mord) merklich zu spühren war. Christina Saginth schlüpfte nahtlos in die Rolle der Hedwig. Diese menschlichen Lockreize welche sie gegenüber Arnulf mit Zuckerbrot und Peitsche aussandte, waren besonders eindeutig und wirklichkeitsnah. Eine Freude beim Zusehen und Genießen. Birgitt Wolf und Leopold Selinger als Frau Dalma und Heinz konnten die Greißlermentalität so glaubhaft auferstehen lassen, daß auch die Generation welche die kleinen Greißler- und Fleischhauergeschäfte nicht mehr selbst erlebten, sich eine ausreichende Vorstellung machen können. Der anhaltende Applaus für das beherzt gespielte Stück entlohnten alle Mitwirkenden.

Regie, Bühnenbild, Kostüme, Musik, Maske, Choreografie, -Peter M. Preissler, Marcus Ganser u. Bruno Max, Alexandra Fitzinger, Fritz Rainer, Gerda Fischer u Monika Krestan,Andreas Pamperl, Zeynep Buyrac konnten ein überzeugendes Stück mit tiefersitzenden gesellschaftlichem Hintergrund kreieren.

Rezension von:

Alfred Klein infos-news

DIE FLEISCHBANK Scala Wien

September 15th, 2017

ANKÜNDIGUNG:

30.09.2017 – 27.09.2017

Jeweils Mittwoch – Samstag

Beginn: 19,45 Uhr

Leopold Selinger, Georg Kusztrich, Christina Saginth

1050 Wien

Wiedner Hauptstraße 108

Kartenreservierungen:

(01) 544 20 70

Lara Buchsteiner

Die Seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann -im- Bunker

Juli 14th, 2017

Nacht Stücke: Die Seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann

Premiere: 13. August 2017

Weitere Termine: 17.8. – 3.9. jeweils Do-Sa
Gestaffelte Beginnzeiten: ab 18:30 – 21:00 Uhr

Kartenvorverkauf: Beginn 2. Mai 2017

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es 2017 eine Wiederaufnahme von:

Nacht.Stücke.
Die Seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann.

https://www.theaterzumfuerchten.at/TheaterImBunker/wp-content/uploads/2017/02/TheaterImBunker-Sommer-2017.jpg

Ein extravagantes Stationentheater, basierend auf den phantastischen Welten und dem verstörenden Leben des E.T.A. Hoffmanns, dem mit dem Schablonen-Titel „schwarzer Romantiker“ in keiner Weise Gerechtigkeit widerfährt. Das labyrinthische Stollensystem des ehemaligen Mödlinger Luftschutzbunker wird umgestaltet zu einem Kosmos aus Träumen, Ängsten, Exzentrik. Das Publikum durchwandert im

Bildergebnis für Presse Foto frenzel nachtstücke

wahrsten Sinne des Wortes in kleinen Gruppen die skurrilen Bilder, die von mehr als fünfzig Darstellern zum Leben erweckt werden. Zitat:
Nur wer wagt durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
E.T.A. Hoffmann

Konzept und Inszenierung: Bruno Max
Bühne: Marcus Ganser
Kostüm: Alexandra Fitzinger
Musik: Fritz Rainer

Theater im Bunker
Luftschutzstollen Brühlerstrasse 48, 2340 Mödling

Karten & Preise

Theater im Bunker > Karten & Preise

KARTENBESTELLUNG

Kartenvorverkauf: Beginn 2. Mai 2017 02236/ 42 999  oder 01/ 544 20 70

Wien:

Mo – Fr: 9:00 – 15:00 Uhr
Juli: Mo-Do 9.30-15:00 Uhr
Wiedner Haupstraße 106, 1050 Wien

Stadttheater Mödling:

An Spieltagen bei den Abendkassa:
Di, Do, Fr, Samstags: 18:15 – 19:45
Sonntags: 15:45 – 16:15

ab 18.Juli bis 13. August 2017
Di, 13-18 Uhr, Mi u. Fr 10-15 Uhr
13.August  bis 3.September 2017
Di 13-18 Uhr
Babenbergergasse 5, 2340 Mödling

Kartenpreise:
Vorverkauf (verpflichtend ab 3 Karten) 27 €/ ermäßigt 21 €
Abendkassa 32 € / ermäßigt 24 €
Ermäßigungen: Schüler/Student, Ö1-Club Mitgliedschaft, Zivil-/Präsenzdiener, Behindertenausweis http://www.theaterzumfuerchten.at/cms/wp-content/uploads/2017/05/etaHoffmann_bunker2016-2153.jpg

Christina Saginth, Enya Zechner

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Inge Schwab

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V.l.n.r. Irene Marie Weimann, Michela Durdik, Lotte Loebenstein

REZENSION:

Stationstheater vom FEINSTEN (kühl und hart). Schein und Wirklichkeit ergänzen manchmal oder selektieren.  Die 21 Stationsbilder im Luftschutzstollen geben dem Publikum mehrere Aufgaben. Das geistige Mitspringen vom preußischen Staatsbeamten über den Schriftsteller, Maler , Musiker und liberaler Untersuchungsrichter gegen „liberale Umtriebe“. Der Künstler in Hoffmann durchdrang immer wieder den durch Napoleon unterbrochenen Werdegang der Beamtenlaufbahn mit Künstleraktionen. Bruno Max ist mit dieser Inszenierung wieder ein glänzender Wurf in die Geisterwelt und deren exzellenter Bewegung gelungen. Mit eigenem Konzept, Buch und sowie Inszenierung eigenem Einsatz als Coppelius, konnte Max mit der gelungenen Raumgestaltung (Markus Ganser)fantastische Bilder in Köpfen des Publikums kreieren. Christian Kainradl , Christina Saginth und Bernie Feit unterstützten die fortlaufende Handlung in wunderbarer Weise. Auch den 60 anderen Darstellern gebührt für ihre glaubwürdigen Leistungen höchste Anerkennung. Ein Stück welches Sie sehen sollten.

Alfred Klein für   infos-news.eu

Schloß Sitzenberg OLYMPIA ab 3.6.2017

Juni 5th, 2017

Sommerspiele Schloss Sitzenberg

Schlossbergstrasse 4 3454 Sitzenberg-Reidling

OLYMPIA

Komödie von Franz Molnar 3. – 25. Juni 2017 Intendanz: Martin Gesslbauer

Die Sommerspiele Schloss Sitzenberg im Tullnerfeld tischen 2017 ein spritziges Arrangement aus Eifersucht, Intrige und Hochstapelei auf. Das beste Rezept für eine rasante Komödie voller Sarkasmus! Mit Franz Molnárs Olympia setzt Intendant Martin Gesslbauer auf eine gehaltvolle Komödie, die mit ihrer Situationskomik, ihrem Temporeichtum und ihrem Wortwitz viel „Übung für die Lachmuskeln“ verspricht. Das hochkarätige Ensemble der Sommerspiele im eindrucksvollen Arkadenhof von Schloss Sitzenberg wird 2017 von den Publikumslieblingen Edith Leyrer, Susanna Hirschler und Gerhard Dorfer angeführt.

Die S Olympia entstand 1927 und wurde 1930 in der Wiener Josefstadt erstaufgeführt. Nach Liliom (1909), Der Schwan (1920) oder Spiel im Schloss (1926) gelang Franz Molnár mit Olympia ein weiterer Geniestreich, der sich durch seinen gewagten Tonfall und seine scharfe und gleichsam geistreiche Spöttelei gegen die höfische Aristokratie zur Zeit von Kaiser Franz Joseph auszeichnet. Zielscheibe der Kritik ist der österreichische Hochadel, den er als hochgradig trottelig, borniert, blasiert, intrigant und berechnend darstellt.

ZUM INHALT: In der Zeit kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs gewährt Franz Molnár einen humorvollen Blick hinter die Fassade der Aristokratie. Schauplatz ist ein österreichischer Kurort: Fürstin Eugenie und ihre verwitwete Tochter Olympia sind fasziniert von dem gut aussehenden ungarischen Husarenrittmeister Barna. Gräfin Lina bemerkt sogleich, dass Barna Olympia den Hof macht und diese offensichtlich verliebt ist. Doch um diese nicht standesgemäße Affäre zu beenden, soll Olympia Barna ‚tödlich kränken‘, um ihn schnell wieder los zu werden. Sie überwindet sich, gehorcht und nennt Barna einen Bauern, worauf dieser sie zutiefst beleidigt verlässt. Völlig überraschend tritt Gendarmerie-Oberst Krehl mit der Meldung auf den Plan, Barna sei in Wahrheit der international gesuchte Hochstapler Meyrowski! Das Entsetzen ist groß. Barna leugnet nicht und droht mit einem Skandal. Um den Preis einer Liebesstunde mit Olympia ist er allerdings bereit, die Stadt skandalfrei zu verlassen. Ein unmoralisches Angebot? Innenhof von Schloss Sitzenberg, Foto: Reinhard Steiner Regie: Martin Gesslbauer

-Spieltermine: So. 4.6.17 | Mo. 5.6.17 | Fr. 9.6.17 | Sa. 10.6.17 | So. 11.6.17 | Fr. 16.6.17 | Sa. 17.6.17 | So. 18.6.17 | Do. 22.6.17 | Fr. 23.6.17 | Sa. 24.6.17 | So. 25.6.17 Beginn: Do. – Sa. 19:30 Uhr, So & Feiertag 17:30 Uhr Kartenpreise: Kategorie 1: € 39,- | Kategorie 2: € 35,- |Kategorie 3: €29,-

Sonderkonditionen für Gruppen ab 20 Personen! Schlechtwetter: Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im Pfarrstadel statt!

INTENDANT MARTIN GESSLBAUER

Martin Gesslbauer ist Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner („DIE BUEHNENWERKSTATT“) und zeichnet seit 2016 für die Gesamtleitung der Sommerspiele Schloss Sitzenberg verantwortlich. Als Künstlerischer Leiter war er 2012 für das Operetten-Fest-Schloss-Hof tätig. Er hat in unzähligen Inszenierungen im Sprech- und Musiktheater ein besonderes Gespür für das Publikum entwickelt. In Sitzenberg ist Martin Gesslbauer bestens bekannt und beliebt, stand er doch vor seiner Tätigkeit als Intendant bereits als Max in „Anatols Hochzeitsmorgen“ und als Dr. Jura in „Das Konzert“ auf der Bühne.

FRANZ MOLNAR

Der Schriftsteller und Journalist Franz Molnár wurde 1878 in Budapest geboren und starb 1952 in New York. Als einer der bedeutendsten ungarischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts wurzelte sein Erfolg nicht zuletzt in seinem tiefen Gespür für effektvolles Theater sowie seinen vor Geist und Witz nur so sprühenden Dialogen. In drei Jahrzehnten schrieb er neben zahlreichen Romanen und Erzählungen an die dreißig Bühnenstücke.

Rezension:

Olympia Sommerspiele Schloß Sitzenberg

03.06.2017

In der Ruhe eines österreichischen Sommerfrischenortes vor dem 1. Weltkrieg. Plötzliche kleine Bewegungen. Albert (Gerhard Dorfer) spielt mit besonders trockenem Humor als Gegengewicht zu Lina (Susanna Hirschler) welche die Eifersucht und Intrige ihrer Rolle hervorragend herausfordernd einbringt. Die Standesdünkel welche in manchen Kreisen das Alltagsleben bestimmten wurden zum gelungenen Gefecht zwischen Mann und Frau, wie einerseits dem Husarenrittmeister Barna (Boris Popovic) und andererseits Olympia (Tina Nitsche), bzw. der Mutter von Olympia, der Fürstin Eugenie (Edith Leyrer). Als nun der im Hotel eingetroffene Gendarmerie-Oberstleutnant Krehl (Michael Schefts) in Barna den angeblich gesuchten Hochstapler Meyrowsky vermutete, war „Feuer am Dach“. Adel und gemeines Volk sollten sich untereinander nicht mischen. Der Rittmeister geriet in schlechten Ruf und versuchte den Adel damit zu kompromittieren. Da stand sogar ein Schäferstündchen zwischen Adel und gemeinem Volk sofort im Raum. Erst General, Fürst Plata-Ettin (Stephan Paryla-Raky) konnte als Mann von Fürstin Eugenie und Vater von Olympia, den Husarenrittmeister Barna vom Hochstapler-Ruf befreien. In der übergeordneten Rolle des Fürsten konnte Paryla-Raky in besonders glaubwürdiger Form die Wogen der Gesellschaft glätten. So geleitete Franz Molnar die Gesellschaft zum lehrenden lustigen Beispiel. Matin Gesslbauer erfüllt das Bühnenbild mit so rasch wechselndem Leben, daß sich der Blick laufend auf andere Szenen konzentrieren muß. Seitenhiebe auf „St. Pölten“ inbegriffen. Ein leicht lockeres Stück mit tiefem gesellschaftlichem Hintergrund kam beim Prämierepublikum hervorragend an. Langer starker Schlußapplaus spiegelte dies wieder.

Rez. von Alfred Klein -> infos-news.eu

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Sommerspiele Sitzenberg 2017_Intendant Gesslbauer (vorne) mit Edith Leyrer, Gerhard Dorfer u. Susanna Hirschler Foto c Rolf Bock

Bild könnte enthalten: 1 Person, Nahaufnahme Edith Leyrer

Kartenverkauf

FRÜHBUCHERERMÄSSIGUNG €2,- por Karte bis 31.1.2017 nur in unserem Ticketshop.
Wir haben ein Service für Sie eingerichtet, bei dem Sie Ihre Sitzplätze auswählen, direkt bezahlen und Ihre Eintrittskarten sofort ausdrucken können. TICKET-SHOP
Telefonischer Kartenverkauf & Rollstuhlplätze Tel.: 0664 94 90 803 oder karten@schloss-sitzenberg.at

Kombiticket Wachaufestspiele
Bei Vorlage einer Eintrittskarte oder Reservierungsbestätigung für die Sommerspiele Sitzenberg, erhalten Besucher der Wachaufestspiele 15% Ermäßigung. Und umgekehrt. www.wachaufestspiele.com und Ö-Ticket. Tel. 02715/2268 (ab April)

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  • Tina Nitsche, Edith Leyrer, Stephan Paryla
    Foto: Rolf Bock

Susanna Hirschler, Michael Schefts
Foto: Rolf Bock
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Jacobowsky und der Oberst Scala ab 27.05.2017

Mai 28th, 2017

REZENSION

„JACOBOWSKY UND DER OBERST“


Die Komödie einer Tragödie
von Franz Werfel

v.l.n.r. Robert Stuc, Christina Saginth, Alexander Rossi, RRemi Brandner, Lotte Loebenstein, Alina Ilhan, Andrej Indries, Gabriel Galea, Hermann J. Kogler, Teresa Renner

Vom INHALT

Juni  1940:  Der Blitzkrieg erwischt Frankreich eindeutig auf dem falschen Fuß. Paris macht während der Bombenangriffe bereits auf eine deutsche  Besatzung gefasst.  Der Oberst Stjerbinsky, dessen polnisches Exilregiment bereits an der Westfront aufgerieben wurde, hat allerdings ganz andere Pläne: Er will seine französischen Geliebte Marianne dem herannahenden Feind entreißen und sich mit ihr heroisch bis zu den Alliierten durchschlagen. Das einzige Problem: Es gibt nur ein mögliches Fluchtfahrzeug, und das hat bereits jemand anderer „requiriert“.

Alexander Rossi, Hermann J. Kogler

Also muss der Oberst – durch und durch Soldat, Aristokrat, und Antisemit – ein Zweckbündnis mit einem anderen Flüchtling eingehen: Mit Herrn Jacobowsky, einer unheroischen und archetypisch „jüdischen“ Erscheinung, der aber mit Verstand, Witz und ausgiebiger leidvoller Fluchterfahrung alle Hindernisse elegant aus dem Weg räumt, gegen die der Oberst sonst vergeblich anrennen würde. Denn für ihn, im Gegensatz zum Oberst,  „gibt es immer zwei Möglichkeiten“.