27.04.2016 Scala -CENA- CLAUDIANA

270416 CENA CLAUDIANA Scala

TiberiusClaudius Ceasar Augustus Germanicus, gespielt von Reinhold Kammerer, erzählte in der damaligen Gegenwart als tragisch komische Figur aus seiner Vergangenheit. Seine körperlichen Behinderungen -ein hinkender leicht nervöser stotternder und zuckender Mensch- wirkten in den politischen Machtstrukturen Roms wie ein Blatt im Sturm, gezeichnet von Intrigen Sex und Mord. Der Zuschauerraum war Bühne und Speisesaal wo ein besonders engagiertes Ensemble dem Publikum einerseits ein herrliches Spiel und gleichzeitig exquisites römisches Mahl bot. Während sich die gesamte „schreckliche Familie“ und ihre Helfer gegenseitig entmachteten oder vergifteten, zeigte sich ganz fein im Hintergrund eine Parallele zu den heute lebenden Mächtigen

. Herodes Agrippa vermied es mit großem Geschick, sich von den Mühlsteinen der entfesselten Macht zermalmen zu lassen. Ob bedeutende oder kleinere Rollen, sie wurden ausgereizt und sehr glaubwürdig dargestellt. Licht und Kostüme rundeten das Geschehen. Der Sklave Praxis überlebte all diese gefährlichen Situationen trotz seiner Tätigkeit als Vorkoster und sprach über den Übriggebliebenen als: „..Claudius, Kaiser und Gott!“ Bruno Max konnte mit dieser Inszenierung wie so oft das Publikum wirklich überzeugen und in die damalige Zeit versetzen. Marcus Ganser schuf bei den Zusehern das Gefühl mitzuspielen.

Alfred Klein infos-news

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