Archive for the ‘Text- und Bildbeiträge’ Category

DER PREISPOKAL

Dienstag, Mai 29th, 2018

 

 

 

 

 

 

          

 

ANKÜNDIGUNG:

DER PREISPOKAL

TRAGIKOMÖDIE VON SEAN O´CASEY

gespielt jeweils Di. bis Sa. Beginn 19,45 Uhr

02. bis 23.06. 2018

Kartenreservierungen: 

(01) 544 20 70

Inszenierung: Bruno Max

Bühne: Sam Madwar

Kostüm: Alexandra Fitzinger

Musik: Fritz Rainer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irland im ersten Weltkrieg: Fronturlauber Harry Heegan

schießt das Meisterschaftstor für seinen Fußballclub und

wird dementsprechend von seinen Kumpeln, Familie,

Nachbarn und natürlich seiner  Freundin Jessie gefeiert.

Es wird gesungen, gesoffen und schwadroniert, das ganze

Arbeiterviertel steht Kopf – bis Harry mit seinen Jungs

wieder  fröhlich zurück in die Schützengräben nach

Frankreich zieht. Ein paar  Monate später sind sie wieder

zurück- aber alles ist anders. Keiner von ihnen ist heil

geblieben – körperlich oder  seelisch. Aber das Leben

geht für die Daheimgebliebenen weiter – es gibt neue

Helden, neue Lieben, neue Aufgaben. Gibt es noch

einen Platz für die Wiedergekehrten?

 

 

V.l.n.r. Carina Thesak,

Philipp Schmidsberger,

Bernie Feit, Jasmin Reif,

Ivana Stojkovic,

Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits

O´Caseys pazifistisches Stück löste in den 20er und

30er Jahren Kontroversen aus – die klassischen Elemente

des Volksstücks vermischte er mit expressionistischen

Stilmitteln zu einem teils humorvollen, teils verstörenden,

immer zutiefst menschlichen  Drama.

 

Teresa Renner, Bernie Feit

 

Bernie Feit, Carina Thesak, Hermann J. Kogle

 

 

 

 

 

Jakob Oberschlick, Régis Mainka

 

 

 

                                       Jakob Oberschlick, Valentin Frantsits, Ivana Stojkovic

 

 

Es spielen: Angelika Auer, Jasmin Reif, Teresa Renner,  Ivana Stojkovic,

Carina Thesak, Bernie Feit, Valentin  Frantsits, Rüdiger Hentzschel,

Regis Mainka, Jakob Oberschlick, Leopold Selinger

 

 

 

V.l.n.r. Hermann J. Kogler, Régis Mainka, Bernie Feit,  Teresa Renner, Emre Dogan,

Ivana Stojkovic, Jasmin Reif, Angelika Auer, Jakob Oberschlick,

Carina Thesak, Leopold Selinger

 

 

ALLE FOTOS BETTINA FRENZEL

Hier erscheint nach der Premiere die Rezension von

infos-news.eu

 

 

DONADIEU Scala

Donnerstag, Mai 3rd, 2018

 

Kari-Rakkola-Bernie-Feit

INHALT:

Ende des französischen Bürgerkrieges -Katholiken gegen Hugenotten- Waffenstillstand. Terror und Elend haben beide Seiten müde gemacht. Donadieu, ein hugenottischer Adeliger hat sich resignierend mit Tochter und Glaubensbrüdern auf sein befestigtes Schloß zurückgezogen. Der Mörder seiner Frau kommt zufällig unter seinen Machtbereich und er muß sich nun für Gerechtigkeit oder Frieden entscheiden.

Eine fast ausweglose Situation!

 

Dirk Warme, Wolfgang Lesky

SPIELZEITEN:

05. bis 26.05 2018 jeweils Di bis Sa in der Scala Wien.

Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

Alle Fotos von Bettina Frenzel

 

DONADIEU

Schauspiel von Fritz Hochwälder

Scala Mai 2018

REZENSION:

 

                         Clemens Aap Lindenberg, Wolfgang Lesky

Donadieu (Clemens Aap Lindenberg), beginnt mit einer sehr ruhiggehaltenen Rolle des vom Bürgerkrieg müde gewordenen Hugenotten-Landedelmannes welcher seine Untertanen durch eine wehrhafte Burg beschützt. Er versucht durch Disziplin den Alltag zu prägen. Glaubhaft entnimmt man seinem Gesichtsausdruck daß die Nachricht vom Ende des Glaubenskrieges ihn aus seiner Lethargie reißt, als Du Bosc (Dirk Warme) ein verletzter Bote des Königs mit seinem Begleiter Lavalette (Wolfgang Lesky) Einlaß und Unterkunft begehren. Essen und Unterkunft werden organisiert.

 

 

V.l.n.r. Roger Murbach, Alina Bachmayr-Heyda, WolfgangLesky,  Clemens Aap Lindenberg

Während dieser Tätigkeiten erkennen Judith (Alina-Bachmeyr-Heyda) die Tochter von Donadieu und Barbe (Margot Ganser-Skofic) im verletzten Du Bosc den Mörder von Donadieu´s Frau und Mutter von Judith. Zitternd und bleich mit schreckverzerrtem Gesicht setzen beide Donadieu darüber in Kenntnis. Donadieu schwankt zwischen Gerechtigkeit und Frieden nach so lang vorangegangenen Kämpfen. Clemens Aap Lindenberg wächst aus seiner anfänglichen „Verwaltungsrolle“ der Burg und seiner Bewohner glaubhaft in die Richterfigur welche zwischen der Ahndung des schrecklichen Verbrechens an seiner Frau und andererseits dem Frieden für seine Untertanen  und dem König  wählen muß. Ein fast unmögliches Unterfangen.

 

Roger Murbach, Clemens Aap Lindenberg

Mit schmerzverzerrtem Antlitz zeigt sich Donadieu (Lindenberg), schon für die Rache entschieden, zugunsten des Friedens mit dem König und auf Gnade hoffend zurück. Lindenberg spielt die auf Gnade hoffende Hugenottengemeinde so echt, daß ein Beobachter glauben könnte, der Stiefel des königlichen Heeres stünde Donadieu (Lindenberg) bereits im Nacken. Dirk Warme als königlicher Bote  Du Bosc  spielt vorerst seine Untaten herunter und versucht Donadieu zur emotionalen Gegenwehr zu verleiten. Die menschliche Falschheit steht dabei Du Bosc ins Gesicht geschrieben. Lavalette sieht sich die herausfordernden Handlungen seines Gefährten lange an bis in ihm die Gerechtigkeit siegt und er Du Bosc in Ermangelung anderer Möglichkeiten ausschaltete. Wolfgang Lesky  kann dabei als Lavalette den langsam steigenden Zorn über die Ungerechtigkeit  des Teufels Du Bosc , Dirk Warme, erstklassig hochspielen. Warme stand  dabei Lesky  im ausdrucksvollen Spiel in keiner Weise nach. Auf Seite von Donadieu bewegt sich auch der Hauptmann (Kari Rakkola), welcher um die Sicherheit der Burg besorgt ist. Rakkola spielt dabei nach Landknechtsart die vordergründige Sicherheit heraus ohne die Auswirkungen in der Zukunft zu berücksichtigen. Seine lauten stoßartigen Worte können  dabei eine starke Soldatennähe in allen Lebenslagen nicht verbergen. Bernie Feit als Escambarlat -Dichter der Zeit- versucht auf der Hugenottenburg seine geistigen Ergüsse bei allen möglichen und unmöglichen Anlässen zum Besten zu geben. Etwas lebensfremd an alles Gute glaubend, steigert  sich Feit von der Rolle des harmlosen Mitläufers, über den erpreßbaren Schwächling bis zum zornigen, seine Sicherheit außer achtlassenden, Gegner von Ungerechtigkeit und Niedertracht. Ein wahres Stakkato der Gefühle. Roger Murbach als Pfarrer Berthelien kann dem Publikum die vordergründige Ruhe und Stabilität der Religion auf der Burg näherbringen. Robert Elsinger als Nicolas  verkörpert  die, in der Gesellschaft immer vorhandenen, unterwürfigen oder stummen Diener. Es gelingt Elsinger diese Menschen  eindrucksvoll darzustellen.

„Donadieu“ zeigt uns wie schon oft auch andere Bühnenstücke, wie stark durchaus menschliche Eigenschaften oder Reaktionen raum- und zeitübergreifend Wiederholungscharakter haben können.

Die Inszenierung von Bruno Max hält das Stück bei stetiger Steigerung mit brillantem Ablauf. Beim Bühnenraum, Marcus Ganser und Bruno Max, mit seinen zwei Blickwinkeln sind auch ehrgeizige Diskusionen über die verschiedenen Ansichten möglich.

Anhaltender Applaus mit drei Vorhängen belohnten das äußerst engagierte Ensemble.

Rezension: infos-news Alfred Klein

 

Johann von Theo Lingen Stadttheater Grein

Donnerstag, April 26th, 2018

 

Kontakt:

Sommerspiele Grein
Stadtplatz 7
4360 Grein/Donau

» KARTEN

» ANREISE

Nützliche Links:

» Stadttheater Grein

» Stadtgemeinde Grein

» Grein – Tourismusinfo

» Donauradweg

55. Saison der Sommerspiele Grein 2018

Intendanz Michael Gert

Besuchen Sie den Geheimtipp aller Theaterliebhaber – das älteste bürgerliche Theater Österreichs! 

 

Im Sommer 2018 sehen Sie:

 

JOHANN von Theo Lingen

Premiere: Samstag 07.07.2018 – 19:00

gespielt wird von 08.07.2017 – 02.09.2018

Freitag und Samstag 19:00 Uhr/ Sonntag 17:00 Uhr

 

JOHANN

 

Lustspiel in 3 Akten von Theo Lingen

 

Wie verhält sich der perfekte Kammerdiener (Johann), wenn sein betagter, im Minnedienst ergrauter Graf eine wesentlich jüngere, verwitwete Baronin ehelicht, die sich nicht nur als ehemaliges Stubenmädchen, sondern auch als Johanns Verflossene entpuppt?

Aristokratisch nobel!

25 Jahre später wird sein ihm wie aus dem Gesicht geschnittener Sohn auf das Anwesen Schloss Zierndorf eingeladen, um dem jungen Grafen aus finanziellen Nöten zu helfen und setzt die Tradition fort. Dass er dabei auf seine leibliche Mutter trifft, ahnt Sohn Michael allerdings noch nicht.

Zum Autor

Theo Lingen, mit bürgerlichem Namen Theo Schmitz, 1903 als Anwaltssohn in Hannover geboren, gestorben 1978, begann seine Schauspielerlaufbahn während der Inflation nach dem 1. Weltkrieg. Nach Provinzengagements kam er nach Frankfurt, das als Sprungbrett für Berlin galt, und ging anschließend tatsächlich in die Hauptstadt, wo er mit den prominentesten Theaterleuten arbeiten konnte. Mit Beginn des Tonfilms um 1930 arbeitete er mehr und mehr beim Film, was ihm seine ungeheure Popularität einbrachte. Typisiert, wie das beim Film üblich war (wie auch bei Hans Moser, Grethe Weiser uva.) war er ein ganz hervorragender Charakterspieler am Theater, wie z.B. als Oberlehrer Krull in Sternheims „Kassette“ oder Albert Einstein an Dürrenmatts „Physiker“. Ab 1933 gab es in der NS-Zeit Schwierigkeiten, geeignete Komödien zu finden, da ein Großteil entweder unerwünscht oder vom Regime verboten waren. Damals versuchte er sich als Bühnenautor mit großem Erfolg. Seine Komödie „JOHANN“ bearbeitete er mit seinem engen Mitarbeiter Franz Gribitz zu einem Drehbuch. Allerdings wurde der Film von der NS-Zensur um wesentliche Teile gekürzt und beschnitten, was den Erfolg erheblich schmälerte.

Die Sommerspiele Grein zeigten bereits 1995 mit großem Erfolg Theo Lingens Komödie „Theophanes“, die er ebenfalls mit Franz Gribitz schrieb.

In der diesjährigen Saison freut es uns daher besonders, dass wir Ihnen zu unserem 55. Jubiläum wieder einen kaum bekannten Komödien-Schatz von Theo Lingen zeigen dürfen.

 

Die Sommerspiele Grein, unter der Leitung von Michael Gert, bespielen seit 1964 jährlich, im Juli und August, das historische Stadttheater in Grein.

Alles begann am 13. Jänner 1964, als Hilde Günther und Michael Gert zum ersten Mal das historische Stadttheater in Grein besuchten. Schnell war klar, dass dieses Theater aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und bespielt werden muss. Die Geburtsstunde der Sommerspiele Grein.

Nach mühsamer Finanzierungsarbeit feierten die Sommerspiele Grein im Sommer 1964 ihr Debüt mit der Käutner-Fassung von „Das Glas Wasser“ von Eugène Scribe.

Seither erfreuen sich die Sommerspiele Grein großer Beliebtheit und bezaubern ihre Gäste aus dem In- und Ausland mit einer abwechslungsreichen Stückauswahl nationaler und internationaler Komödien.

Prinzipal Michael Gert wurde 2013, anlässlich der 50. Saison der Sommerspiele Grein, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen.

Das historische Stadttheater in Grein 

steht mit Recht unter Denkmalschutz. Es ist das älteste, in seinem Originalzustand weitestgehend erhaltene bürgerliche Theater unseres Landes, wahrscheinlich des gesamten deutschen Sprachraumes. Die Innenausstattung mit ihren Holzdekorationen ist keinem Stil exakt zuzuordnen, sie enthält vielerlei Elemente, die sich zu einem harmonischen Ganzen fügen und die einzigartige bezaubernde Atmosphäre des Theaters schaffen. Grein nimmt für sich in Anspruch, den Begriff „Sperrsitz“ geprägt zu haben. Es gibt heute noch drei Reihen Sperrsitze, die einzeln mit Schlüsselchen abzusperren sind. Die Besucher konnten damals einen Sitz mieten und diesen versperren, also eine Frühform des heutigen Theaterabonnements. Als weiteres Kuriosum gilt der an den Zuschauerraum angrenzende Gemeindekotter, der seinerzeit ein Fensterchen in den Zuschauerraum hatte, sodass die Häftlinge der Vorstellung beiwohnen konnten. Das Theater wird heutzutage als Museum geführt, wird aber dann und wann und besonders in der Zeit von Juli bis August wieder bespielt.

 

 

Figaro läßt sich scheiden Schloß Sitzenberg

Dienstag, April 24th, 2018

 

 

 

Ankündigung:

SOMMERSPIELE 2018

AUF SCHLOSS SITZENBERG

Figaro läßt sich scheiden

1. Juni 2018 Premiere

Am 1. Juni 2018, dem 80. Todestag von Ödön von Horváth hat die Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ Premiere. 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg stehen Flucht, das damit verbundene Schicksal des Einzelmenschen und seine Anpassung an die Gesellschaft und das Aufgeben menschlicher Werte im Mittelpunkt. Horvath ist es gelungen alle diese Themen in eine geistreiche Komödie zu verpacken.

Durch die Revolution ihrer Heimat beraubt, fliehen Graf und Gräfin Almaviva ins Exil. Ihre Bediensteten, das Ehepaar Figaro und Susanne, gehen aus Loyalität mit ihnen.

Sie werden zu Emigranten wie Horváth selbst, der 1938 von Österreich nach Frankreich emigrierte. Während Figaro sich mit der neuen Situation arrangiert, zu Susannes Kummer aber zum Spießer wird, verschließen Graf und Gräfin sich der Realität des Exils und verarmen.

Die vier unterschiedlichen Figuren sehen sich mit Existenzängsten, Fremdenfeindlichkeit, aber auch Liebe und Freundlichkeit konfrontiert. Ihr Weg führt in unterschiedliche Richtungen, hat aber dasselbe Ziel, das zumindest in Horváths Komödie erreicht wird: die Heimat. Dabei wird deutlich, daß Heimat nicht immer ein Ort sein muß.

 

 

Liebe, Eifersucht & ein Seitensprung

Eine zynische Komödie!

1. – 24. Juni 2018

 

Regie: Martin Gesslbauer

Ensemble:

Adriana Zartl, Anke Zisak, Michael Duregger, Felix Kurmayer, Stefan Rager, Michael Schefts, Johannes Terne, Toni Öllerer

Premiere:    Fr. 1.6.2018  19:00 Uhr

Spieltermine:

Sa. 2.6.18 | So. 3.6.18
Fr. 8.6.18 | Sa. 9.6.18 | So. 10.6.18
Fr. 15.6.18 | Sa. 16.6.18 | So. 17.6.18
Fr. 22.6.18 | Sa. 23.6.18 | So. 24.6.18

Beginnzeiten: Fr. – Sa. 19:30 Uhr, So 17:30 Uhr

Schlechtwetter: Bei Schlechtwetter finden die Vorstellungen im Pfarrstadel statt!

Intendanz: Martin Gesslbauer

 

An dieser Stelle erscheint nach der Premiere die Rezension von infos-news.at

 

 

TARTUFFE Komödie von Moliere Scala

Montag, April 9th, 2018

                                     Glenna Weber, Georg Kusztrich

 

TARTUFFE

KOMÖDIE VON MOLIÉRE

 

ALLE FOTOS VON BETTINA FRENZEL

 

 

 

Georg Kusztrich, Alexander Rossi

 

Christina Saginth, Georg Kusztrich

 

 

Inhalt:

Was ist er den jetzt, dieser Tartuffe? Ein frommer, charismatischer Führer oder bloß ein schamloser, scheinheiliger Heuchler? Die Meinungen in der reichen Familie Orgon, bei der er Aufnahme gefunden hat, gehen da ziemlich auseinander: Monsieur Orgon und seine Mutter verfallen Tartuffes Charme und seiner spirituellen Anleitung, der Rest der selbst nicht gerade uneigennützigen Familie kämpft vergeblich dagegen an, daß der Eindringling langsam all das bekommt, was er begehrt: Geld und Haus, Tochter und Ehefrau des Gastgebers.

Monsieur Molière zeigt das Böse aber nicht in perfekter Tarnung, sein Tartuffe bezieht seine Macht aus der unverschämten Offensichtlichkeit seiner miesen Absichten. Und was passiert, wenn jeder einfach das zur Wahrheit erklärt, was er hören will? Molière schrieb sein Stück 1664 als offenen Angriff auf den heuchlerischen Klerus. Heute liest sich Tartuffe wie ein moderner Kommentar auf die Richtungslosigkeit und Überforderung des modernen Menschen und seine Bereitschaft, vermeintliche Leerstellen mit dem Glauben an einfache Wahrheiten und neue Autoritäten zu füllen.

 

Glenna Weber, Georg Kusztrich

 

Rezension: infos-news  Alfred Klein

Geschickt stellt sich Tartuffe (Alexander Rossi) der Familie Orgon als frommer charismatischer Führer, welcher er jedoch nicht war, dar. Rossi zeigte vollendet einem Teil der Familie – dem Familienoberhaupt Orgon (glaubwürdig gespielt von Georg Kusztrich) und dessen Mutter (Margot Ganser-Skofic) – seine Kompetenz als beratender Helfer der Familie.

Die Hausangestellte Dorine (Christina Saginth) und Orgons Frau Elmire (Ester Hollosi) sowie Orgons Tochter Marianne (Glenna Weber) bilden die Speerspitze der Gegner von Tartuffe. Sie wollen Tartuffe in seiner Hinterhältigkeit auffliegen lassen. Im Schlepptau der drei befinden sich Elmires Bruder (Anselm Lipgens), Orgons Sohn Damis (Sebastian von Malfer),  Mariannes Verlobter Valere (Thomas Marchart) welche gemeinsam gegen Tartuffe aus teilweisem Eigennutz auftreten. Tartuffe wird als hinterhältiger Eindringling enttarnt und versucht sich durch Erpressung Orgons doch noch dessen Hab und Gut sowie Frau und Tochter anzueignen bzw. gefügig zu machen. Moliére gelingt schon 1664 ein Angriff auf die damals wie heute heuchlerische religiöse Gesellschaft. Gegenwärtig aber auch auf die Politik. Die ausgefeilte Darstellung durch Georg Kusztrich, Christina Saginth,  Margot Ganser-Skofic und Glenna Weber läßt den Zuseher das Spannungsfeld des Geschehens gepaart mit dem übersichtlichen Bühnenbild und der Regie von Marcus Ganser  eindrucksvoll fühlen. Der Applaus des Publikums welcher einiges über drei Vorhänge hinausging  konnte der Aufführung völlig gerecht werden. Ein äußerst gelungener Abend.

 

 

V.l.n.r. Eszter Hollósi, Margot Ganser-Skofic, Christina Saginth, Glenna Weber

 

 

 

 

DIE REICHSBÜRGER ODER DAS SCHMÜRZ

Donnerstag, März 15th, 2018

SCALA Theater zum Fürchten Ankündigung:

 

 

 

 

SPIELZEIT: 15.-29.03.2018 jeweils Di.-Sa.

Beginn: 19,30Uhr                   Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

 

 

 

Florian Lebek, Lisa Wentz, Monica A. Cammerlander, Rüdiger Hentzschel

 

 

 

V.l.n.r. Lisa Wentz, Kari Rakkola, Monica A. Cammerlander, Rüdiger Hentzschel

 

 

HIER WIRD NACH DER PRÄMIERE EINE REZENSION von  infos-news v. Alfred Klein eingefügt

 

 

Florian Lebek, Rüdiger Hentzschel

 

Rüdiger Hentzschel, Kari Rakkola

 

 

 

DIE REZENSION VON infos-news Alfred Klein

Ein Gesellschaftsbild nicht nur aber doch auch der heutigen Zeit des Verschweigen, Vergessen sowie des Wegsehen, zieht sich besonders deutlich durch die Handlung „AUF DER FLUCHT“. Ein Gesellschaftsspiel welches mit seiner Handlung und seinen Regeln allzuoft die Wirklichkeit wiederspiegelt. Ausdrucksvolle schnell wechselnde Bühnenbilder, von Martin Gesslbauer und Marcus Ganser, lassen dem Publikum den langsamen Zerfall einer Familie gut nachvollziehbar miterleben. Die im Text gemachten analytischen, sehr treffenden Aussagen, kommen etwas schnell über die Lippen der Darsteller sodaß der tiefere und wichtige Inhalt nicht immer leicht zu erfassen ist. Das Schmürz  (Kari Rakkola) konnte eindrucksvoll seine untertänige Haltung zur Schau stellen. Auch der Nachbar (Florian Lebek) schloß sich im Stück der respektlosen Haltung der Familie nahtlos an. Rüdiger  Hentzschel und Monica Anna Cammerlander als  „der Vater Leon Dupont“ und „die Mutter Anna Dupont“ zeigten sehr gut die auffallende Oberflächlichkeit ihrer Rollen. Zenobie Dupont (Lisa Wentz) deren Tochter konnte mit einigen kritischen Fragen zur rechten Zeit den aufzeigenden Charakter des Stückes brillant in Erinnerung rufen. Lana Fracis als „Cruche das Dienstmädchen“ zeigte äußerst deutlich, wie sich eine Person unterhalb des Ranges der Familienmitglieder in stressigen Situationen dem respektlosen Verhalten ihrer Dienstgeber anschloß. Als am Ende nur der Vater und das Schmürz in der Dachwohnung übrigbleiben, steht fest:

Das Schmürz und der Vater bleiben in ihren Handlungen immer vereint.

Ein Stück excellent aus dem Leben gegriffen!

 

 

DER JÜNGSTE TAG Scala

Montag, Februar 5th, 2018

 

Susanne Preissl, Christian Kainradl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fahrdienstleiter Hudetz führt seit
vielen Jahren in einem kleinen Ort ein genau geregeltes,
bürgerliches Leben. Pflichtbewußt. Dienst nach Vorschrift. Abfertigen. Signalstellen. Naja, die Ehe mit seiner älteren Frau läuft mäßig. Dennoch: Alles hat irgendwie seine Ordnung. Aber eines Tages küßt ihn im Dienst die Wirtstochter Anna – und er übersieht ein Signal, es kommt zu einem Zugunglück mit 18 Toten.

Leopold Selinger,           Christian Kainradl  als Fahrdienstleiter

 

Vor Gericht beteuert Anna Hudetzs Unschuld und leistet sogar einen Meineid. Und obwohl es seine Frau, die den Kuß und seine Folgen beobachtet hat, besser weiß, kommt es zum Freispruch. Aber keiner der Beteiligten kann mit der ungesühnten Schuld so einfach zum Alltag zurückkehren, die Katastrophe zieht immer weitere Kreise, und sogar die ‚Toten melden sich zu Wort…“

Jörg Stelling,                   Christina Saginth als Fr.Hudetz

 

 PRÄMIERE: 10.02.2018

Beginn: 19,30h

Kartenreservierung Tel.: 01 544 20 70

Alle Fotos: Bettina Frenzel

Rezension: DER JÜNGSTE TAG
Ödön von Horvath
Wieder hat v. Horvath es geschafft dem Publikum seinen scharfen, klaren und jederzeit geltenden Spiegel menschlicher Verhaltensweisen vorzuhalten. Schon Mitte der Dreißiger-Jahre des 20. Jahrhunderts brachten ihn die Arbeiten zum Stück DER JÜNSTE TAG in den Focus der Nationalsozialisten. Zuerst für kurze Zeit als unpolitischer Geduldeter. Anschließend jedoch erkannte man damals seinen Hang für gesellschaftspolitische Themen und v. Horvath fiel in Ungnade. Nicht zuletzt konnte das damalige Regime es nicht verkraften, den honorigen Fahrdienstleiter Hudetz (Christian Kainradl), also einen damaligen Staatsbeamten, mit Fehlern präsentiert zu bekommen. Nach dem Motto: Staatsbeamte machen keine Fehler! Staatsbeamte schwören keinen Meineid und lassen sich auch im Dienst nicht ablenken. Noch dazu von einer, dem gemeinen Volk angehörenden Wirtstochter Anna (Susanne Preissl). Die anfänglich in jugendlicher Unsicherheit ihrer Gefühle agierende Anna hat Hudetz Unsicherheit durch das eintönige Familienleben mit seiner Frau (Christina Saginth) erkannt und für einen schnellen Kuß am Bahnsteig ausgenützt. Eine notwendige Signalstellung erfolgte zuspät und es kam zur Kollision zweier Züge mit 18 Toten. Da Anna sich bei Hudetz trotz ihres eigenen Verlobten (Valentin Frantsitz) in des Fahrdienstleiters Ehe drängen wollte, schwor sie einen Meineid um dem Fahrdienstleiter bei Gericht aus der Schuldfrage herauszuhelfen. Jetzt war Hudetz von dieser entlastenden Aussage abhängig. Die Aussagen des überlebenden Heizers Kohut (Tom Jost) und des tödlich verunglückten Lokführers Pokorny (RRemi Brandner) aus den Jenseits, brachten jedoch das Gewissen von Anna und Hudetz so stark in Bedrängnis, daß Anna meinte doch noch die Wahrheit sagen zu müssen und Hodetz zum Anschlußverbrechen, Anna durch Tötung an einer Aussagenänderung zu hindern. Hodetz wird gefaßt und nimmt sich jedoch das Leben indem er sich vor den einfahrenden Zug wirft. Christian Kainradl, Christina Saginth sowie Susanne Preissl lieferten dabei die tragenden Rollen in ausgefeilter Glaubwürdigkeit einer auch heute noch existenten Gesellschaft. Jörg Stelling als Bruder von Frau Hudetz, hing sein Fähnchen nach dem Wind. Georg Kustrich als Wirt zum „Wilden Mann“, beschützte seine Tochter Anna, egal wie. Angelika Auer als Frau Leimgruber konnte sehr treffend die Meinung des gemeinen Volkes wiedergeben. Leopold Selinger als Gendarm brachte eine gewisse Beamtenmentalität zum Ausdruck. Matthias Messner als Waldarbeiter, untersuchender Kommissar und Streckengeher konnte in allen drei Rollen überzeugen. Wer das heutige ländliche Leben kennt weiß auch die wirklichkeitsnahe Blaskapelle der Feuerwehr zu schätzen. Eine sehr gelungene Repristination der damaligen Gesellschaft im heutigen Leben mit viel Engagement. Dem Regisseur Peter M. Preissler, für die Bühne Julia Krawczynski, für Kostüm Alexandra Fitzinger, für die Maske Gerda Fischer sowie das Licht von Andreas Pamperl und Clemens Haas und die musikalische Einrichtung von Fritz Rainer darf zur Leitung beziehungsweise der Durchführung dieser Aufführung gratuliert werden.
Rez. von infos-news Alfred Klein

 

 

 

 

 

DER GUTE MENSCH VON SEZUAN Scala Theater zum Fürchten

Dienstag, Dezember 19th, 2017

ANKÜNDIGUNG :

       DER GUTE

        MENSCH         

           VON

         SEZUAN

  Ein Stück von Bertold Brecht

AB 16.12.2017 (PRÄMIERE) – 22.12.2017

sowie

09.-27.01.2018

      SCALA Theater zumFürchten:

                           1050 Wien Wiedner Hpt.Straße 108

      Beginn: 19,45 Uhr

       Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

V.l.n.r. Hermann J. Kogler, Johanna Rehm, Tobias Eiselt, Marion Rottenhofer, Hans Steunzer, Christoph Prückner

                   INHALTE:

Shen Te ist zwar nur eine arme Prostituierte,   hat aber ein großes Herz für ihre Mitmenschen. Und weil sie so ein guter Mensch ist, belohnen sie die Götter mit Geld und einem kleinen Tabakladen. Mit diesen neuen Mitteln  versucht sie nun, allen in Not zu Hilfe zu kommen, doch sind es einfach so viele, die Unterstützung benötigen und von manchen wird sie auch schamlos ausgenutzt. Was  tun, damit das volle Boot nicht untergeht?
In ihrer Verzweiflung erfindet sie einen bösen Vetter Shui Ta, der prompt auch  leibhaftig vorbeikommt  und rücksichtslos ihre persönlichen Interessen verteidigt. Doch diese Gratwanderung zwischen  Gutmenschsein und Realpolitik führt  Shen Te in eine große Krise.

V.l.n.r. Christoph Prückner, Robert Stuc,                                         Johanna Rehm

In Zeiten zwischen Willkommenskultur und Abschottung, zwischen Hilfsbereitschaft uns Fremdenhysterie  ist dieses klassische Stück, wohl eines der besten und bekanntesten von Brecht, brandaktuell wie nie.

Bernie Feit

Es spielen: CLAUDIA MAROLD, JOHANNA REHM, MARION ROTTENHOFER, SONJA SUTOR, TOBIAS EISELT, BERNIE FEIT, HERMANN J. KOGLER, REGIS MAINKA, CHRISTOPH PRÜCKNER, HANS STEUNZER, ROBERT STUCK.

 Bühne: Bruno Max,  Marcus Ganser; Kostüm:Alexandra Fitzinger; Musikalische Leitung: Andreas Brencic, Fritz Rainer;

 

 

 

Johanna Rehm, Regis Mainka

 

 

Rezension von infos-news Alfred Klein
Shen Te, wirklichkeitsnah gespielt von Johanna Elisabeth Rehm, spielt eine Prostituierte welche den Spagat zwischen der „Gesellschaft“ und den Bedürftigen stemmen möchte. Ihr gutes Herz ist jedoch nicht in der Lage, die wirklich Armen und die vorgetäuschte Not zu unterscheiden. So schlittert Shen Te mit ihrem Hilfsmittel, einer Trafik, in eine ausweglose Pleite. Selbst in Not geraten erfindet sie einen Cousin (ebenso glänzend von Johanna Elisabeth Rehm gespielt) welcher ihre Interessen rigoros durchsetzt. Dabei fliegen die falschen Hilfsbedürftigen auf. Emotionen für einen jungen Mann welcher Flieger in Peking werden möchte (Sun), sehr gut gespielt von Regis Mainka, Sun wird bei Shen Te hervorragend gefördert von seiner Mutter Frau Wang (glaubwürdige Sobja Sutor auch als `Gott´ und `die Nichte´ zu sehen) und spielt einen Liebhaber welcher aber seine Zuneigung nur wegen des zu erwartenden Geldes zeigt. Große Entäuschung folgt. Bernie Feit als `Wang der Wasserverkäufer´ und `der Junge´ konnte in den beiden Rollen nicht nur überzeugen sondern den Armen par excellence abgeben. Hermann Kogler spielte seine Rollen, `2.Gott´, `Shu Fu´der Babier und `die Frau´ so wirklichkeitsnah, daß man Ihm alle drei Figuren gerne abnahm. `Der Mann´ von Christoph Prückner als ärmlich, hilflos dargestellt, zeigte sehr hohe Ausdruckskraft. Die Shin (Claudia Marhold), der Neffe / Der Polizist/ Vorarbeiter (Tobias Eiselt), `1.Gott´/`Frau Mi Tsü´ die Vermieterin/ sowie `Der Bonze´ konnte durch Hans Steunzer besonders überzeugen. `Der Großvater´/ `Der Tischler` war mit Robert Stuc sehr gut besetzt.
Die geistige Vorgabe von Brecht .„Eigenheiten und Abläufe in der Gesellschaft“ wurde von allen Mitwirkenden hervorragend erfüllt.
Die Maske (Gerda Fischer) dabei aus den Darstellern wirkliche verschiedene Figuren geschaffen.
Bruno Max ist wieder einmal eine perfekte Umsetzung gelungen.
Marcus Ganser stellte mit der Bühne neue Entwicklungen in den Raum.

Die Seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann -im- Bunker

Freitag, Juli 14th, 2017

Nacht Stücke: Die Seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann

Premiere: 13. August 2017

Weitere Termine: 17.8. – 3.9. jeweils Do-Sa
Gestaffelte Beginnzeiten: ab 18:30 – 21:00 Uhr

Kartenvorverkauf: Beginn 2. Mai 2017

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es 2017 eine Wiederaufnahme von:

Nacht.Stücke.
Die Seltsamen Leiden des E.T.A. Hoffmann.

https://www.theaterzumfuerchten.at/TheaterImBunker/wp-content/uploads/2017/02/TheaterImBunker-Sommer-2017.jpg

Ein extravagantes Stationentheater, basierend auf den phantastischen Welten und dem verstörenden Leben des E.T.A. Hoffmanns, dem mit dem Schablonen-Titel „schwarzer Romantiker“ in keiner Weise Gerechtigkeit widerfährt. Das labyrinthische Stollensystem des ehemaligen Mödlinger Luftschutzbunker wird umgestaltet zu einem Kosmos aus Träumen, Ängsten, Exzentrik. Das Publikum durchwandert im

Bildergebnis für Presse Foto frenzel nachtstücke

wahrsten Sinne des Wortes in kleinen Gruppen die skurrilen Bilder, die von mehr als fünfzig Darstellern zum Leben erweckt werden. Zitat:
Nur wer wagt durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
E.T.A. Hoffmann

Konzept und Inszenierung: Bruno Max
Bühne: Marcus Ganser
Kostüm: Alexandra Fitzinger
Musik: Fritz Rainer

Theater im Bunker
Luftschutzstollen Brühlerstrasse 48, 2340 Mödling

Karten & Preise

Theater im Bunker > Karten & Preise

KARTENBESTELLUNG

Kartenvorverkauf: Beginn 2. Mai 2017 02236/ 42 999  oder 01/ 544 20 70

Wien:

Mo – Fr: 9:00 – 15:00 Uhr
Juli: Mo-Do 9.30-15:00 Uhr
Wiedner Haupstraße 106, 1050 Wien

Stadttheater Mödling:

An Spieltagen bei den Abendkassa:
Di, Do, Fr, Samstags: 18:15 – 19:45
Sonntags: 15:45 – 16:15

ab 18.Juli bis 13. August 2017
Di, 13-18 Uhr, Mi u. Fr 10-15 Uhr
13.August  bis 3.September 2017
Di 13-18 Uhr
Babenbergergasse 5, 2340 Mödling

Kartenpreise:
Vorverkauf (verpflichtend ab 3 Karten) 27 €/ ermäßigt 21 €
Abendkassa 32 € / ermäßigt 24 €
Ermäßigungen: Schüler/Student, Ö1-Club Mitgliedschaft, Zivil-/Präsenzdiener, Behindertenausweis http://www.theaterzumfuerchten.at/cms/wp-content/uploads/2017/05/etaHoffmann_bunker2016-2153.jpg

Christina Saginth, Enya Zechner

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Inge Schwab

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V.l.n.r. Irene Marie Weimann, Michela Durdik, Lotte Loebenstein

REZENSION:

Stationstheater vom FEINSTEN (kühl und hart). Schein und Wirklichkeit ergänzen manchmal oder selektieren.  Die 21 Stationsbilder im Luftschutzstollen geben dem Publikum mehrere Aufgaben. Das geistige Mitspringen vom preußischen Staatsbeamten über den Schriftsteller, Maler , Musiker und liberaler Untersuchungsrichter gegen „liberale Umtriebe“. Der Künstler in Hoffmann durchdrang immer wieder den durch Napoleon unterbrochenen Werdegang der Beamtenlaufbahn mit Künstleraktionen. Bruno Max ist mit dieser Inszenierung wieder ein glänzender Wurf in die Geisterwelt und deren exzellenter Bewegung gelungen. Mit eigenem Konzept, Buch und sowie Inszenierung eigenem Einsatz als Coppelius, konnte Max mit der gelungenen Raumgestaltung (Markus Ganser)fantastische Bilder in Köpfen des Publikums kreieren. Christian Kainradl , Christina Saginth und Bernie Feit unterstützten die fortlaufende Handlung in wunderbarer Weise. Auch den 60 anderen Darstellern gebührt für ihre glaubwürdigen Leistungen höchste Anerkennung. Ein Stück welches Sie sehen sollten.

Alfred Klein für   infos-news.eu

Schloß Sitzenberg OLYMPIA ab 3.6.2017

Montag, Juni 5th, 2017

Sommerspiele Schloss Sitzenberg

Schlossbergstrasse 4 3454 Sitzenberg-Reidling

OLYMPIA

Komödie von Franz Molnar 3. – 25. Juni 2017 Intendanz: Martin Gesslbauer

Die Sommerspiele Schloss Sitzenberg im Tullnerfeld tischen 2017 ein spritziges Arrangement aus Eifersucht, Intrige und Hochstapelei auf. Das beste Rezept für eine rasante Komödie voller Sarkasmus! Mit Franz Molnárs Olympia setzt Intendant Martin Gesslbauer auf eine gehaltvolle Komödie, die mit ihrer Situationskomik, ihrem Temporeichtum und ihrem Wortwitz viel „Übung für die Lachmuskeln“ verspricht. Das hochkarätige Ensemble der Sommerspiele im eindrucksvollen Arkadenhof von Schloss Sitzenberg wird 2017 von den Publikumslieblingen Edith Leyrer, Susanna Hirschler und Gerhard Dorfer angeführt.

Die S Olympia entstand 1927 und wurde 1930 in der Wiener Josefstadt erstaufgeführt. Nach Liliom (1909), Der Schwan (1920) oder Spiel im Schloss (1926) gelang Franz Molnár mit Olympia ein weiterer Geniestreich, der sich durch seinen gewagten Tonfall und seine scharfe und gleichsam geistreiche Spöttelei gegen die höfische Aristokratie zur Zeit von Kaiser Franz Joseph auszeichnet. Zielscheibe der Kritik ist der österreichische Hochadel, den er als hochgradig trottelig, borniert, blasiert, intrigant und berechnend darstellt.

ZUM INHALT: In der Zeit kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs gewährt Franz Molnár einen humorvollen Blick hinter die Fassade der Aristokratie. Schauplatz ist ein österreichischer Kurort: Fürstin Eugenie und ihre verwitwete Tochter Olympia sind fasziniert von dem gut aussehenden ungarischen Husarenrittmeister Barna. Gräfin Lina bemerkt sogleich, dass Barna Olympia den Hof macht und diese offensichtlich verliebt ist. Doch um diese nicht standesgemäße Affäre zu beenden, soll Olympia Barna ‚tödlich kränken‘, um ihn schnell wieder los zu werden. Sie überwindet sich, gehorcht und nennt Barna einen Bauern, worauf dieser sie zutiefst beleidigt verlässt. Völlig überraschend tritt Gendarmerie-Oberst Krehl mit der Meldung auf den Plan, Barna sei in Wahrheit der international gesuchte Hochstapler Meyrowski! Das Entsetzen ist groß. Barna leugnet nicht und droht mit einem Skandal. Um den Preis einer Liebesstunde mit Olympia ist er allerdings bereit, die Stadt skandalfrei zu verlassen. Ein unmoralisches Angebot? Innenhof von Schloss Sitzenberg, Foto: Reinhard Steiner Regie: Martin Gesslbauer

-Spieltermine: So. 4.6.17 | Mo. 5.6.17 | Fr. 9.6.17 | Sa. 10.6.17 | So. 11.6.17 | Fr. 16.6.17 | Sa. 17.6.17 | So. 18.6.17 | Do. 22.6.17 | Fr. 23.6.17 | Sa. 24.6.17 | So. 25.6.17 Beginn: Do. – Sa. 19:30 Uhr, So & Feiertag 17:30 Uhr Kartenpreise: Kategorie 1: € 39,- | Kategorie 2: € 35,- |Kategorie 3: €29,-

Sonderkonditionen für Gruppen ab 20 Personen! Schlechtwetter: Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im Pfarrstadel statt!

INTENDANT MARTIN GESSLBAUER

Martin Gesslbauer ist Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner („DIE BUEHNENWERKSTATT“) und zeichnet seit 2016 für die Gesamtleitung der Sommerspiele Schloss Sitzenberg verantwortlich. Als Künstlerischer Leiter war er 2012 für das Operetten-Fest-Schloss-Hof tätig. Er hat in unzähligen Inszenierungen im Sprech- und Musiktheater ein besonderes Gespür für das Publikum entwickelt. In Sitzenberg ist Martin Gesslbauer bestens bekannt und beliebt, stand er doch vor seiner Tätigkeit als Intendant bereits als Max in „Anatols Hochzeitsmorgen“ und als Dr. Jura in „Das Konzert“ auf der Bühne.

FRANZ MOLNAR

Der Schriftsteller und Journalist Franz Molnár wurde 1878 in Budapest geboren und starb 1952 in New York. Als einer der bedeutendsten ungarischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts wurzelte sein Erfolg nicht zuletzt in seinem tiefen Gespür für effektvolles Theater sowie seinen vor Geist und Witz nur so sprühenden Dialogen. In drei Jahrzehnten schrieb er neben zahlreichen Romanen und Erzählungen an die dreißig Bühnenstücke.

Rezension:

Olympia Sommerspiele Schloß Sitzenberg

03.06.2017

In der Ruhe eines österreichischen Sommerfrischenortes vor dem 1. Weltkrieg. Plötzliche kleine Bewegungen. Albert (Gerhard Dorfer) spielt mit besonders trockenem Humor als Gegengewicht zu Lina (Susanna Hirschler) welche die Eifersucht und Intrige ihrer Rolle hervorragend herausfordernd einbringt. Die Standesdünkel welche in manchen Kreisen das Alltagsleben bestimmten wurden zum gelungenen Gefecht zwischen Mann und Frau, wie einerseits dem Husarenrittmeister Barna (Boris Popovic) und andererseits Olympia (Tina Nitsche), bzw. der Mutter von Olympia, der Fürstin Eugenie (Edith Leyrer). Als nun der im Hotel eingetroffene Gendarmerie-Oberstleutnant Krehl (Michael Schefts) in Barna den angeblich gesuchten Hochstapler Meyrowsky vermutete, war „Feuer am Dach“. Adel und gemeines Volk sollten sich untereinander nicht mischen. Der Rittmeister geriet in schlechten Ruf und versuchte den Adel damit zu kompromittieren. Da stand sogar ein Schäferstündchen zwischen Adel und gemeinem Volk sofort im Raum. Erst General, Fürst Plata-Ettin (Stephan Paryla-Raky) konnte als Mann von Fürstin Eugenie und Vater von Olympia, den Husarenrittmeister Barna vom Hochstapler-Ruf befreien. In der übergeordneten Rolle des Fürsten konnte Paryla-Raky in besonders glaubwürdiger Form die Wogen der Gesellschaft glätten. So geleitete Franz Molnar die Gesellschaft zum lehrenden lustigen Beispiel. Matin Gesslbauer erfüllt das Bühnenbild mit so rasch wechselndem Leben, daß sich der Blick laufend auf andere Szenen konzentrieren muß. Seitenhiebe auf „St. Pölten“ inbegriffen. Ein leicht lockeres Stück mit tiefem gesellschaftlichem Hintergrund kam beim Prämierepublikum hervorragend an. Langer starker Schlußapplaus spiegelte dies wieder.

Rez. von Alfred Klein -> infos-news.eu

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Sommerspiele Sitzenberg 2017_Intendant Gesslbauer (vorne) mit Edith Leyrer, Gerhard Dorfer u. Susanna Hirschler Foto c Rolf Bock

Bild könnte enthalten: 1 Person, Nahaufnahme Edith Leyrer

Kartenverkauf

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  • Tina Nitsche, Edith Leyrer, Stephan Paryla
    Foto: Rolf Bock

Susanna Hirschler, Michael Schefts
Foto: Rolf Bock
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