DER GUTE MENSCH VON SEZUAN Scala Theater zum Fürchten

ANKÜNDIGUNG :

       DER GUTE

        MENSCH         

           VON

         SEZUAN

  Ein Stück von Bertold Brecht

AB 16.12.2017 (PRÄMIERE) – 22.12.2017

sowie

09.-27.01.2018

      SCALA Theater zumFürchten:

                           1050 Wien Wiedner Hpt.Straße 108

      Beginn: 19,45 Uhr

       Kartenreservierungen: (01) 544 20 70

V.l.n.r. Hermann J. Kogler, Johanna Rehm, Tobias Eiselt, Marion Rottenhofer, Hans Steunzer, Christoph Prückner

                   INHALTE:

Shen Te ist zwar nur eine arme Prostituierte,   hat aber ein großes Herz für ihre Mitmenschen. Und weil sie so ein guter Mensch ist, belohnen sie die Götter mit Geld und einem kleinen Tabakladen. Mit diesen neuen Mitteln  versucht sie nun, allen in Not zu Hilfe zu kommen, doch sind es einfach so viele, die Unterstützung benötigen und von manchen wird sie auch schamlos ausgenutzt. Was  tun, damit das volle Boot nicht untergeht?
In ihrer Verzweiflung erfindet sie einen bösen Vetter Shui Ta, der prompt auch  leibhaftig vorbeikommt  und rücksichtslos ihre persönlichen Interessen verteidigt. Doch diese Gratwanderung zwischen  Gutmenschsein und Realpolitik führt  Shen Te in eine große Krise.

V.l.n.r. Christoph Prückner, Robert Stuc,                                         Johanna Rehm

In Zeiten zwischen Willkommenskultur und Abschottung, zwischen Hilfsbereitschaft uns Fremdenhysterie  ist dieses klassische Stück, wohl eines der besten und bekanntesten von Brecht, brandaktuell wie nie.

Bernie Feit

Es spielen: CLAUDIA MAROLD, JOHANNA REHM, MARION ROTTENHOFER, SONJA SUTOR, TOBIAS EISELT, BERNIE FEIT, HERMANN J. KOGLER, REGIS MAINKA, CHRISTOPH PRÜCKNER, HANS STEUNZER, ROBERT STUCK.

 Bühne: Bruno Max,  Marcus Ganser; Kostüm:Alexandra Fitzinger; Musikalische Leitung: Andreas Brencic, Fritz Rainer;

 

 

 

Johanna Rehm, Regis Mainka

 

 

Rezension von infos-news Alfred Klein
Shen Te, wirklichkeitsnah gespielt von Johanna Elisabeth Rehm, spielt eine Prostituierte welche den Spagat zwischen der „Gesellschaft“ und den Bedürftigen stemmen möchte. Ihr gutes Herz ist jedoch nicht in der Lage, die wirklich Armen und die vorgetäuschte Not zu unterscheiden. So schlittert Shen Te mit ihrem Hilfsmittel, einer Trafik, in eine ausweglose Pleite. Selbst in Not geraten erfindet sie einen Cousin (ebenso glänzend von Johanna Elisabeth Rehm gespielt) welcher ihre Interessen rigoros durchsetzt. Dabei fliegen die falschen Hilfsbedürftigen auf. Emotionen für einen jungen Mann welcher Flieger in Peking werden möchte (Sun), sehr gut gespielt von Regis Mainka, Sun wird bei Shen Te hervorragend gefördert von seiner Mutter Frau Wang (glaubwürdige Sobja Sutor auch als `Gott´ und `die Nichte´ zu sehen) und spielt einen Liebhaber welcher aber seine Zuneigung nur wegen des zu erwartenden Geldes zeigt. Große Entäuschung folgt. Bernie Feit als `Wang der Wasserverkäufer´ und `der Junge´ konnte in den beiden Rollen nicht nur überzeugen sondern den Armen par excellence abgeben. Hermann Kogler spielte seine Rollen, `2.Gott´, `Shu Fu´der Babier und `die Frau´ so wirklichkeitsnah, daß man Ihm alle drei Figuren gerne abnahm. `Der Mann´ von Christoph Prückner als ärmlich, hilflos dargestellt, zeigte sehr hohe Ausdruckskraft. Die Shin (Claudia Marhold), der Neffe / Der Polizist/ Vorarbeiter (Tobias Eiselt), `1.Gott´/`Frau Mi Tsü´ die Vermieterin/ sowie `Der Bonze´ konnte durch Hans Steunzer besonders überzeugen. `Der Großvater´/ `Der Tischler` war mit Robert Stuc sehr gut besetzt.
Die geistige Vorgabe von Brecht .„Eigenheiten und Abläufe in der Gesellschaft“ wurde von allen Mitwirkenden hervorragend erfüllt.
Die Maske (Gerda Fischer) dabei aus den Darstellern wirkliche verschiedene Figuren geschaffen.
Bruno Max ist wieder einmal eine perfekte Umsetzung gelungen.
Marcus Ganser stellte mit der Bühne neue Entwicklungen in den Raum.

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