Johann von Theo Lingen Stadttheater Grein

 

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Sommerspiele Grein
Stadtplatz 7
4360 Grein/Donau

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55. Saison der Sommerspiele Grein 2018

Intendanz Michael Gert

Besuchen Sie den Geheimtipp aller Theaterliebhaber – das älteste bürgerliche Theater Österreichs! 

 

Im Sommer 2018 sehen Sie:

 

JOHANN von Theo Lingen

Premiere: Samstag 07.07.2018 – 19:00

gespielt wird von 08.07.2017 – 02.09.2018

Freitag und Samstag 19:00 Uhr/ Sonntag 17:00 Uhr

 

JOHANN

 

Lustspiel in 3 Akten von Theo Lingen

 

Wie verhält sich der perfekte Kammerdiener (Johann), wenn sein betagter, im Minnedienst ergrauter Graf eine wesentlich jüngere, verwitwete Baronin ehelicht, die sich nicht nur als ehemaliges Stubenmädchen, sondern auch als Johanns Verflossene entpuppt?

Aristokratisch nobel!

25 Jahre später wird sein ihm wie aus dem Gesicht geschnittener Sohn auf das Anwesen Schloss Zierndorf eingeladen, um dem jungen Grafen aus finanziellen Nöten zu helfen und setzt die Tradition fort. Dass er dabei auf seine leibliche Mutter trifft, ahnt Sohn Michael allerdings noch nicht.

Zum Autor

Theo Lingen, mit bürgerlichem Namen Theo Schmitz, 1903 als Anwaltssohn in Hannover geboren, gestorben 1978, begann seine Schauspielerlaufbahn während der Inflation nach dem 1. Weltkrieg. Nach Provinzengagements kam er nach Frankfurt, das als Sprungbrett für Berlin galt, und ging anschließend tatsächlich in die Hauptstadt, wo er mit den prominentesten Theaterleuten arbeiten konnte. Mit Beginn des Tonfilms um 1930 arbeitete er mehr und mehr beim Film, was ihm seine ungeheure Popularität einbrachte. Typisiert, wie das beim Film üblich war (wie auch bei Hans Moser, Grethe Weiser uva.) war er ein ganz hervorragender Charakterspieler am Theater, wie z.B. als Oberlehrer Krull in Sternheims „Kassette“ oder Albert Einstein an Dürrenmatts „Physiker“. Ab 1933 gab es in der NS-Zeit Schwierigkeiten, geeignete Komödien zu finden, da ein Großteil entweder unerwünscht oder vom Regime verboten waren. Damals versuchte er sich als Bühnenautor mit großem Erfolg. Seine Komödie „JOHANN“ bearbeitete er mit seinem engen Mitarbeiter Franz Gribitz zu einem Drehbuch. Allerdings wurde der Film von der NS-Zensur um wesentliche Teile gekürzt und beschnitten, was den Erfolg erheblich schmälerte.

Die Sommerspiele Grein zeigten bereits 1995 mit großem Erfolg Theo Lingens Komödie „Theophanes“, die er ebenfalls mit Franz Gribitz schrieb.

In der diesjährigen Saison freut es uns daher besonders, dass wir Ihnen zu unserem 55. Jubiläum wieder einen kaum bekannten Komödien-Schatz von Theo Lingen zeigen dürfen.

 

Die Sommerspiele Grein, unter der Leitung von Michael Gert, bespielen seit 1964 jährlich, im Juli und August, das historische Stadttheater in Grein.

Alles begann am 13. Jänner 1964, als Hilde Günther und Michael Gert zum ersten Mal das historische Stadttheater in Grein besuchten. Schnell war klar, dass dieses Theater aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und bespielt werden muss. Die Geburtsstunde der Sommerspiele Grein.

Nach mühsamer Finanzierungsarbeit feierten die Sommerspiele Grein im Sommer 1964 ihr Debüt mit der Käutner-Fassung von „Das Glas Wasser“ von Eugène Scribe.

Seither erfreuen sich die Sommerspiele Grein großer Beliebtheit und bezaubern ihre Gäste aus dem In- und Ausland mit einer abwechslungsreichen Stückauswahl nationaler und internationaler Komödien.

Prinzipal Michael Gert wurde 2013, anlässlich der 50. Saison der Sommerspiele Grein, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen.

Das historische Stadttheater in Grein 

steht mit Recht unter Denkmalschutz. Es ist das älteste, in seinem Originalzustand weitestgehend erhaltene bürgerliche Theater unseres Landes, wahrscheinlich des gesamten deutschen Sprachraumes. Die Innenausstattung mit ihren Holzdekorationen ist keinem Stil exakt zuzuordnen, sie enthält vielerlei Elemente, die sich zu einem harmonischen Ganzen fügen und die einzigartige bezaubernde Atmosphäre des Theaters schaffen. Grein nimmt für sich in Anspruch, den Begriff „Sperrsitz“ geprägt zu haben. Es gibt heute noch drei Reihen Sperrsitze, die einzeln mit Schlüsselchen abzusperren sind. Die Besucher konnten damals einen Sitz mieten und diesen versperren, also eine Frühform des heutigen Theaterabonnements. Als weiteres Kuriosum gilt der an den Zuschauerraum angrenzende Gemeindekotter, der seinerzeit ein Fensterchen in den Zuschauerraum hatte, sodass die Häftlinge der Vorstellung beiwohnen konnten. Das Theater wird heutzutage als Museum geführt, wird aber dann und wann und besonders in der Zeit von Juli bis August wieder bespielt.

 

 

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