Troilus und Cressida SCALA

 

ANKÜNDIGUNG

 

Scala 10.01.2019 Rez. TROILUS u CRESSIDA v SHAKESPEARE

Viel Kampf, Staub und Krach beherrschten das gesamte Stück welches in  Kostümen (Uniformen) der Jetztzeit und auf der sehr zweckmäßigen schrägen Drehbühne abspielte. Besonders dieses Drehelement trug zum raschen Szenenwechsel für die hohe Anzahl an Darstellern bei.(hervorragende Bühnengestaltung v. Marcus Ganser)) Liebe, Traurigkeit, Zorn, Haß und Tod übertrugen diese zutiefst menschlichen Eigenschaften auf das gesamte Stück im  Krieg.

 

V.l.n.r. Jürgen Hirsch, Max Kolodej, Samantha Steppan, Alexander Rossi, Max Spielmann, Christoph Prückner

 

V.l.n.r. Max Spielmann, Max Kolodej, Jürgen Hirsch, Lukas Sinabell, Leonhard Srajer

 

Bruno Max tat dem eher selten gespielten Shakespearestück sichtlich sehr gut. Das Publikumsinteresse stieg bis ins Stakkato  zwischen den Schauplätzen inner- und außenhalb der Mauern Trojas. auch Satire konnte sich im Lauf der Handlung immer wieder ausbreiten. Die unterwürfige, sich einschleimende Art des Pandarus (Hermann J. Kogler) konnte dieser Inszenierung sehr viel Glaubwürdigkeit einhauchen. Leonhard Srajer als Theresites im Rollstuhl konnte menschliche Eigenschaften wie Krieg und Geilheit als en vogue in der Handlung etablieren. Georg Kustrich als alter Mann Priamos König von Troja und als Agamemnon trampelte kräftig nach unten um Macht auszuüben. Als der alte Grieche Nestor und als Trojaner Atenor konnte sich Christoph Prückner bestens einbringen. Maximilian Spielmann zeigt als Ajax das Eitelkeit überspitzt auch lustig sein kann. Im besonders kriegerisch wirkenden trojanischen Krieger zeigt Spielmann lautstark einen besonders aufbrausenden Soldaten. Johanna Rehm als Helena reizt Paris als Beziehung (Leonhard Srajer). Andromache (Johanna Rehm) träumt vom dann eintreffenden Tod ihres Gatten Hector (Andràs Sosko).

 


Johanna Rehm, Hermann J. Kogler

Weiters spielen sehr überzeugend der clevere Ulysses steuert gekonnt  Achilles (Jürgen Hirklussch)  und Patroklus (Max Kolodey). Aeneas (Leopold Selinger), der betrogene Menelaos (Klaus Schwarz) welcher  auch auf der Gegenseite als Krieger kämpft und der Verlierer Troius (Thomas Machart) welcher sich um Cressida (Semanta Steppan) bemüht. Weiters haben alle Darsteller das Publikum  erfolgreich in ihren Bann gezogen. Dies äußerte sich besonders im reichlichen Schlußapplaus. Ein  Mix fast aller menschlicher Neigungen bis zur blutrünstigen Neige kommen voll zum Ausdruck.

infos-news  Alfred Klein

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