031215 Scala TANNÖD

SCALA: TANNÖDKRIMINALFALL IN BAYERN

Ein Mordfall welcher aus der Zeit 1922 in die Zeit nach dem 2.Weltkrieg also etwa zwischen 1946 bis 1950 transferiert wurde. Rüdiger Hentzschel, welcher für eine außerordentliche Inszenierung und für den Raum verantwortlich zeichnet läßt die besonders flexiblen Schauspieler in einem Wald (irgendwo in Bayern) voller Leitern agieren. Die Darsteller müssen besonders agil während ihrer Einsätze leiterhinauf und leiterherunter klettern. Am Bühnenboden fanden dann die gemeinsamen Aktionen wie jodeln, Gebete und Fürbitten sehr eindrucksvoll statt. Der glaubwürdige Rollenwechsel gibt dem gesamten Ensemble einen Hauch des Gefühls vieler Menschen in der Nachkriegszeit. Die Phantasie des Publikums wurde in den nicht dargestellten Ermordeten sehr gut angeregt, die ausführliche Entkleidungsszene bremste etwas diese Vorstellungskraft. Die Zuseher erlebten die Handlung des Lebens auf einem Bauernhof sowie die Schicksale in der ländlichen Gesellschaft bis zum gewaltsamen Tod der Hofbewohner hautnah und agierten als Zeugen und Ermittler. Eine einmalige Kombination des Gemeinsamen. Die Moritat welche eindrucksvoll das Flair des Miterlebens trägt.

Infos-news Alfred Klein

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