Archive for Juni, 2021

Der Zerbrochene Krug

Dienstag, Juni 1st, 2021

Scala-INFO:

NEUERÖFFNUNG

unserer neuen zusätzlichen Spielstätte im historischen Kellergwölbe

unter der SCALA.

„Der zerbrochene Krug“.

(Fotocredit: Bettina Frenzel)

 

Birgit Rauer-Seifert, BA
Marketing & PR Theater zum Fürchten
E-Mail: tzf@aon.at
Tel.: 01 / 544 20 70

Eric Lingens, Marcus Thill

INHALTE:

Ein Marktflecken in Niederösterreich, in der Zeit der Ururgroßeltern: Der Dorfrichter Adam sieht so aus, als hätte er eine ziemlich üble Nacht hinter sich, wenn man die blauen Flecken und blutigen Kratzer an seinem kahlen Schädel bedenkt. Und der neue Tag wird auch nicht besser: Nicht nur, dass aus der Haupt- und Residenzstadt amtliche Revision in Form eines eleganten Stadtjuristen eingetroffen ist, verlangt die Witwe Rull lautstark eine sofortige Anklage des Nachbarssohnes Ruprecht Dimpfl: Sein Verbrechen: Er hätte einen Krug zerbrochen, ein „Erbstückl aus der Manufaktur Kwapil & Söhne aus Budweis“. Aber da steckt doch mehr dahinter als ein paar Scherben? Und warum schweigt Ruprechts Verlobte Eva so verstockt zu all dem Theater?

 

Inszenierung: Babett Arens
Raum: Marcus Ganser
Kostüm: Anna Pollack

Es spielen:
Marcus Thill, Bernie Feit, Eric Lingens, Lotte Loebenstein, Lisa-Carolin Nemec, Anna Sagaischek, Johannes Sautner, Ronald Seboth, Petra Strasser,

 

J0hannes Sautner, Lisa-Carolin Nemec.

 

Premiere: Freitag, 04.06.2021 um 20.00 Uhr
weitere Termine:
05.06. – 06.06.2021
09.06. – 11.06.2021
15.06. – 18.06.2021   jeweils am 20.00 Uhr

Reservierung und Info: 01/544 20 70
Homepage: www.theaterscala.at

 

Lotte Loebenstein

Zwar gilt Der zerbrochene Krug als das „beste deutsche Lustspiel“ (Thomas Bernhard), aber wem das recht norddeutsch-fremdelnde Original von Heinrich von Kleist zu klassisch ist, dem wird die österreichisch anheimelnde Dialektfassung von H. C. Artmann sicher viel mehr Spaß machen. Hohe Literatur und Bauerntheater verbinden sich zu einem glaubwürdigen kakanischen Korruptionssumpf, in dem der Dorfrichter wie ein lokaler Ödipus plötzlich gegen sich selbst ermitteln muss. Selbst #metoo lässt mitten in der Komödie grüßen. Eine unterhaltsame Überschreibung, die dem Kleistschen Original trotzdem vollen Respekt zollt.

Marcus Thill, Lisa-Carolin Nemec,

Premiere: Freitag, 04.06.2021 um 20.00 Uhr
weitere Termine:
05.06. – 06.06.2021
09.06. – 11.06.2021
15.06. – 18.06.2021   jeweils am 20.00 Uhr

Reservierung und Info: 01/544 20 70
Homepage: www.theaterscala.at

 

V.l.n.r. Lisa,-Carolin Nemec, Petra Strasser, Johannes Sautner, Ronald Seboth,

Der zerbrochene Krug   im neuen Spielraum

 „ Scalarama“

von H.C.Artmann nach Heinrich von Kleist

 

Das Bühnenbild stellt:

a/ den Schlafraum des  Dorfrichters  mit  dem  Richter  Adam (Marcus Thill) im Bett,

b) den Verhandlungsraum des Dorfgerichtes dar.

Der Gerichtsschreiber, Ferdinand Lichtl (Bernie Feit) beginnt den Verhandlungsraum auf eine Gerichtsverhandlung vorzubereiten und Richter Adam (Marcus Thill) aus dem Bett zu holen, anzukleiden und verhandlungsfähig zu machen.  Die Klägerin, Frau Magdalena Rull (Petra Strasser) beklagt ihren zerbrochenen Krug welcher in der Nacht von einem unbekannten Täter nach einem Fensterl-Versuch beim Flüchten zerbrochen war. Richter Adam wußte natürlich um den wahren Täter, wollte die Verhandlung jedoch in die Irre leiten. Dabei kam ihm die Überprüfung seiner Verhandlungsführung durch den k.k. Gerichtsrat Walter von Waltersberg (Eric  Lingens) dazwischen. Kaum hatte Richter Adam die Gerichtsverhandlung in eine falsche Richtung gelenkt, griff der Gerichtsrat ein um durch Zeugenbefragung den Tathergang in die richtige Richtung zu lenken. Dabei  kam heraus daß der Täter den Krug bei seiner Flucht aus dem Fenster von Eva, der Tochter von Fr. Rull, zerbrach. Der Täter soll einen Klumpfuß gehabt haben. Fr. Rull beklagte immer wieder ihren zerbrochenen Krug bis endlich der wahre Täter, der Dorfrichter, als Täter entlarvt wurde. Der Gerichtsschreiber Liechtl und die Nachbarin  Fr. Theresia (Lotte Loebebstein) sowie Marcus Thill und Eric Lingens konnten in ihren Rollen das Publikum derartig überzeugen, daß das Publikum am Ende durch seinen vollen Applaus die Darstellung mit drei Vorhängen honorierte. Auch der neue Spielraum war der Aufführung gewachsen.

Ronald Seboth als Vitus Dimpfl der Bauer und Johannes Sautner  als Ruprecht, Sohn des Bauern und Beschuldigter, hinterließen eine durchaus glaubwürdige bäuerliche Atmosphäre in Gerichtssaal. Ruprecht geriet unter verdacht! Eva seine Freundin wagte wegen ihrer Vereinbarung mit Richter Adam nicht, Ruprecht zu entlasten.

Marcus Ganser und Bruno Max lieferten mit dem Bühnenraum den perfekten Hintergrund für das Stück.

infos-news Alfred Klein