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ITALIENISCHE NACHT

Montag, Januar 16th, 2017

 

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„Eine Italienische Nacht“
ab 14. Jänner 2017 im Theater Scala

 

 

 

Information und Kartenreservierung
www.theaterzumfuerchten.at

Tel. Theater Scala Wien:

01/544 20 70

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Premiere: Samstag, 14. Jänner 2017, 19.45 Uhr

 

Weitere Termine:
17.01.-21.01., 24.01.-28.01., 31.01.-03.02. jeweils um 19:45
Achtung: am 21.02.2017 keine Vorstellung

 

Eine Italienische Nacht
– oder Ich stelle den Antrag, dass wir uns nicht stören lassen!

Komödie nach Ödön von Horváth

 

Eine Italienische Nacht

 

„Ort: Kleinstadt. Zeit: 1930 bis ?“ So die Angaben Horváths zu seiner wohl politischsten Komödie. Und dieses „Bis?“ ist der Anlass für unsere aktuelle Überschreibung des prophetischen „Volksstücks“, das bereits drei Jahre vor der rechten Diktatur das windelweiche Versagen der „demokratischen Kräfte“ gegen die Gewalt voraussagt.
Es soll ein gemütliches Sommerfest werden, die „Italienische Nacht“, welche die sozialdemokratischen Honoratioren für ihre Gesinnungsfreunde im Garten des Gasthauses Lenninger ausrichten. Nur unangenehm, dass gleichzeitig die Rechtsextremen hier einen „Deutschen Tag“ mit Aufmarsch und Bierfest  steigen lassen wollen. Doch als guter Demokrat lässt man sich von ein paar blöden Buben nicht provozieren! Ein paar junge Genossen sind zwar anderer Meinung und rufen zur Gegenaktion auf, werden aber kurzerhand als Radikale aus der Partei ausgeschlossen. Und dann weiter nach Plan! Das schöne Fest darf einfach nicht ins Wasser fallen!
Horváth, der Menschenkenner, der Leute durch ihre eigene Sprache so perfekt bloßstellen kann, beschreibt auch abgesehen von der politischen Fabel (die entsetzlicherweise heute so aktuell ist wie vor 85 Jahren!) in dieser Komödie vielschichtige Figuren: Ängstliche Spießbürger, Egoisten mit Weltrettungsansprüchen, laute Deppen und leise Vernünftige, Leute wie du und ich, die unter unerfüllten Sehnsüchten, regelmäßiger Feigheit und gelegentlichen Mutausbrüchen, aber auch Liebe und anderen Charakterfehlern leiden.

 

Inszenierung: Bruno Max

 

Mit: Jacqueline Rehak, Marion Rottenhofer, Christina Saginth, Claudia Waldherr, Wolfgang Fahrner, Bernie Feit, Helmut Frauenlob, Clemens Fröschl, Karl Maria Kinsky, Georg Kusztrich, Thomas Marchart, Christoph Prückner, Leopold Selinger, u.a.

Rezension von Alfred Klein  Infos-news

 

SCALA ITALIENHISCHE NACHT REZENSION und BILDER alle Fotos Bettina Frenzel

 

 

Italienische Nacht von Öden v Horvath aus den 30-gern kann das Europa der 40-ger Jahre gut vorausskizzieren. Ob er jedoch die 2015-ner -2020-ger Jahre ebenso visioniert, wird sich bald zeigen. Anzeichen dafür gibt es. Aus der Nachkriegsgeneration um 1950 herum welche sich zwar langsam aber zielstrebig aus der Talsohle des 2. Weltkrieges wieder hocharbeitet, wird eine wohlhabende Zivilgesellschaft welche sich mehr und mehr auf dem Erreichten ausruht. Dies geschieht sowohl bei linken und rechten politischen Strömungen. Die Kampfstimmung der sogenannten Verlierer des Fortschritts sowie der Globalisierung, konnte durch den engagierten Kameradschaftsführer (Leopold Sehlinger) und seinem Häufchen Genossen äußerst eindrucksvoll dargestellt werden. Die Musik bzw. Geräusche der marschierenden Rechten ließ diese größer erscheinen als sie waren. Den parteietablierten Linken war ihr geplantes Feiern eine wichtige Angelegenheit. Wie es der Zufall so will, haben beide Lager im selben Gartengasthaus reserviert. Der Wirt welcher diese Tatsache als Erster mitbekam, wollte mit beiden Gruppierungen sein Geschäft machen. Die Gier des Wirtes Lehninger (Karl Maria Kinsky) konnte in jeder Bewegung und jedem Gesichtsausdruck in ihrer schleimigen Art abgelesen werden. Zwischendurch haben jugendliche Anhänger der linken Szene ein Denkmal der Rechten verunreinigt und damit einen Konflikt mit der rechten Szene vorprogrammiert. Das Establishment, verkörpert durch den Stadtrat Ammetsberger (Georg Kusztrich) und seiner Frau Adele (Christina Saginth) stellte anfänglich die „männliche Wichtigkeit“ sowie die „weibliche Unwichtigkeit“ dar. Adele konnte für Ihren Mann nichts gut genug machen bis zum Zeitpunkt wo der Kameradschaftsführer der Rechten dem Stadtrat Ammetsberger eine kompromitierende Unterschrift abringen wollte. Mit höchstem Engagement und glaubwürdiger lauter Stimme konnte Christina Saginth als Adele das Schlimmste für Stadtrat Ammetsberger verhindern. Betz (Berni Feit) als Vorstandsmitglied konnte einen hilflosen Mitläufer in der Partei von Ammetsberger so vollendet darstellen, daß er in seiner Rolle glaubwürdig aufging. Er zeigte damit wieder einmal wie vollendet er seine Rollen zum Leben erwecken kann. Auch die jüngeren Ensemblemitglieder brachten ihre Beiträge zum Stück mit äußerst großem Engagement. In Bruno Max und Marcus Ganser konnten bei Regie und Raum in der Mitte eines Gashausgartens, beste Bedingungengeschaffen werden. Im abschließend mitreißenden Applaus spiegelte sich überdeutlich ein begeistertes Publikum. Am Rande noch erbauend, die feine Klinge des Humors sowie eine angenehme Ausdrucksweise. Das Stück könnte auch für die Gegenwart geschrieben worden sein.

 

Alfred Klein für infos-news 16.01.2017

 

 

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Freitag, Juni 7th, 2013

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