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Münchhausen´s Märchen welche nicht wahr werden

Donnerstag, Mai 31st, 2012

Münchhausen´s Märchen welche nicht wahr werden  !

Die Schuldenkrise im Euroraum

 

Schon vor zwei Jahren haben Wirtschaftsinstitute die Meinung vertreten, die Pleite Griechenlands sei nicht aufzuhalten. Sie sei einfach durch Hilfsgelder nicht zu bezahlen.

Vehemente Dementis folgten aus Politiker- und Bankenkreisen. Man hantelte sich von Hilfstanche zu Hilfstranche ohne wirkliche Schritte vorwärts zu kommen. Seit der letzten Wahl im Frühjahr 2012 in Griechenland, wo die pro Hilfsgelder eingestellte Regierungskoalition durch Stimmenschwund ihre Aussagekraft verlor,  sind die Ratings noch weiter gesunken. Gleichzeitig ist damit durch die ansteigende Zinsrate für Spanien ein neuer Trend losgetreten worden. Nun ist auch Spanien auf der schiefen Ebene nach unten. Noch wehrt sich die spanische Politik und möchte die kränkelnden Banken aus eigener Kraft retten. Genau so wie es auch zu Beginn in Griechenland versucht wurde, nur um den EU-Einfluß abzuwehren. Die Abwahl der Konservativen in Frankreich bewirkte auch den Beginn einer Eurobond-Freundlichkeit mit welcher der größte Einzelzahler für Griechenland, Deutschland, nicht leben kann oder möchte. Bisher wurden immerhin die Griechenland -Hilfsgelder teilweise an verschiedene Geberstaaten durch Bezahlung offener Rechnungen zurückgeleitet. Die Maere vom „sich selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpfziehen“ (aus der Literatur des deutschen Adeligen Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen), geht anscheinend nicht auf. Sie bleibt Märchen. Dies gilt auch für die angeblich beherrschbare Immobiliensituation in Spanien. Wer die letzten Jahre über spanisches Territorium fuhr, konnte viele, seit Jahren leerstehende, neugebaute Siedlungen sehen, welche bereits dem Verfall preisgegeben sind. Auch hier reicht der „Schopf des Münchausen“ nicht aus um die (Schulden-)Last  zu heben.

 

Alfred Klein 31.05.2012