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BRASSED OFF – ES HAT SICH AUSGEBLASEN- 221016

Freitag, Oktober 21st, 2016

BRASSED OFF ES HAT SICH AUSGEBLASEN

lks. Christina Saginth als „Vera“ die Frau von               rts. Eszter Hollosi (Sandra) die Frau von Phil

Jim (Bernie Feit) …………………………………………………. (Christian Kainradl) dem Sohn des

…………………………………………………………………………. Kapellmeister Danny (Georg Kusztrich)

v.l.n.r. Eszter Hollosi , Christian Kainradl als Sandra und Phil

Jacqueline Rehak Wolfgang Fahrner als Gloria und Andy

v.l.n.r.Georg Kusztrich (als Kapellmeister der Werkskapelle), Jaqueline Rehak,Wolfgang Fahrner, Blasmusik Mödling

Danny: „Der Punkt ist doch: Wenn die da (gemeint sind die Kumpel) verdammte Pelztiere wären oder Wale

oder sowas, dann würden Sie (gemeint sind Menschen) für sie auf die Barrikaden gehen – aber das sind

sie (gemeint sind die Kumpel) nicht. Es sind bloß Menschen.

Rezension: BRASSED OFF von Paul Allen nach dem Film von Mark Herman EREIGNISSE WÄHREND EINER KOHLENZECHENSCHLIESZUNG IN YORKSHIRE

Ein sozialkritisches Bühnenwerk, welches Ereignisse der Jahre 1917 bis heute ins Visier nimmt. Wieder ist Bruno MAX eine gesellschaftskritische Darstellung von Produktänderungen und den damit verbundenen Änderungen der Arbeitsleistungen im Rahmen familiärer Gruppen gelungen aufzuzeigen. Ganz deutlich ist die Unsicherheit der Bergleute und ihrer Familien zu spüren. Die Zechenleitung will das Bergwerk schließen und versucht durch gezielte Abfertigungen, die Zustimmung zu erhalten. Da das Bergwerk jedoch hauptsächlicher Arbeitgeber in der kleinen Industriestadt ist kommen auch andere Branchen in Schwierigkeiten. Dies alles geht an dem Kapellmeister der Zechenkapelle vorbei. Sein größtes Ziel ist die Kapelle zum Sieger der „British Brass Band Championship“ zu führen. Dies gelingt ihm auch. Bei Darstellung der Not in den Bergwerksfamilien spürt man die allgegenwärtige Armut und Ausweglosigkeit der damals starken wirtschaftlichen Depression. Ob Georg Kusztrich als Danny, Christian Kainradl als Phil, Eszter Hollosi als Sandra, Bernie Feit als Jim sowie Christina Saginth als Vera die Frau von Jim, sowie das restliche Ensemble, sie alle gaben dem Publikum genau das niederschmetternde Gefühl dieser wirtschaftlich abgeschriebenen kleinen Bergwerksstadt im England des 20.Jht.. Das Publikum welches sich in all diese traurigen Ereignisse mit hineinnehmen ließ, atmete erst am Ende des Stückes wieder erleichtert durch, so glaubwürdig wurde die triste Lage durch das gesamte Ensemble gespielt. Die Zusammenarbeit mit der Blasmusik Mödling war so exzellent das auch bei genauem Hinhören die Musiker und Schauspieler eine Einheit ergaben.

Allein für dieses Experiment, Schauspieler mit Musiker beim gemeinsamen Musikstück, darf man Bruno Max und seiner engagierten Truppe wieder herzlich gratulieren.

Dies zeigte auch der besonders kräftige fast nicht enden wollende Schlußapplaus.

Infos-news Alfred Klein

160214PICKNICK AN DER FRONT (1.Weltkrieg)

Montag, Februar 17th, 2014

Wieder schaffte es die „SCALA“ in Wien durch Thematisierung der

Kriegshetze und einem Aufzeigen der vielen negativen Auswirkungen

des Krieges, die damalige Situation darzustellen. Das Element der

Sinnlosigkeit und der Gewinnermentalität könnte beim Zuseher

Nachdenklichkeit  wecken. Die Beleuchtung des Themas aus dem

Blickwinkel verschiedener kriegsteilnehmender Staaten ist dabei sehr

gut gelungen und vom Ensemble bestens glaubwürdig dargestellt.

Die 100-jährige Wiederkehr des Kriegsausbruchs sollte eine Weltweite

Nachdenkphase einleiten und gleichzeitig vor den derzeit weltweit

schwelenden Konflikten warnen.

Der Leiter des Theaters, Bruno Max (Konzept u. Inszenierung),  sowie

Markus Ganser (für den Raum verantwortlich),  gepaart  mit der sehr

guten schauspielerischen Leistung, konnte durch den glänzenden

Einsatz die damalige Kriegshysterie spürbar einfangen. Ein Modell

welches der jüngeren Generation, getreu dem Motto des

Heeresgeschichtlichen Museums  „Kriege gehören ins Museum“, zeigen

soll, wie kompliziert und unmenschlich solche gewaltsamen

Auseinandersetzungen sind. Das während der Vorstellung gebotene

Picknick-Essen, bringt den Zuseher mitten ins Geschehen.

Wer sich das Stück Geschichte in der Scala ansehen möchte, hat noch

bis 15.März 2014 die Möglichkeit dazu.

Gespielt wird jeweils von Dienstag bis Samstag. Beginn: 19,45Uhr

Kartenreservierungen und Tel.Nr: 01 5442070

Alfred Klein

INFOS-NEWS